Beihilfe Bremen: Antrag, Formulare und Beihilfesätze

Für Beamtinnen und Beamte der Freien Hansestadt Bremen setzt Performa Nord die Beihilfe fest. Hier finden Sie die amtlichen Zugänge zu Formularen, Merkblättern und der Beihilfe-App sowie die Regeln zu der besonders kurzen Antragsfrist, den Beihilfesätzen und den Eigenanteilen. Statt der Beihilfe zu einzelnen Rechnungen können Sie unter bestimmten Voraussetzungen die pauschale Beihilfe zum Krankenversicherungsbeitrag wählen.

Die Links führen zu den amtlichen Angeboten von Performa Nord, der Beihilfestelle der Freien Hansestadt Bremen. Dort finden Sie Formulare und Merkblätter, die Beihilfe-App, das Merkblatt zum Antragsverfahren und den Antrag auf pauschale Beihilfe.

Von Aktualisiert: 30. Oktober 2026 · Quellenstand 10/2026
Eine Frau prüft Unterlagen an einem Schreibtisch mit Laptop.

Beihilfe Bremen auf einen Blick

  • Zuständigkeit: Performa Nord in Bremen ist die Beihilfestelle für Beamtinnen, Beamte und Versorgungsempfänger des Landes und der Stadtgemeinde Bremen; maßgeblich ist Ihr Dienstherr, nicht Ihr Wohnort.
  • Erster Antrag: Den ersten Antrag stellen Sie auf Papier; welche Unterlagen dazugehören und wer danach die App nutzen kann, erklärt der Abschnitt zum Erstantrag.
  • Frist: Ihr Antrag muss innerhalb eines Jahres nach dem Entstehen der Aufwendung, spätestens ein Jahr nach der ersten Ausstellung der Rechnung, bei Performa Nord eingehen.
  • Beihilfesatz: Wie viel Beihilfe Sie erhalten, hängt von Ihrer Situation ab; die Tabelle im Abschnitt zu den Beihilfesätzen nennt jeden Satz mit seinen Voraussetzungen.
  • Pauschale Beihilfe: Statt der Beihilfe zu einzelnen Rechnungen können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag wählen; wer ihn erhält, ab wann und in welcher Höhe, erklärt der Abschnitt zur pauschalen Beihilfe.

Formulare und Merkblätter

Inhalt

Wie beantrage ich Beihilfe in Bremen?

In Bremen beantragen Sie Beihilfe bei Performa Nord, auf Papier mit den amtlichen Formularen oder, wenn Sie zu den Nutzern gehören, mit der Beihilfe-App dBeihilfePlus. So gehen Sie vor:

  1. Zuständige Stelle klären. Für die Beamtinnen und Beamten des Landes und der Stadtgemeinde Bremen ist Performa Nord die Beihilfestelle; sie steht auch auf einem vorhandenen Bescheid.
  2. Antrag ausfüllen. Nehmen Sie ausschließlich die Formulare von Performa Nord, ein formloser Antrag genügt nicht. Tragen Sie Personalnummer, Namen und Geburtsdatum ein, unterschreiben Sie und legen Sie die Belege als Kopien bei. Pflegeaufwendungen beantragen Sie mit dem eigenen Pflegeantrag.
  3. Antrag einreichen. Schicken Sie den Antrag an Performa Nord, Beihilfe, Schillerstraße 1, 28195 Bremen, oder reichen Sie Arztrechnungen und Rezepte mit der Beihilfe-App ein, sobald Sie sie nutzen können. Eine E-Mail ist kein zulässiger Antrag; Fax und das besondere elektronische Behördenpostfach sind zulässig, verzögern aber die Bearbeitung.
  4. Bescheid prüfen. Achten Sie auf die anerkannten Beträge, abgezogene Eigenanteile und die Hinweise auf der Rückseite. Die Beihilfe geht auf das Konto, auf das auch Ihre Bezüge gezahlt werden; den Bescheid schickt Performa Nord im aktiven Dienst in der Regel an Ihre Dienststelle.

Was sollte ich vor dem Absenden prüfen?

  • Mindestbetrag: Erreicht der Antrag den Mindestbetrag, wenn er für Sie gilt? Höhe, Geltung und Ausnahme stehen im Abschnitt zur Frist.
  • Belege: Legen Sie lesbare Kopien der vollständigen Rechnungen bei, je Blatt einen Beleg, einseitig, ohne Heften, Klammern oder Kleben. Mahnungen und Sammelrechnungen von Apotheken genügen nicht. Erhalten Sie Belege zurück, bewahren Sie sie drei Jahre nach dem Erhalt der Beihilfe auf.
  • Verordnungen: Für Arzneimittel, Heilbehandlungen, Hilfsmittel, Haushaltshilfe und Krankentransporte gehört die ärztliche Verordnung dazu; auf Rezepten muss die Pharmazentralnummer lesbar sein.
  • Gesetzlich versichert: Fügen Sie jedes Mal den Erstattungsnachweis Ihrer Krankenkasse bei.
  • Unfall: Füllen Sie die Angaben zum Unfall aus und beschreiben Sie kurz den Hergang. Kosten eines Dienstunfalls reichen Sie mit einem Dienstunfallantrag bei der Unfallfürsorge ein.
  • Nachreichen: Weitere Rechnungen können Sie einem eingereichten Antrag nicht hinzufügen; dafür stellen Sie einen neuen Antrag.

Welche Formulare brauche ich?

In Bremen gibt es einen Antrag für Krankheitskosten, ein Ergänzungsblatt für Ihre persönlichen Daten, einen eigenen Pflegeantrag und einen Antrag auf pauschale Beihilfe.

Ihre SituationPassendes Formular
Sie beantragen erstmals Beihilfe.Antrag auf Gewährung einer Beihilfe auf Papier mit dem Ergänzungsblatt „Persönliche Daten“; Unterlagen unter Erstantrag
Familie, Anschrift oder Versicherung haben sich geändert.Ergänzungsblatt „Persönliche Daten“ auf Papier mit den nötigen Nachweisen
Sie reichen weitere Rechnungen ein.Antrag auf Gewährung einer Beihilfe oder, wenn Sie sie nutzen können, die Beihilfe-App
Sie oder Angehörige sind pflegebedürftig.Antrag auf Gewährung einer Beihilfe für Pflege, bei vollstationärer Pflege mit Ergänzungsantrag
Eine Rehabilitation, Heilkur oder Psychotherapie ist geplant.Antrag auf Anerkennung der Beihilfefähigkeit vor Beginn der Behandlung
Eine andere Person soll für Sie handeln.Vollmachtsformular
Sie wählen die pauschale Beihilfe.Antrag auf pauschale Beihilfe; Voraussetzungen im Abschnitt zur pauschalen Beihilfe

Alle Vordrucke und Merkblätter stehen auf der Formularseite von Performa Nord.

Welche Unterlagen gehören zum Erstantrag?

Zum ersten Antrag gehören der unterschriebene Antrag auf Gewährung einer Beihilfe mit den Rechnungskopien und Verordnungen, das Ergänzungsblatt „Persönliche Daten“ und ein aktueller Versicherungsnachweis; bei gesetzlicher Versicherung weisen Sie nach, ob Sie pflichtversichert oder freiwillig versichert sind. Den Versicherungsnachweis reichen Sie danach nur bei Änderungen erneut ein. Wollen Sie Aufwendungen Ihres Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners geltend machen, legen Sie dessen aktuellen Einkommensteuerbescheid bei. Ob und ab wann Sie danach die Beihilfe-App nutzen können, steht im Abschnitt zur Beihilfe-App.

Formulare und Merkblätter bei Performa Nord

Wie funktioniert die Beihilfe-App?

Mit der App dBeihilfePlus reichen Sie Arztrechnungen und Rezepte, für die sonst der normale Antrag genügt, mit dem Smartphone oder Tablet bei Performa Nord ein. Registrieren können sich Beihilfeberechtigte im aktiven Dienst des Landes, der Stadtgemeinde Bremen und landesmittelbarer Einrichtungen, die keine pauschale Beihilfe beziehen; Versorgungsempfänger informiert Performa Nord, sobald die App für sie bereitsteht.

Für die Registrierung brauchen Sie eine private E-Mail-Adresse, Ihre Personalnummer aus der Bezügemitteilung und eine Authenticator-App für die Anmeldung in zwei Schritten. Den Codebrief zur Freischaltung beantragen Sie in der App; er kommt per Post an Ihre Privatanschrift, und der Code gilt 30 Tage. Auf Papier bleiben der Erstantrag, Kosten eines Dienstunfalls oder eines Unfalls mit Schadenersatzansprüchen, die Pflegegeldpauschale, Änderungen Ihrer persönlichen Verhältnisse sowie Widersprüche und Anfragen. Den Bescheid erhalten Sie weiter auf Papier. Bei technischen Fragen hilft der App-Betreiber Dataport.

Beihilfe-App bei Performa Nord

Welche Frist gilt für den Beihilfeantrag?

In Bremen beantragen Sie Beihilfe innerhalb eines Jahres nach dem Entstehen der Aufwendung, spätestens ein Jahr nach der ersten Ausstellung der Rechnung. Maßgeblich sind das Rechnungsdatum, bei Arzneimitteln der Tag des Kaufs in der Apotheke, und der Eingang bei Performa Nord: Für eine Rechnung vom 2. März 2026 muss der Antrag spätestens am 2. März 2027 eingegangen sein. Die Jahresfrist entspricht nicht dem Kalenderjahr.

Mit privater Versicherung, und wenn Ihre Krankenkasse statt Sachleistungen Kosten erstattet hat, gibt es Beihilfe nur, wenn die beihilfefähigen Aufwendungen eines Antrags zusammen mehr als 200 Euro betragen; erreichen die Aufwendungen aus sechs Monaten diesen Betrag nicht, gibt es die Beihilfe trotzdem. Eigene Fristbeginne gelten für die Verpflegung bei einer Kur (ein Jahr nach ihrem Ende) und wenn ein Sozialhilfeträger vorgeleistet hat (Erster des Monats nach seiner Zahlung). Für die pauschale Beihilfe gelten eigene Regeln zu Antrag und Zahlungsbeginn; sie stehen im Abschnitt zur pauschalen Beihilfe.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Beratung. Prüfen Sie die für Ihren Fall geltenden Voraussetzungen und Antragsfristen rechtzeitig bei Ihrer zuständigen Beihilfestelle.

Wie lange dauert die Bearbeitung?

Performa Nord nennt keine feste Bearbeitungsdauer. Derzeit führt die Beihilfestelle ein neues Abrechnungsverfahren ein, deshalb kann die Bearbeitung im Einzelfall länger dauern; Papieranträge mit hohen Rechnungen und zur vollstationären Pflege bearbeitet sie nach eigener Angabe vorrangig, Anträge über die Beihilfe-App dagegen nach dem Eingangsdatum.

Hinweise zum Bearbeitungsstand bei Performa Nord

Im Dezember und Januar sowie im Juli und August gehen besonders viele Anträge ein; mehrere kleine Anträge im Jahr statt eines großen und Anträge außerhalb dieser Monate verkürzen nach Angabe von Performa Nord die Wartezeit, solange jeder Antrag Frist und Mindestbetrag aus dem Abschnitt zur Frist einhält. Die Beihilfe erreichen Sie unter 0421 361-74744, Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr.

Wie hoch ist die Beihilfe in Bremen?

Bremen hat eigene Bemessungssätze, die im Ruhestand mit der Zahl der berücksichtigungsfähigen Angehörigen steigen; maßgeblich sind Ihre Verhältnisse beim Antrag, ein höherer Satz aus der Zeit der Behandlung bleibt Ihnen erhalten. Erstattet wird dieser Anteil der beihilfefähigen Aufwendungen, nicht automatisch der volle Rechnungsbetrag:

Ihre SituationBemessungssatzVoraussetzung
Beamtin oder Beamter, auch Professoren, Richterin oder Richter50 %Grundsatz
Beamtin oder Beamter, Richterin oder Richter mit zwei oder mehr Kindern70 %Kinder im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig
Versorgungsempfänger im Ruhestand60 %ohne berücksichtigungsfähige Angehörige
Versorgungsempfänger im Ruhestand mit Angehörigen65 %, 70 %, 75 % oder 80 %bei einem, zwei, drei oder vier und mehr berücksichtigungsfähigen Angehörigen (Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner und Kinder)
Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner einer aktiven Beamtin, eines aktiven Beamten, einer Richterin oder eines Richters70 %nicht selbst beihilfeberechtigt; Gesamtbetrag der Einkünfte im Kalenderjahr vor dem Antrag höchstens 12.000 Euro
Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner eines Versorgungsempfängers65 % bis 80 %nicht selbst beihilfeberechtigt; 65 % ohne Kinder, 70, 75 oder 80 % bei einem, zwei oder drei und mehr berücksichtigungsfähigen Kindern; dieselbe Einkommensgrenze
Witwe oder Witwer mit Witwen- oder Witwergeld70 % bis 85 %70 % ohne oder mit einem berücksichtigungsfähigen Kind, 75, 80 oder 85 % bei zwei, drei oder vier und mehr berücksichtigungsfähigen Kindern (im Familienzuschlag berücksichtigt)
Kind oder Waise80 %Kind im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig; Waise mit Waisengeld
freiwillig gesetzlich versichert mit individueller Beihilfe100 % des Rests nach der Kassenleistungbei denselben Leistungsansprüchen wie Pflichtversicherte; Sach- und Dienstleistungen der Kasse und Zuzahlungen sind nicht beihilfefähig
Versicherung schließt Leistungen für eine Krankheit ausplus 20 Prozentpunkte, höchstens 90 %trotz ausreichender und rechtzeitiger Versicherung ausgeschlossen oder Leistungen eingestellt; der Versicherer erfüllt die gesetzlichen Mindestbedingungen; nicht für Pflegeaufwendungen

Beihilfefähig ist, was notwendig und angemessen ist; ärztliche Honorare über dem Gebührenrahmen erkennt Performa Nord nicht an, über dem Schwellenwert nur mit besonderer Begründung. Beihilfe und die Leistungen Ihrer Versicherung dürfen zusammen die beihilfefähigen Aufwendungen nicht übersteigen. Sinken die Einkünfte Ihres Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners im Jahr des Antrags auf höchstens 12.000 Euro, rechnet Performa Nord die Beihilfe auf schriftlichen Antrag neu; den Antrag stellen Sie spätestens drei Monate nach Ablauf dieses Jahres.

Welche Eigenanteile zieht Performa Nord ab?

Von den beihilfefähigen Aufwendungen zieht Performa Nord einmal im Kalenderjahr einen Selbstbehalt von 48 Euro ab. Er entfällt für Beamtinnen und Beamte der Besoldungsgruppen A 5 bis A 9 und Versorgungsempfänger, deren Versorgung sich danach berechnet, für Anwärter mit Einstiegsamt in A 6 bis A 9 und die Angehörigen dieser Personen, für Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse, für Heilfürsorgeberechtigte und bei Aufwendungen wegen andauernder Pflegebedürftigkeit. Professoren mit privater Krankenversicherung zahlen ihn also. Für jedes verordnete Arznei- und Verbandmittel zieht Performa Nord außerdem 6 Euro ab, höchstens die Kosten des Mittels; das gilt nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und für Versorgungsempfänger mit Bezügen bis zur Höhe des Mindestruhegehalts. Bei einigen Hilfsmitteln wie orthopädischen Maßschuhen gibt es eigene Eigenanteile.

Wahlleistungen im Krankenhaus wie Chefarztbehandlung oder Ein- und Zweibettzimmer sind in Bremen nicht beihilfefähig. Dafür können Sie einen Zusatztarif Ihrer privaten Krankenversicherung abschließen.

Was ist in Bremen anders?

Bremen hat eigenes Beihilferecht mit mehreren Besonderheiten: eine deutlich kürzere Antragsfrist als der Bund, keine Beihilfe für Heilpraktiker und Wahlleistungen im Krankenhaus, einen jährlichen Selbstbehalt, eine eigene Einkommensgrenze für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner und Beihilfesätze, die im Ruhestand von der Zahl der Angehörigen abhängen. Seit 2020 gibt es die pauschale Beihilfe zum Krankenversicherungsbeitrag. Wie die anderen Länder die Beihilfe regeln, zeigt die Beihilfe-Übersicht.

Wie funktioniert die pauschale Beihilfe in Bremen?

Auf Antrag zahlt Bremen statt der Beihilfe zu einzelnen Rechnungen eine pauschale Beihilfe, monatlich mit den Bezügen: bei freiwilliger gesetzlicher Versicherung die Hälfte Ihres nachgewiesenen Beitrags, bei privater Versicherung höchstens die Hälfte des Beitrags im Basistarif. Voraussetzung ist, dass Sie freiwillig gesetzlich versichert sind oder in entsprechendem Umfang privat krankenversichert, dass Sie das nachweisen und dass Sie auf ergänzende Beihilfen verzichten. Wer Anspruch auf freie Heilfürsorge hat, etwa im Polizeivollzugsdienst oder bei der Berufsfeuerwehr, erhält daneben keine pauschale Beihilfe.

  • Beginn: Den Antrag können Sie jederzeit stellen. Gezahlt wird ab dem Ersten des Monats, der auf den Antrag folgt, nicht für zurückliegende Zeiträume.
  • Antrag: Schriftlich mit eigenhändiger Unterschrift bei der Stelle, die Ihre Bezüge zahlt, zusammen mit dem Nachweis Ihrer Krankenvollversicherung und dem Verzicht auf ergänzende Beihilfen.
  • Höhe: Bei freiwilliger gesetzlicher Versicherung die Hälfte des Beitrags. Bei privater Versicherung höchstens die Hälfte des Beitrags im Basistarif; nach Angabe der Senatorin für Finanzen zählen dabei nur die Beitragsanteile für Leistungen, die denen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen, und die Grenze gilt auch für die Beiträge der Angehörigen zusammen. Beiträge eines Arbeitgebers oder Sozialleistungsträgers und Zuschüsse zum Beitrag werden berücksichtigt.
  • Angehörige: Beiträge für Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner zählen nicht mit, wenn deren Einkünfte im Kalenderjahr vor der Pauschale 12.000 Euro übersteigen.
  • Bindung: Antrag und Verzicht sind unwiderruflich. Darüber hinaus kommt Beihilfe nur in sehr seltenen Härtefällen in Betracht.
  • Pflege: Aufwendungen, für die eine Pflegeversicherung leisten muss, deckt die Pauschale nicht ab; dafür erhalten Sie weiterhin Beihilfe zu den einzelnen Pflegeaufwendungen. Zu den Beiträgen der Pflegeversicherung zahlt die Pauschale nichts.
  • Wechsel und Änderungen: Wechseln Sie später zwischen gesetzlicher und privater Versicherung oder ändert sich der Umfang Ihres Versicherungsschutzes, zahlt Bremen höchstens die bisherige Pauschale weiter. Änderungen der Beitragshöhe und Prämienrückzahlungen teilen Sie unverzüglich mit; Rückzahlungen Ihrer Versicherung erstatten Sie im Verhältnis der Pauschale zum Beitrag.
  • Späterer Wechsel: In die pauschale Beihilfe können Sie auch später noch wechseln, wenn Sie dann die Voraussetzungen erfüllen; zurück in die Beihilfe zu einzelnen Rechnungen geht es nicht.
  • Ruhestand und Dienstherrnwechsel: Die Entscheidung gilt im Ruhestand weiter. Wechseln Sie zu einem anderen Land oder zum Bund, gilt dessen Beihilferecht, und Bremen beteiligt sich nicht mehr an Ihrem Beitrag. Der Bund etwa kennt keine pauschale Beihilfe.

Eine Beratung zur Wahl bietet der Dienstherr nicht an. Wer vor der Verbeamtung gesetzlich versichert war, kann sich nach Angabe der Senatorin für Finanzen innerhalb von drei Monaten nach der Berufung in das Beamtenverhältnis freiwillig gesetzlich versichern, wenn die Vorversicherungszeiten erfüllt sind; das klären Sie mit Ihrer Krankenkasse.

Antrag und Merkblatt zur pauschalen Beihilfe bei Performa Nord

Wie andere Länder die pauschale Beihilfe regeln, zeigt die Übersicht der Bundesländer; zur Wahl der Versicherung siehe Krankenversicherung für Professoren.

Was gilt für Professoren und andere Hochschulbeamte?

Ob Sie Beihilfe erhalten, hängt von Ihrem Beamtenstatus und Ihrem Dienstherrn ab, nicht von der Bezeichnung Professorin oder Professor. Nach dem Gesetz über Performa Nord übernimmt Performa Nord die Beihilfe auch für die Universität Bremen und die Hochschulen des Landes, soweit diese die Aufgabe nicht selbst erledigen; welche Stelle für Sie zuständig ist, steht auf Ihrem Bescheid oder erfahren Sie bei der Personalstelle. Welcher Beihilfesatz für Sie gilt, steht mit allen Voraussetzungen in der Tabelle im Abschnitt Wie hoch ist die Beihilfe in Bremen?. Was eine Professur in Bremen einbringt, steht unter Professorengehalt Bremen.

Die wichtigste Entscheidung fällt mit der Berufung: gesetzliche oder private Krankenversicherung, individuelle oder pauschale Beihilfe. Was die Beihilfe bei gesetzlicher Versicherung erstattet und wie sich der Satz im Ruhestand ändert, zeigt die Tabelle der Beihilfesätze; wer die pauschale Beihilfe wählen kann, ab wann sie gezahlt wird und ob ein späterer Wechsel möglich ist, steht im Abschnitt zur pauschalen Beihilfe. Holen Sie vor dem Dienstantritt Angebote der Krankenkasse und der privaten Versicherung für beide Wege ein. Mehr zum Übergang steht unter Beamtenpension in Bremen.

Wer ist beihilfeberechtigt?

Beihilfeberechtigt sind Beamtinnen und Beamte sowie Richterinnen und Richter mit Anspruch auf Dienst- oder Anwärterbezüge, Versorgungsempfänger, versorgungsberechtigte Witwen, Witwer, eingetragene Lebenspartner und Kinder, soweit sie Versorgungsbezüge erhalten, sowie frühere Beamte, solange sie Unterhaltsbeitrag oder Übergangsgeld beziehen; die Berechtigung bleibt, wenn Bezüge nur wegen Ruhens- oder Anrechnungsvorschriften nicht gezahlt werden, und während einer Beurlaubung ohne Bezüge zur Pflege, Betreuung oder Begleitung naher Angehöriger. Wer als Beamtin, Beamter, Richterin oder Richter auf Zeit für weniger als ein Jahr beschäftigt wird, erhält keine Beihilfe, es sei denn, er ist insgesamt mindestens ein Jahr ununterbrochen im öffentlichen Dienst tätig; Ehrenbeamte und ehrenamtliche Richter sind ausgenommen.

Ihr Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner ist unter den Voraussetzungen berücksichtigungsfähig, die die Tabelle der Beihilfesätze nennt. Kinder sind berücksichtigungsfähig, solange sie im Familienzuschlag berücksichtigt werden. Angestellte, auch angestellte Professoren, erhalten Beihilfe nur, wenn ihr Arbeitsverhältnis im bremischen öffentlichen Dienst vor dem 1. April 1999 begründet wurde und seitdem ununterbrochen besteht. Bei einem Wechsel vom Bund oder aus einem anderen Land nach Bremen gilt ab der Versetzung das bremische Recht; was beim Bund galt, steht unter Beihilfe beim Bund. Zur Akademischen Rätin und zum Akademischen Rat in Bremen siehe Akademischer Rat in Bremen.

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Häufige Fragen

Muss ich Rechnungen selbst bezahlen?

Ja, mit privater Versicherung schulden Sie dem Arzt oder Krankenhaus die Rechnung selbst. Beihilfe und Versicherung erstatten Ihnen ihren Anteil, wenn Sie die Rechnung als Beleg einreichen. Erwarten Sie hohe Kosten, kann Performa Nord auf Antrag eine Abschlagszahlung auf die zu erwartende Beihilfe leisten.

Zahlt die Beihilfe Heilpraktiker oder Osteopathen?

Nein, Leistungen von Heilpraktikern sind in Bremen nicht beihilfefähig. Auch Heilbehandlungen wie Krankengymnastik zählen nur, wenn sie ärztlich verordnet sind und von einem der anerkannten Behandler erbracht werden; Heilpraktiker und Osteopathen gehören nach Angabe von Performa Nord nicht dazu.

Was zahlt die Beihilfe bei einer Behandlung in einer Privatklinik?

Nicht unbedingt den vollen Rechnungsbetrag: In einem Krankenhaus, das nicht nach den Regeln der zugelassenen Krankenhäuser abrechnet, erkennt Performa Nord die Kosten höchstens bis zu dem Betrag an, der bei einer Behandlung in einem städtischen Krankenhaus in Bremen oder Bremerhaven beihilfefähig wäre. Für Wahlleistungen gilt auch dort der Abschnitt Eigenanteile und Wahlleistungen.

Was bleibt vom W-Gehalt, wenn PKV-Beitrag und Beihilfe zusammenkommen?

Der Beitrag der privaten Krankenversicherung hängt vom Eintrittsalter, vom Tarif und vom Beihilfesatz ab, den er ergänzt. Was vom Bremer W-Brutto bleibt, wenn Sie Ihren Beitrag eintragen, zeigt der Gehaltsrechner: W 2 in Bremen mit PKV berechnen oder W 3 in Bremen mit PKV berechnen. Die Beihilfe selbst setzt Ihre Beihilfestelle im Bescheid fest.

Quellen

Wer über Ihren Antrag entscheidet

Über Ihren Antrag entscheidet Ihre Beihilfestelle, für das Land und die Stadtgemeinde Bremen Performa Nord, nach dem Bremischen Beamtengesetz und der Bremischen Beihilfeverordnung in der geltenden Fassung; verbindlich ist Ihr Beihilfebescheid.

  • Bremisches Beamtengesetz (BremBG): § 80 Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen mit Berechtigten (Abs. 1), Einkommensgrenze (Abs. 2), Ausschluss von Wahlleistungen und Heilpraktikerleistungen (Abs. 3), Bemessungssätzen (Abs. 4), Selbstbehalt (Abs. 6) und pauschaler Beihilfe (Abs. 7); Gesamtausgabe gültig ab 01.07.2026, zuletzt geändert durch Gesetz vom 26.05.2026, abgerufen am 28.10.2026.
  • Bremische Beihilfeverordnung (BremBVO): § 1a Beihilfeberechtigte, § 1b Angehörige, § 3 Beihilfefähigkeit und Einkommensgrenze, § 4 Krankheitsfälle (Krankenhaus, Arzneimittel), § 12 Bemessung, § 12a Selbstbehalt, § 12b Begrenzung, § 13 Verfahren, Frist und Mindestbetrag; aktuelle Gesamtausgabe nach der Verordnung vom 12.09.2023, abgerufen am 28.10.2026; Erlass des Senators für Finanzen vom 23.08.2024 (Vorgriffsregelung, Rücksendung der Belege).
  • Gesetz zur Änderung des Bremischen Performa Nord Gesetzes vom 18.10.2022 (Brem.GBl. 2022 Nr. 113): Aufgaben für die Universität Bremen und die Hochschulen des Landes, abgerufen am 28.10.2026.
  • Senatorin für Finanzen: Rundschreiben Nr. 11/2019 vom 29.07.2019 zur pauschalen Beihilfe, abrufbar auf der Formularseite von Performa Nord, abgerufen am 28.10.2026.
  • Performa Nord, Beihilfe: Beihilfe mit Bearbeitungsstand, Formulare und Merkblätter (Antragsverfahren, Tipps zur Beihilfebeantragung, Wahlleistungen, Heilbehandlungen, gesetzlich Versicherte, jeweils Stand März 2021; Merkblatt pauschale Beihilfe Juli 2019; Hinweisblatt für Antragsteller Oktober 2023; Ausfüllhinweise), Beihilfe-App dBeihilfePlus mit Registrierung, Einreichung und FAQ, jeweils abgerufen am 28.10.2026.

Beihilfe in anderen Bundesländern