E13 TV-L — Die Entgeltgruppe für Doktoranden
Die Entgeltgruppe E13 im Tarifvertrag der Länder (TV-L) ist die Standard-Vergütung für wissenschaftliche Mitarbeiter mit Masterabschluss — und damit für die meisten Doktoranden in Deutschland.
Was bedeutet E13 konkret?
E13 steht für die Entgeltgruppe 13 im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Diese Entgeltgruppe setzt in der Regel einen abgeschlossenen Masterabschluss oder ein gleichwertiges Diplom voraus. Fast alle wissenschaftlichen Mitarbeiter an Universitäten — und damit die meisten Doktoranden — werden nach E13 vergütet. Die Vergütung steigt in sechs Erfahrungsstufen: Berufseinsteiger beginnen in Stufe 1 und steigen nach einem, zwei, drei, vier und fünf weiteren Jahren jeweils in die nächste Stufe auf.
Brutto-Gehalt (Stand: Februar 2025 – März 2026)
| Stufe | Brutto/Monat (100%) | 50%-Stelle | 65%-Stelle |
|---|---|---|---|
| Stufe 1 (Einstieg) | 4.759 € | 2.380 € | 3.094 € |
| Stufe 2 (nach 1 Jahr) | 5.118 € | 2.559 € | 3.327 € |
| Stufe 3 (nach 3 Jahren) | 5.370 € | 2.685 € | 3.491 € |
| Stufe 4 (nach 6 Jahren) | 5.834 € | 2.917 € | 3.792 € |
| Stufe 5 (nach 10 Jahren) | 6.263 € | 3.132 € | 4.071 € |
| Stufe 6 (nach 15 Jahren) | 6.580 € | 3.290 € | 4.277 € |
Warum 50% oder 65%?
Die allermeisten Doktorandenstellen an deutschen Universitäten sind als Teilzeitstellen ausgeschrieben — typischerweise 50%, manchmal 65% oder 75% einer Vollzeitstelle. Der Hintergrund: Die Universität geht davon aus, dass die restliche Arbeitszeit für die eigene Promotion genutzt wird. In der Praxis arbeiten Doktoranden allerdings häufig deutlich mehr als den vertraglich vereinbarten Stellenumfang. Ein Doktorand auf einer 50%-E13-Stelle verdient in Stufe 1 ca. 2.380 € brutto, was netto — je nach Steuerklasse und Bundesland — bei rund 1.700–1.800 € liegt.
Zuletzt aktualisiert: März 2026 · Quelle: TV-L Entgelttabelle gültig 01.02.2025 – 31.03.2026