Beihilfe Berlin: Antrag, Formulare und Beihilfesätze
Für Beamtinnen und Beamte des Landes Berlin setzt das Landesverwaltungsamt Berlin die Beihilfe fest. Hier finden Sie die amtlichen Zugänge zu Antrag, Formularen und Beihilfe-App sowie die Regeln zu Frist, Beihilfesätzen und Eigenanteilen. Statt der Beihilfe zu einzelnen Rechnungen können Sie die pauschale Beihilfe wählen; seit dem 1. Oktober 2026 gilt dafür eine Antragsfrist.
Die Links führen zu den amtlichen Angeboten des Landesverwaltungsamts Berlin. Dort finden Sie Anträge, Formulare und Informationsblätter, die Beihilfe-App, Hinweise für neu Verbeamtete zum ersten Antrag und den Antrag auf pauschale Beihilfe.

Beihilfe Berlin auf einen Blick
- Zuständigkeit: Das Landesverwaltungsamt Berlin ist die zentrale Beihilfestelle des Landes; maßgeblich ist Ihr Dienstherr, nicht Ihr Wohnort.
- Erster Antrag: Den ersten Antrag zu Krankheitskosten reichen Sie auf Papier ein, mit dem Stammdatenblatt und einer Kopie Ihres Krankenversicherungsscheins; erst danach können Sie die Beihilfe-App nutzen.
- Frist: Sie haben drei Jahre ab dem Rechnungsdatum Zeit, entscheidend ist in der Regel der Eingang beim Landesverwaltungsamt, und in der Regel muss ein Antrag zusammen mehr als 200 Euro an Aufwendungen enthalten.
- Beihilfesatz: Der Satz hängt davon ab, für wen die Aufwendung entsteht, wie viele Kinder Sie im Familienzuschlag haben und ob Sie im Ruhestand sind.
- Pauschale Beihilfe: Statt der Beihilfe zahlt Berlin auf unwiderruflichen Antrag grundsätzlich die Hälfte Ihres Krankenversicherungsbeitrags, bei privater Versicherung begrenzt, wenn Sie den Antrag innerhalb von fünf Monaten stellen, nachdem Sie in Berlin neu beihilfeberechtigt geworden sind.
Formulare und Informationsblätter
Wie beantrage ich Beihilfe in Berlin?
In Berlin beantragen Sie Beihilfe beim Landesverwaltungsamt, auf Papier, mit der Beihilfe-App oder für Pflegekosten über das Portal BeihilfeantragOnline. So gehen Sie vor:
- Zuständige Stelle klären. Für die Beamtinnen und Beamten des Landes Berlin ist das Landesverwaltungsamt die Beihilfestelle; sie steht auch auf einem vorhandenen Bescheid.
- Antrag ausfüllen. Nehmen Sie den Antrag auf Beihilfe in Krankheits-, Geburts- und sonstigen Fällen und legen Sie die Belege als Kopie oder Zweitschrift bei. Pflegeaufwendungen beantragen Sie mit dem eigenen Pflegeantrag und getrennt von den übrigen Belegen.
- Antrag einreichen. Schicken Sie den Antrag an das Landesverwaltungsamt Berlin, BS – Beihilfeservice, Fehrbelliner Platz 1, 10702 Berlin, oder werfen Sie ihn in den Hausbriefkasten am Dienstgebäude. Krankheitskosten reichen Sie nach dem ersten Papierantrag auch mit der Beihilfe-App ein; Pflegekosten können Sie auch über das Portal BeihilfeantragOnline einreichen.
- Bescheid prüfen. Achten Sie auf die anerkannten Beträge, abgezogene Eigenbehalte und Hinweise auf fehlende Unterlagen. Die Beihilfe wird auf Ihr Bezügekonto überwiesen, wenn Sie kein anderes Konto angegeben haben.
Was sollte ich vor dem Absenden prüfen?
- Mindestbetrag: Enthält der Antrag zusammen mehr als 200 Euro an Aufwendungen? Sonst sammeln Sie in der Regel weiter, behalten aber die Frist von drei Jahren im Blick; Ausnahmen kann das Landesverwaltungsamt mit Zustimmung der Senatsverwaltung zulassen.
- Belege: Legen Sie Kopien oder Zweitschriften bei; Originale schickt das Landesverwaltungsamt nicht zurück. Sortieren Sie erst alle Rezepte, dann die Rechnungen, und heften Sie nichts zusammen.
- Rezepte: Auf Rezepten muss die Pharmazentralnummer des Arzneimittels stehen, außer beim Kauf im Ausland.
- Krankenhaus: Legen Sie der Krankenhausrechnung immer die Entlassungsanzeige bei.
- Angaben: Tragen Sie auf allen Formularen Namen und Personalnummer lesbar ein und trennen Sie Beihilfeanträge deutlich von Pflegeanträgen und Kostenanfragen.
- Unfall: Nach einem Unfall legen Sie den Unfallfragebogen bei.
Welche Formulare brauche ich?
In Berlin gibt es einen Antrag für krankheitsbedingte Aufwendungen, einen eigenen Pflegeantrag, das Stammdatenblatt für Ihre persönlichen Angaben und einen Antrag auf pauschale Beihilfe.
| Ihre Situation | Passendes Formular |
|---|---|
| Sie beantragen erstmals Beihilfe zu Krankheitskosten. | Antrag auf Beihilfe in Krankheits-, Geburts- und sonstigen Fällen auf Papier mit dem Stammdatenblatt und einer Kopie des Krankenversicherungsscheins |
| Versicherung, Familie oder Anschrift haben sich geändert. | Stammdatenblatt mit den nötigen Nachweisen, etwa dem neuen Versicherungsnachweis |
| Sie reichen weitere Rechnungen zu Krankheit oder Geburt ein. | Antrag auf Beihilfe in Krankheits-, Geburts- und sonstigen Fällen oder, nach Registrierung, die Beihilfe-App |
| Sie oder Angehörige sind pflegebedürftig. | Pflegeantrag oder das Portal BeihilfeantragOnline |
| Eine Krankenhausbehandlung steht bevor. | Antrag auf Abschlagszahlung |
| Sie hatten einen Unfall. | Unfallfragebogen zusammen mit dem Beihilfeantrag |
| Eine andere Person soll für Sie handeln. | Vertretungsvollmacht |
| Sie wählen die pauschale Beihilfe. | Antrag auf pauschale Beihilfe mit Stammdatenblatt, bei Angehörigen mit den Anlagen „Angehörige“ und „Kind“ |
Für Psychotherapie, Rehabilitation, Zahnbehandlungen und Sehhilfen gibt es eigene Formulare und Informationsblätter, ebenso einen Antrag auf Befreiung von Eigenanteilen. Alle Vordrucke stehen in der Formularübersicht des Landesverwaltungsamts.
Welche Unterlagen gehören zum Erstantrag?
Zum ersten Antrag zu Krankheitskosten gehören der Beihilfeantrag mit den Rechnungen und gegebenenfalls Verordnungen, eine Kopie Ihres Krankenversicherungsscheins und das ausgefüllte Stammdatenblatt; bei privater Versicherung geben Sie den versicherten Prozentsatz an. Den Nachweis Ihrer Versicherung legen Sie einmal vor und danach nur bei Änderungen. Wollen Sie Aufwendungen Ihres Ehe- oder Lebenspartners geltend machen, weisen Sie dessen Einkünfte mit dem Steuerbescheid nach.
Formulare für krankheitsbedingte Aufwendungen beim Landesverwaltungsamt
Für die individuelle Beihilfe brauchen Sie vor dem ersten Antrag keine gesonderte Mitteilung. Telefonnummer und E-Mail-Adresse können Sie schon im Stammdatenblatt angeben; das erleichtert Rückfragen.
Wie funktioniert die Beihilfe-App?
Mit der Berliner Beihilfe-App reichen Sie krankheitsbedingte Aufwendungen per Foto, PDF-Upload oder QR-Code ein, verfolgen den Bearbeitungsstand und erhalten den Bescheid digital. Voraussetzung ist, dass Sie einmal einen Antrag auf Papier eingereicht haben und das Landesverwaltungsamt Stammdatenblatt und Versicherungsnachweis kennt.
Den Aktivierungscode schickt das Landesverwaltungsamt per Post an die Privatanschrift, die Ihre Personalstelle gespeichert hat; halten Sie diese Anschrift deshalb aktuell. Kommt der Code nach zehn Werktagen nicht an, schreiben Sie an den technischen Service der App. Pflegeaufwendungen nimmt die App nicht an; dafür gibt es das Portal BeihilfeantragOnline. Es arbeitet mit Zwei-Faktor-Anmeldung und ist nur für die individuelle Beihilfe vorgesehen; App-Nutzer können sich zusätzlich anmelden, und mit Vertretungsvollmacht können auch Bevollmächtigte es nutzen. Welche Schritte vor der ersten Nutzung nötig sind, von der Registrierung bis zur Teilnahme, beschreibt das Landesverwaltungsamt auf seiner Portalseite.
Welche Frist gilt für den Beihilfeantrag?
In Berlin beantragen Sie Beihilfe innerhalb von drei Jahren nach dem Rechnungsdatum. Entscheidend ist nach Angabe des Landesverwaltungsamts der Eingang dort, nicht das Datum auf Ihrem Antrag: Für eine Rechnung vom 2. März 2026 muss der Antrag spätestens am 2. März 2029 beim Landesverwaltungsamt eingegangen sein, auch wenn die Behandlung schon früher war.
Beihilfe gibt es nur, wenn die Aufwendungen eines Antrags zusammen mehr als 200 Euro betragen; das Landesverwaltungsamt kann mit Zustimmung der zuständigen Senatsverwaltung davon absehen. Eigene Fristbeginne gelten für die Pauschalbeihilfe bei häuslicher Pflege, die nicht ein Pflegedienst übernimmt (letzter Tag des Monats, in dem gepflegt wurde), und wenn ein Sozialhilfeträger vorgeleistet hat (Erster des Monats nach seiner Zahlung). Für den Ausgleich des transplantationsbedingten Verdienstausfalls einer Spenderin oder eines Spenders und für das vom Arbeitgeber fortgezahlte Entgelt, die es nur gibt, wenn der Empfänger der Spende beihilfeberechtigt oder berücksichtigungsfähig ist, beginnt die Frist erst mit Ablauf des Jahres, in dem die Transplantation oder ihr Versuch stattfand. Wer seinen dienstlichen Wohnsitz im Ausland hat oder ins Ausland abgeordnet ist, wahrt die Frist auch mit einem rechtzeitigen Antrag bei der zuständigen Beschäftigungsstelle im Ausland. Für den Antrag auf pauschale Beihilfe gilt eine eigene Frist von fünf Monaten, die der Abschnitt zur pauschalen Beihilfe erklärt.
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Beratung. Prüfen Sie die für Ihren Fall geltenden Voraussetzungen und Antragsfristen rechtzeitig bei Ihrer zuständigen Beihilfestelle.
Wie lange dauert die Bearbeitung?
Das Landesverwaltungsamt veröffentlicht, aus welcher Kalenderwoche die Anträge stammen, die es gerade bearbeitet. Daran sehen Sie, wann Ihr Antrag ungefähr an der Reihe ist.
Bearbeitungsstand beim Landesverwaltungsamt ansehen
Schneller geht es nach Angabe des Landesverwaltungsamts, wenn Sie mehrere kleine Anträge im Jahr statt eines großen stellen, nicht kurz vor Schulferien oder dem Jahreswechsel einreichen und nur einen Kontaktweg nutzen. Telefonisch erreichen Sie den Beihilfeservice zu festen Sprechzeiten, für die individuelle und die pauschale Beihilfe unter 030 90139-6060.
Wie hoch ist die Beihilfe in Berlin?
Berlin ordnet jedem Personenkreis einen Bemessungssatz zu; maßgeblich ist der Satz zu dem Zeitpunkt, zu dem die Leistung erbracht wird. Erstattet wird dieser Anteil der beihilfefähigen Aufwendungen, nicht automatisch der volle Rechnungsbetrag:
| Ihre Situation | Bemessungssatz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Beamtin oder Beamter, auch Professoren, sowie entpflichtete Hochschullehrer | 50 % | Grundsatz |
| Beamtin oder Beamter mit zwei oder mehr Kindern | 70 % | Kinder im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig; bei mehreren Beihilfeberechtigten nur für den, der den Familienzuschlag für die Kinder bezieht |
| Beamtin oder Beamter in Elternzeit | 70 % | für die Dauer der Elternzeit |
| Versorgungsempfänger im Ruhestand, Witwe oder Witwer | 70 % | als Versorgungsempfänger beihilfeberechtigt |
| Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner | 70 % | nicht selbst beihilfeberechtigt; Gesamtbetrag der Einkünfte im vorletzten Kalenderjahr vor dem Antrag höchstens 20.748 Euro (seit 1. März 2026) |
| Kind oder Waise | 80 % | Kind im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig; Waise als solche beihilfeberechtigt |
| freiwillig gesetzlich versichert mit individueller Beihilfe | 100 % des Rests nach der Kassenleistung | nur für Aufwendungen, zu denen die Krankenkasse etwas leistet |
| Versicherung schließt Leistungen für eine Krankheit aus | plus 20 Prozentpunkte, höchstens 90 % | individueller Ausschluss trotz ausreichender und rechtzeitiger Versicherung oder Leistungen auf Dauer eingestellt; der Versicherer erfüllt die gesetzlichen Mindestbedingungen; nicht für Pflegeaufwendungen |
Beihilfefähig ist, was notwendig und der Höhe nach angemessen ist; ärztliche Honorare über dem Gebührenrahmen der Gebührenordnung erkennt das Landesverwaltungsamt nicht an. Beihilfe und die Leistungen Ihrer Versicherung dürfen zusammen die beihilfefähigen Aufwendungen nicht übersteigen. Die Einkommensgrenze für Ehe- und Lebenspartner passt Berlin jährlich an die Renten an; den seit 1. März 2026 geltenden Betrag von 20.748 Euro hat die Senatsverwaltung für Finanzen im Februar 2026 bekannt gegeben.
Welche Eigenanteile zieht das Landesverwaltungsamt ab?
Bei vollstationären Krankenhausleistungen und stationären Anschlussheil- und Suchtbehandlungen mindern sich die beihilfefähigen Aufwendungen um 10 Euro je Kalendertag, zusammen höchstens für 28 Tage im Jahr; bei einer stationären Rehabilitation und einer Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Maßnahme ebenfalls um 10 Euro je Tag, ohne diese Höchstgrenze. Keinen Abzug gibt es für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, bei Schwangerschaftsbeschwerden und Entbindung und für Spender von Organen, Geweben, Blutstammzellen oder anderen Blutbestandteilen sowie Personen, die als Spender vorgesehen waren, aber nicht in Betracht kamen. Auf Antrag zieht es keine Eigenbehalte mehr ab, soweit sie in einem Kalenderjahr 2 Prozent Ihrer jährlichen Einnahmen übersteigen, bei chronisch Kranken nach der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses 1 Prozent. Maßgeblich sind die Einnahmen des Vorjahres für Sie und Ihre berücksichtigungsfähigen Angehörigen zusammen; bei Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern mindern sie sich um 15 Prozent und für jedes Kind um die steuerlichen Freibeträge für Kinder, und die Einnahmen eines gesetzlich versicherten oder selbst beihilfeberechtigten Ehe- oder Lebenspartners zählen nicht mit. Den Antrag müssen Sie bis zum Ende des Folgejahres stellen; das Landesverwaltungsamt hat dafür einen Vordruck.
Wahlleistungen im Krankenhaus wie Chefarztbehandlung oder Ein- und Zweibettzimmer sind in Berlin nicht beihilfefähig. Ausgenommen sind nur Personen, die am 1. April 1998 schon Versorgungsempfänger, schwerbehindert oder mindestens 55 Jahre alt waren, und ihre Angehörigen.
Was ist in Berlin anders?
Berlin bietet seit 2020 neben der Beihilfe zu einzelnen Rechnungen eine pauschale Beihilfe zum Krankenversicherungsbeitrag an; seit dem 1. Oktober 2026 muss sie innerhalb von fünf Monaten nach Beginn der Beihilfeberechtigung beantragt werden. Wahlleistungen im Krankenhaus sind nicht beihilfefähig, und Eigenbehalte von 10 Euro je Tag gibt es nur bei stationären Aufenthalten. Krankheitskosten reichen Sie per App, Pflegekosten über ein eigenes Portal ein. Wie die anderen Länder die Beihilfe regeln, zeigt die Beihilfe-Übersicht.
Wie funktioniert die pauschale Beihilfe in Berlin?
Auf Antrag zahlt Berlin statt der Beihilfe zu einzelnen Rechnungen eine pauschale Beihilfe: grundsätzlich die Hälfte Ihres nachgewiesenen Krankenversicherungsbeitrags. Voraussetzung ist, dass Sie freiwillig gesetzlich versichert sind oder eine private Krankheitskostenvollversicherung haben, auch eine ausländische, deren Leistungen nach Art, Umfang und Höhe denen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen, und dass Sie auf die Beihilfe zu einzelnen Rechnungen verzichten.
- Frist: Den Antrag stellen Sie innerhalb von fünf Monaten, nachdem Sie in Berlin neu beihilfeberechtigt geworden sind: mit der Begründung Ihres Beamtenverhältnisses, mit der Versetzung von einem anderen Dienstherrn nach Berlin oder mit dem Wegfall der Heilfürsorge. Die Umwandlung eines bestehenden Beamtenverhältnisses in eines anderer Art, etwa auf Lebenszeit, löst keine neue Frist aus. Gezahlt wird rückwirkend ab Beginn der Frist, frühestens ab Beginn Ihrer Krankenversicherung. Hinterbliebene, die mit dem Witwen-, Witwer- oder Vollwaisengeld neu beihilfeberechtigt werden, haben ebenfalls fünf Monate Zeit, wenn sie nicht schon selbst beihilfeberechtigt sind und die verstorbene Person nicht innerhalb ihrer eigenen Frist die pauschale Beihilfe beantragt hatte. Ist das maßgebliche Ereignis schon vor dem 1. Oktober 2026 eingetreten, können Sie den Antrag noch bis zum 30. September 2027 stellen und erhalten die Pauschale dann ab dem 1. Oktober 2026.
- Antrag: Schriftlich mit eigenhändiger Unterschrift beim Landesverwaltungsamt, zusammen mit dem Nachweis der Krankenvollversicherung für sich und die berücksichtigungsfähigen Angehörigen. Fehlt der Nachweis noch, reichen Sie ihn spätestens zwei Monate nach Ablauf der Frist nach.
- Höhe: Bei freiwilliger gesetzlicher Versicherung die Hälfte des Beitrags. Bei privater Versicherung höchstens die Hälfte des Beitrags im Basistarif; die Versicherung muss die gesetzlichen Mindestbedingungen für Zuschüsse erfüllen. Beiträge eines Arbeitgebers oder Sozialleistungsträgers und Zuschüsse zum Beitrag werden angerechnet, Beitragsrückerstattungen im Verhältnis der Pauschale zum Beitrag.
- Angehörige: Ihre Entscheidung gilt auch für berücksichtigungsfähige Angehörige. Sind sie selbst sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wird der Arbeitgeberanteil angerechnet; nach Angabe des Landesverwaltungsamts erhöht sich die Pauschale dann nicht.
- Bindung: Der Verzicht auf die Beihilfe zu einzelnen Rechnungen ist unwiderruflich, auch für Ihre Angehörigen. Beihilfe in sehr besonderen Härtefällen bleibt möglich, wobei Leistungen, die der Versicherungstarif nicht abdeckt, allein keine Härte begründen.
- Pflege: Bei Pflegebedürftigkeit erhalten Sie und Ihre Angehörigen weiterhin Beihilfe zu den Pflegeaufwendungen, ebenso Beihilfe im Todesfall. Zu den Beiträgen der Pflegeversicherung zahlt die Pauschale nichts. Stirbt eine Person, die die Pauschale bezogen hat, erhalten die Hinterbliebenen sie nur, soweit sie nicht kraft Gesetzes gesetzlich pflichtversichert sind.
- Wechsel und Änderungen: Wechseln Sie später zwischen gesetzlicher und privater Versicherung oder ändert sich der Umfang Ihres Versicherungsschutzes, zahlt Berlin höchstens die bisherige Pauschale weiter. Beitragsänderungen, Rückerstattungen und Änderungen Ihrer persönlichen Verhältnisse, die sich auf die Pauschale auswirken, teilen Sie unverzüglich mit; einmal im Jahr fragt das Landesverwaltungsamt die Angaben ab und setzt die Pauschale neu fest.
- Dienstherrnwechsel: Die Berliner Pauschale steht nur Beihilfeberechtigten nach Berliner Recht zu. Wechseln Sie zu einem anderen Dienstherrn, gilt dessen Beihilferecht; ob es dort eine pauschale Beihilfe gibt und welche Frist gilt, richtet sich nach dem neuen Dienstherrn. Der Bund etwa kennt keine.
Eine Beratung zur Wahl zwischen individueller und pauschaler Beihilfe bietet der Beihilfeservice nicht an. Ob Sie als Beamter freiwillig gesetzlich versichert bleiben oder werden können, hängt von Ihrer bisherigen Versicherung ab; klären Sie das vor der Verbeamtung mit Ihrer Krankenkasse.
Pauschale Beihilfe beim Landesverwaltungsamt
Wie andere Länder die pauschale Beihilfe regeln, zeigt die Übersicht der Bundesländer; zur Wahl der Versicherung siehe Krankenversicherung für Professoren.
Was gilt für Professoren und andere Hochschulbeamte?
Ob Sie Beihilfe erhalten, hängt von Ihrem Beamtenstatus und Ihrem Dienstherrn ab, nicht von der Bezeichnung Professorin oder Professor. Die Freie Universität nennt das Landesverwaltungsamt als zuständige Beihilfestelle für ihre Beamtinnen und Beamten und leitet die Anträge über ihre Fachpost dorthin; ob das auch für Ihre Hochschule gilt, erfahren Sie bei deren Personalstelle. Im aktiven Dienst erhalten Sie 50 Prozent, mit zwei oder mehr Kindern im Familienzuschlag 70 Prozent (bei zwei Beihilfeberechtigten nur der, der den Familienzuschlag für die Kinder bezieht), im Ruhestand 70 Prozent. Für entpflichtete Hochschullehrer gelten dieselben Sätze wie im aktiven Dienst; 70 Prozent erhalten sie außerdem, wenn ihnen dieser Satz aus einer nachrangigen Beihilfeberechtigung zustünde. Was eine Professur in Berlin einbringt, steht unter Professorengehalt Berlin.
Die wichtigste Entscheidung fällt mit der Berufung: individuelle oder pauschale Beihilfe. Für die pauschale Beihilfe haben Sie nach Beginn Ihrer Berliner Beihilfeberechtigung nur fünf Monate Zeit, und die Wahl bindet, solange Sie in Berlin beihilfeberechtigt sind, auch im Ruhestand. Bei der individuellen Beihilfe steigt Ihr Satz dann auf 70 Prozent, die Pauschale bleibt bei der Hälfte des Beitrags. Holen Sie deshalb vor dem Dienstantritt Angebote der Krankenkasse und der privaten Versicherung für beide Wege ein. Mehr zum Übergang steht unter Beamtenpension in Berlin.
Wer ist beihilfeberechtigt?
Beihilfeberechtigt sind Beamtinnen und Beamte, Versorgungsempfänger sowie frühere Beamte, solange ihnen Bezüge zustehen; die Berechtigung bleibt in der Elternzeit und wenn Bezüge nur wegen Ruhens- oder Anrechnungsvorschriften nicht gezahlt werden. Ist das Dienstverhältnis auf weniger als ein Jahr befristet, gibt es keine Beihilfe, es sei denn, Sie sind insgesamt mindestens ein Jahr ununterbrochen im öffentlichen Dienst beschäftigt. Ehrenbeamte sind ausgenommen.
Ihr Ehe- oder Lebenspartner ist berücksichtigungsfähig, solange er nicht selbst beihilfeberechtigt ist und seine Einkünfte die Einkommensgrenze nicht übersteigen; sinken sie im laufenden Jahr darunter, gilt er unter Vorbehalt schon jetzt als berücksichtigungsfähig. Kinder sind berücksichtigungsfähig, solange sie im Familienzuschlag berücksichtigt werden. Angestellte Professoren erhalten keine Beihilfe nach dem Beamtenrecht. Bei einem Wechsel vom Bund oder aus einem anderen Land nach Berlin gilt ab der Versetzung das Berliner Recht; was beim Bund galt, steht unter Beihilfe beim Bund. Bei einer Stelle an einer Universitätsklinik oder auf Zeit klären Sie früh, welche Stelle für Sie zuständig ist. Zur Akademischen Rätin und zum Akademischen Rat in Berlin siehe Akademischer Rat in Berlin.
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Häufige Fragen
Muss ich Rechnungen selbst bezahlen?
Ja, mit privater Versicherung schulden Sie dem Arzt oder Krankenhaus die Rechnung selbst und begleichen sie meist innerhalb von 30 Tagen. Beihilfe und Versicherung erstatten Ihnen ihren Anteil, wenn Sie die Rechnung als Beleg einreichen. Für einen bevorstehenden Krankenhausaufenthalt können Sie eine Abschlagszahlung beantragen.
Was zahlt die Beihilfe bei einer Behandlung in einer Privatklinik?
Nicht unbedingt den vollen Rechnungsbetrag: Bei Kliniken ohne Zulassung für gesetzlich Versicherte erkennt das Landesverwaltungsamt die Kosten nur bis zu Obergrenzen an, die sich an den Fallpauschalen zugelassener Krankenhäuser orientieren, sodass eine teils hohe Differenz entstehen kann. Mussten Sie im Notfall das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen, gelten diese Obergrenzen nicht. Fordern Sie vor einer geplanten Behandlung eine Kostenaufstellung der Klinik mit den Diagnose- und Operationsschlüsseln an; damit erstellt der Beihilfeservice nach Angabe des Landesverwaltungsamts vorab eine Übersicht der voraussichtlich beihilfefähigen Kosten.
Darf jemand anderes die Beihilfe für mich beantragen?
Ja, mit einer Vertretungsvollmacht; dafür hat das Landesverwaltungsamt einen eigenen Vordruck, und Bevollmächtigte können auch das Portal BeihilfeantragOnline nutzen. Um unbillige Härten zu vermeiden, kann das Landesverwaltungsamt nach Anhörung der beihilfeberechtigten Person außerdem zulassen, dass berücksichtigungsfähige Angehörige oder ihre gesetzlichen Vertreter die Beihilfe ohne deren Zustimmung selbst beantragen.
Was bleibt vom W-Gehalt, wenn PKV-Beitrag und Beihilfe zusammenkommen?
Der Beitrag der privaten Krankenversicherung hängt vom Eintrittsalter, vom Tarif und vom Beihilfesatz ab, den er ergänzt. Was vom Berliner W-Brutto bleibt, wenn Sie Ihren Beitrag eintragen, zeigt der Gehaltsrechner: W 2 in Berlin mit PKV berechnen oder W 3 in Berlin mit PKV berechnen. Die Beihilfe selbst setzt das Landesverwaltungsamt im Bescheid fest.
Quellen
Wer über Ihren Antrag entscheidet
Über Ihren Antrag entscheidet das Landesverwaltungsamt Berlin nach § 76 LBG Berlin und der LBhVO in der geltenden Fassung; verbindlich ist Ihr Beihilfebescheid.
- Landesbeamtengesetz Berlin (LBG): § 76 Beihilfen mit Bemessungssätzen (Abs. 3) und Ausschluss der Wahlleistungen (Abs. 4) und § 76a Pauschale Beihilfe, beide in der Fassung vom 18.09.2026, gültig ab 01.10.2026; § 108 Übergangsvorschrift Wahlleistungen und § 110 Übergangsvorschrift zu § 76a (gültig ab 01.10.2026) in der Gesamtausgabe des LBG; abgerufen am 28.10.2026.
- Landesbeihilfeverordnung (LBhVO): § 2 Beihilfeberechtigte, § 4 Berücksichtigungsfähige und Einkommensgrenze, § 6 Beihilfefähigkeit, § 26a Privatkliniken, § 38a Pauschalbeihilfe bei häuslicher Pflege, § 45a Organspende und andere Spenden, § 46 Bemessung (Elternzeit, entpflichtete Hochschullehrer), § 47 abweichende Sätze, § 48 Begrenzung, § 49 Eigenbehalte, § 50 Belastungsgrenzen, § 51 Verfahren und Mindestbetrag, § 54 Antragsfrist, § 56 Festsetzungsstellen; aktuelle Gesamtausgabe nach der Fünften Änderungsverordnung vom 13.01.2026, abgerufen am 28.10.2026.
- Senatsverwaltung für Finanzen: Rundschreiben IV Nr. 8/2026 vom 08.02.2026, abrufbar in der Rundschreibensammlung des Landesverwaltungsamts (Einkommensgrenze 20.748 Euro ab 01.03.2026), abgerufen am 28.10.2026.
- Landesverwaltungsamt Berlin, Beihilfeservice: Beihilfe, Antragstellung, schriftliche Antragstellung, Beihilfe-App, BeihilfeantragOnline, Bearbeitungsstand (aktualisiert 27.10.2026), Kontaktaufnahme, Formulare für krankheits- und pflegebedingte Aufwendungen, Antrag auf pauschale Beihilfe, Informationsblatt Krankenhaus (Stand 05.2026), Informationsblatt Orientierungshilfe für neueingestellte Dienstkräfte (Stand 03.2026, auf der Seite Antragstellung), jeweils abgerufen am 28.10.2026.
- Freie Universität Berlin: Hinweise zur Beihilfe für Beamtinnen und Beamte (Zuständigkeit des Landesverwaltungsamts, Versand über die Fachpost), abgerufen am 28.10.2026.