Beihilfe Baden-Württemberg: Antrag, Formulare und Beihilfesätze

Für Beamtinnen und Beamte des Landes Baden-Württemberg ist das Landesamt für Besoldung und Versorgung (LBV) die Beihilfestelle. Hier finden Sie die amtlichen Zugänge zu App, Kundenportal und Vordrucken sowie die Regeln zu Frist, Beihilfesätzen und Kostendämpfungspauschale. Wer neu verbeamtet wird, entscheidet innerhalb von fünf Monaten über pauschale Beihilfe und Wahlleistungen.

Die Links führen zu den amtlichen Angeboten des Landesamts für Besoldung und Versorgung Baden-Württemberg. Dort reichen Sie Ihren Antrag ein.

Von Aktualisiert: 28. Oktober 2026 · Quellenstand 10/2026
Eine Frau prüft Unterlagen an einem Schreibtisch mit Laptop.

Beihilfe Baden-Württemberg auf einen Blick

  • Zuständigkeit: Das LBV bearbeitet die Beihilfe für Beamtinnen, Beamte und Versorgungsempfänger des Landes. Maßgeblich für Ihren Antrag ist Ihr Dienstherr.
  • Erster Antrag: Beihilfeantrag LBV 301 mit Anlage und Versicherungsnachweisen einreichen. Wer neu verbeamtet wird, wählt pauschale Beihilfe und Wahlleistungen innerhalb von fünf Monaten.
  • Frist: Sie haben bis zum Ende des zweiten Kalenderjahres nach dem Jahr der Aufwendung oder Rechnung Zeit. Beginn und Sonderfälle erklärt der Abschnitt „Welche Frist gilt für den Beihilfeantrag?“.
  • Beihilfesatz: Der Satz hängt davon ab, für wen die Aufwendung entsteht und wie viele Kinder berücksichtigt werden. Die Tabelle zeigt die Voraussetzungen; in der Regel zieht das LBV zusätzlich je Kalenderjahr eine Kostendämpfungspauschale ab.

Antrag stellen beim LBV

Inhalt

Wie beantrage ich Beihilfe in Baden-Württemberg?

Für Beamtinnen und Beamte des Landes führt der Antragsweg über das LBV. So gehen Sie vor:

  1. Zuständige Stelle klären. Entscheidend ist Ihr Dienstherr; die zuständige Beihilfestelle steht auch auf einem vorhandenen Bescheid.
  2. Unterlagen vorbereiten. Wählen Sie den passenden Weg und Vordruck und legen Sie Kopien der Rechnungen und Rezepte bei.
  3. Antrag einreichen. Nutzen Sie die App „Beihilfe BW“ oder den Beihilfeantrag Online im Kundenportal oder schicken Sie den Vordruck LBV 301 per Post. Eine E-Mail gilt nicht als Antrag.
  4. Bescheid prüfen. Achten Sie auf die festgesetzte Beihilfe, den Abzug der Kostendämpfungspauschale und Hinweise zu fehlenden Unterlagen.

Was sollte ich vor dem Absenden prüfen?

  • Frist: Stammen die Rechnungen noch aus einem Jahr, dessen Frist läuft? Aufwendungen aus 2025 können Sie bis Ende 2027 beantragen.
  • Belege: Kopien von Rechnungen und Rezepten genügen; das LBV gibt eingereichte Belege nicht zurück. Originale nur einreichen, wenn das LBV sie ausdrücklich verlangt, etwa im Todesfall.
  • Gesetzlich versichert: Weisen Sie mit einem Vermerk der Krankenkasse nach, was die Kasse bereits erstattet hat oder dass sie nichts zahlt.
  • Vorher anerkennen lassen: Psychotherapie, Kuren, längere Sucht- oder Rehabilitationsbehandlungen und einige weitere Behandlungen sind nur beihilfefähig, wenn das LBV sie vor Beginn anerkannt hat.
  • Größere Anträge: Anträge mit Belegen ab 5.000 Euro bearbeitet das LBV vorrangig; maßgeblich ist die Summe eines einzelnen Antrags.

Welche Formulare brauche ich?

Beim ersten Antrag benötigen Sie den Vordruck LBV 301 und die LBV 301 ANLAGE; danach hängt der Weg davon ab, ob sich etwas geändert hat. Den Papiervordruck LBV 301 erstellt das LBV personalisiert, dafür brauchen Sie Ihre Personalnummer.

Ihre SituationPassender Weg
Sie beantragen erstmals Beihilfe.LBV 301 und LBV 301 ANLAGE vollständig ausgefüllt, mit Nachweisen zur Krankenversicherung für sich, Ehegatten und Kinder; per Post oder als Beihilfeantrag Online
Nichts hat sich seit dem letzten Antrag geändert.App „Beihilfe BW“, Beihilfeantrag Online im Kundenportal oder LBV 301 per Post
Versicherung, Familie oder Zahl der Kinder haben sich geändert.Änderung über das Kundenportal oder mit der LBV 301 ANLAGE mitteilen; die App ist dafür nicht vorgesehen
Sie werden stationär behandelt und das Krankenhaus soll direkt abrechnen.Antrag auf Beihilfe mit Direktabrechnung (LBV 302a), den Sie im Krankenhaus abgeben
Sie wählen die pauschale Beihilfe.Antrag LBV 375 innerhalb der Fünf-Monats-Frist

Für Pflege, Hospiz, Rehabilitation und Vollmachten gibt es eigene Vordrucke. Alle Vordrucke stehen in der amtlichen Vordruckübersicht des LBV.

Welche Unterlagen gehören zum Erstantrag?

Zum ersten Antrag gehören der Vordruck LBV 301, die vollständig ausgefüllte LBV 301 ANLAGE und Nachweise über Ihren Krankenversicherungsschutz, gegebenenfalls auch für Ehegatten und Kinder. Die Aufwendungen weisen Sie mit Kopien der Rechnungen oder Rezepte nach. Wer neu eingestellt wird, findet die wichtigsten Regeln im Merkblatt des LBV für neu eingestellte Beamtinnen und Beamte.

Merkblatt für neu eingestellte Beamtinnen und Beamte

Für Aufwendungen des Ehegatten fragt der Antrag nach dessen Einkünften. Kinder berücksichtigt das LBV, wenn sie bei Ihnen im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig sind. Sind beide Eltern beihilfeberechtigt, erhält die Beihilfe für das Kind, wer das Kindergeld bezieht.

Wie funktionieren App und Kundenportal?

Das LBV bietet zwei elektronische Wege: die App „Beihilfe BW“ und den Beihilfeantrag Online im Kundenportal. In der App fotografieren Sie die Belege oder laden PDF-Rechnungen hoch und senden sie direkt an das LBV. Für beide Wege brauchen Sie einen Zugang zum Kundenportal des LBV; die Zugangsdaten fordern Sie unter Angabe Ihrer Personalnummer an.

Die App setzt voraus, dass sich seit Ihrem letzten Antrag nichts Beihilferelevantes geändert hat, etwa beim Versicherungsschutz oder bei der Zahl der Kinder. Solche Änderungen teilen Sie über das Kundenportal oder schriftlich mit. Nach dem Merkblatt für Neueinstellungen nutzen Sie die App erst, wenn Ihr erster Antrag auf Papier oder online gestellt ist. Den Beihilfeantrag Online können aktive Beamtinnen und Beamte sowie Versorgungsempfänger nutzen.

Welche Frist gilt für den Beihilfeantrag?

Beihilfe erhalten Sie nur, wenn Sie sie vor Ablauf der beiden Kalenderjahre beantragen, die auf das Jahr folgen, in dem die Aufwendungen entstanden sind oder die Rechnung erstmals ausgestellt wurde. Für Aufwendungen aus 2025 läuft die Frist also bis zum Ende des Jahres 2027. Bei bestimmten Leistungen der häuslichen Pflege und bei der Wahlleistungspauschale zählt jeder einzelne Tag, bei der Geburtspauschale der Tag der Geburt oder der Annahme als Kind. Die Frist gilt auch, wenn die Rechnung an eine andere Person adressiert ist. Wer sie versäumt, verliert den Anspruch.

Getrennt davon gelten zwei kürzere Ausschlussfristen von fünf Monaten: für den Antrag auf pauschale Beihilfe und für die Erklärung zu den Wahlleistungen im Krankenhaus. Beide erklärt der Abschnitt zur pauschalen Beihilfe.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Beratung. Prüfen Sie die für Ihren Fall geltenden Voraussetzungen und Antragsfristen rechtzeitig bei Ihrer zuständigen Beihilfestelle.

Wie lange dauert die Bearbeitung?

Das LBV veröffentlicht wöchentlich das Eingangsdatum des ältesten noch unbearbeiteten Beihilfeantrags und die durchschnittliche Bearbeitungsdauer. Dort finden Sie den jeweils aktuellen Stand.

Bearbeitungsstand beim LBV ansehen

Den Status Ihres eigenen Antrags sehen Sie im Kundenportal. Anträge, deren Belege zusammen mindestens 5.000 Euro ergeben, bearbeitet das LBV vorrangig. Muss ein Beleg von Hand geprüft werden, etwa ein Hilfsmittel, kann das LBV unter bestimmten Voraussetzungen die übrigen bereits geprüften Rechnungen als Abschlag vorab auszahlen; diesen Abschlag müssen Sie nicht beantragen.

Wie hoch ist die Beihilfe in Baden-Württemberg?

Baden-Württemberg ordnet jedem Personenkreis einen eigenen Bemessungssatz zu. Erstattet wird dieser Anteil der beihilfefähigen Aufwendungen, nicht automatisch der volle Rechnungsbetrag:

Ihre SituationBemessungssatzVoraussetzung
Beamtin oder Beamter, eigene Aufwendungen50 %ohne Kind oder mit einem berücksichtigungsfähigen Kind; ebenso entpflichtete Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer
Beamtin oder Beamter mit zwei oder mehr Kindern, eigene Aufwendungen70 %Kinder im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig; waren es mindestens drei Kinder, bleibt der Satz auch nach ihrem Wegfall; gilt ebenso für entpflichtete Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer mit zwei oder mehr Kindern oder mit einer weiteren Beihilfeberechtigung, die 70 Prozent ergäbe
Versorgungsempfänger im Ruhestand, Witwe oder Witwer70 %als Versorgungsempfänger beihilfeberechtigt; nicht während einer freiwilligen Weiterarbeit über die Altersgrenze hinaus
Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner70 %nicht selbst beihilfeberechtigt; Einkünfte nicht in beiden Kalenderjahren vor dem Antrag über 20.000 Euro
Kind oder Vollwaise80 %Kind im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig; Waise mit Waisengeld nach dem Satz für Vollwaisen
freiwillig gesetzlich versichert100 % des Rests nach der Kassenleistungdie Kasse hat die übliche Leistung erbracht; nicht bei einem Wahltarif mit Selbstbehalt oder wenn die Kasse nichts zahlt
Pflegeleistungen, wenn die Pflegeversicherung sie zur Hälfte erbringt50 %bis zu den vollen Höchstbeträgen der Pflegeversicherung; für Aufwendungen darüber gilt der persönliche Satz aus dieser Tabelle

Sind beide Ehegatten selbst beihilfeberechtigt, gilt für jeden 50 Prozent, mit mehreren gemeinsamen Kindern 70 Prozent. Die Wahlleistungs-, Geburts- und Todesfallpauschalen zahlt das LBV zu 100 Prozent. Schließt die Krankenversicherung trotz rechtzeitiger Versicherung eine Krankheit individuell aus, erhöht sich der Satz für diese Aufwendungen unter weiteren Voraussetzungen um 20 Prozentpunkte, höchstens auf 90 Prozent. Wer gesetzlich pflichtversichert ist, nimmt die Leistungen der Kasse in Anspruch; Beihilfe gibt es dann nur für Leistungen, die die Kasse grundsätzlich nicht übernimmt, etwa Wahlleistungen im Krankenhaus oder Heilpraktiker.

Was zieht das LBV von der Beihilfe ab?

Für jedes Kalenderjahr, in dem Rechnungen ausgestellt wurden, kürzt das LBV die Beihilfe um eine Kostendämpfungspauschale. Ihre Höhe richtet sich nach der Besoldungsgruppe bei Rechnungsstellung; maßgeblich ist das Rechnungsdatum. Für Hochschulbeamte gelten typischerweise diese Stufen:

BesoldungsgruppeAktive im JahrVersorgungsempfänger im Jahr
A 13 bis A 14, W 1180 Euro140 Euro
A 15 bis A 16, W 2, C 4225 Euro175 Euro
W 3275 Euro210 Euro

Insgesamt reicht die Pauschale für Aktive von 100 bis 480 Euro und für Versorgungsempfänger von 85 bis 330 Euro im Jahr. Kein Abzug gilt in den Besoldungsgruppen A 1 bis A 7 und für selbst beihilfeberechtigte Vollwaisen. Nicht gekürzt werden unter anderem Beihilfen zur Pflege, ausgenommen Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten, sowie Geburts-, Todesfall- und Wahlleistungspauschalen. Seit 2026 gelten außerdem einzelne Selbstbehalte, etwa für Material- und Laborkosten beim Zahnarzt oder je Fahrt bei Fahrtkosten.

Was ist in Baden-Württemberg anders?

Baden-Württemberg verbindet die Beihilfe zu den einzelnen Rechnungen mit einem echten Wahlmodell: Statt der Erstattung einzelner Rechnungen können Beihilfeberechtigte eine pauschale Beihilfe zum Krankenversicherungsbeitrag wählen. Dazu kommen die jährliche Kostendämpfungspauschale und ein Monatsbeitrag für Wahlleistungen im Krankenhaus. Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine neu gefasste Beihilfeverordnung; die Bemessungssätze und die Antragsfrist hat sie nicht verändert. Übernehmen Sie keine Tabellen anderer Länder; einen Vergleich bietet die Beihilfe-Übersicht.

Was gilt für Professoren und andere Hochschulbeamte?

Ob Sie Beihilfe erhalten, hängt von Ihrem Beamtenstatus und Ihrem Dienstherrn ab, nicht von der Bezeichnung Professorin oder Professor. Für verbeamtete Professorinnen und Professoren des Landes gelten die allgemeinen Regeln dieser Seite. Wichtig ist der Zeitpunkt der Berufung: Wird dabei ein Beamtenverhältnis neu begründet oder kommen Sie von einem anderen Dienstherrn, etwa aus einem anderen Bundesland, beginnen die fünfmonatigen Fristen für die pauschale Beihilfe und die Wahlleistungen. Was eine Professur in Baden-Württemberg einbringt, steht unter Professorengehalt Baden-Württemberg.

Wer ist beihilfeberechtigt?

Beihilfeberechtigt sind Beamtinnen und Beamte, Ruhestandsbeamte, Witwen, Witwer und Vollwaisen, solange sie Dienst-, Anwärter-, Entpflichteten- oder Versorgungsbezüge erhalten. Ist das Beamtenverhältnis auf weniger als ein Jahr befristet, besteht kein Anspruch, es sei denn, Sie waren insgesamt mindestens ein Jahr ununterbrochen im öffentlichen Dienst. Während einer Beurlaubung ohne Bezüge besteht kein Anspruch, wenn sie länger als 31 Kalendertage dauert. Tarifbeschäftigte erhalten nach Auskunft des LBV nur Beihilfe, wenn ihr Arbeitsverhältnis vor dem 1. Oktober 1997 begonnen hat und seither ununterbrochen besteht. Bei einer Juniorprofessur auf Zeit, beim Wechsel aus einem anderen Land oder an einem Universitätsklinikum klären Sie früh, welche Stelle für Sie zuständig ist.

Gibt es in Baden-Württemberg eine pauschale Beihilfe?

Ja. Seit dem 1. Januar 2023 können Beihilfeberechtigte statt der Beihilfe zu einzelnen Rechnungen eine pauschale Beihilfe wählen. Das Land zahlt dann einen monatlichen Zuschuss zu einer Krankheitskostenvollversicherung, nicht zur Pflegeversicherung:

Ihre VersicherungPauschale BeihilfeBedingung
freiwillig gesetzlich versichertdie Hälfte Ihres nachgewiesenen KrankenversicherungsbeitragsBeiträge der Angehörigen sind damit abgegolten
privat vollversicherthöchstens die Hälfte des Beitrags im Basistarif, für 2026 höchstens 509 Euro im MonatVersicherungsumfang 100 Prozent; Beiträge der Angehörigen können bis zu diesem Höchstbetrag mitzählen

Auf die pauschale Beihilfe angerechnet werden Beiträge eines anderen Arbeitgebers oder eines Sozialleistungsträgers zur Krankenversicherung, sonstige Zuschüsse zum Krankenversicherungsbeitrag und anteilig Beitragsrückerstattungen der Versicherung; sie mindern die Auszahlung. Änderungen beim Beitrag oder in Ihren Verhältnissen teilen Sie dem LBV unverzüglich mit.

Den Antrag stellen Sie mit dem Vordruck LBV 375 innerhalb einer Ausschlussfrist von fünf Monaten. Sie beginnt mit einer neuen Beihilfeberechtigung, etwa bei einer Neueinstellung, bei der Ernennung von Widerruf auf Probe oder bei einer Versetzung aus einem anderen Bundesland, nicht aber bei der Ernennung auf Lebenszeit. Die Frist läuft ab diesem Tag, auch wenn Sie erst später davon erfahren. Den Versicherungsnachweis können Sie bis zu zwei Monate nach Fristende nachreichen.

Die Entscheidung ist unwiderruflich und gilt auch im Ruhestand und für Ihre Angehörigen. Danach erhalten Sie Beihilfe nur noch zu Aufwendungen bei Pflege und im Todesfall, in besonderen Härtefällen zu einzelnen weiteren Leistungen; Wahlleistungen im Krankenhaus sind ausgeschlossen. Eine neue Möglichkeit, in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln, schafft die pauschale Beihilfe nicht. Welche Länder ein solches Modell anbieten, zeigt die Übersicht der Bundesländer. Zur Wahl der Versicherung siehe Krankenversicherung für Professoren.

Was gilt für Chefarzt und Zweibettzimmer?

Beihilfe zu Wahlleistungen im Krankenhaus, also Chefarztbehandlung und Zweibettzimmer, gibt es nur, wenn Sie innerhalb von fünf Monaten nach Beginn der Beihilfeberechtigung erklären, dass Sie sie in Anspruch nehmen wollen, und dafür monatlich 22 Euro von den Bezügen einbehalten werden. Der Beitrag gilt für Sie und Ihre berücksichtigungsfähigen Angehörigen. Zahlen Sie den Beitrag und verzichten im Krankenhaus auf Wahlleistungen, erhalten Sie stattdessen eine Pauschale: 22 Euro je Tag für die wahlärztliche Behandlung und 11 Euro je Tag für das Zweibettzimmer, jeweils für die Tage, an denen die Leistung abrechenbar gewesen wäre. Wer die Frist versäumt oder die Erklärung widerruft, kann die Wahlleistungen später nur mit einer neuen Beihilfeberechtigung wieder wählen; der Ruhestand eröffnet keine neue Wahl.

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Häufige Fragen

Was kann ich tun, wenn das Krankenhaus eine Vorauszahlung verlangt?

Bei stationären Behandlungen kann das LBV die Beihilfe direkt an das Krankenhaus zahlen, wenn Sie dort den Antrag auf Direktabrechnung abgeben und das Krankenhaus mitmacht. Für gesetzlich Versicherte ist das nicht möglich, weil die Kassenleistung erst nachgewiesen werden muss. Außerdem kann das LBV auf eine zu erwartende Beihilfe einen angemessenen Abschlag zahlen.

Kann ich Originalbelege einreichen?

Das ist nicht nötig. Kopien genügen, und das LBV gibt eingereichte Belege nicht zurück. Originale reichen Sie nur ein, wenn das LBV sie ausdrücklich verlangt, etwa für Aufwendungen im Todesfall.

Erhalte ich Beihilfe für meinen Ehepartner?

Ja, wenn Ihr Ehepartner nicht selbst beihilfeberechtigt ist und seine Einkünfte nicht in beiden Kalenderjahren vor dem Antrag jeweils 20.000 Euro überschritten haben. Für seine Aufwendungen gilt dann ein Satz von 70 Prozent. Die Frage nach den Einkünften im Beihilfeantrag sollten Sie deshalb immer beantworten.

Quellen

Wer über Ihren Antrag entscheidet

Über Ihren Antrag entscheidet das Landesamt für Besoldung und Versorgung Baden-Württemberg (LBV BW) nach dem LBG BW und der BVO BW in der geltenden Fassung; verbindlich ist Ihr Beihilfebescheid.

Beihilfe in anderen Bundesländern