Beihilfe Hamburg: Antrag, Formulare und Beihilfesätze
Für Beamtinnen und Beamte der Freien und Hansestadt Hamburg setzt das Zentrum für Personaldienste (ZPD) die Beihilfe fest. Hier finden Sie die amtlichen Zugänge zu Antrag, Formularen und der App dBeihilfePlus sowie die Regeln zu Frist, Beihilfesätzen und Eigenanteilen. Statt der Beihilfe zu einzelnen Rechnungen können Sie auf Antrag die pauschale Beihilfe wählen: grundsätzlich die Hälfte Ihres Krankenversicherungsbeitrags, bei privater Versicherung begrenzt.
Die Links führen zu den amtlichen Angeboten des Zentrums für Personaldienste Hamburg. Dort finden Sie Anträge, Merkblätter, die Hinweise zur App und zum ersten Antrag sowie den Antrag auf pauschale Beihilfe.

Beihilfe Hamburg auf einen Blick
- Zuständigkeit: Die Beihilfe im ZPD bearbeitet die Anträge der Beamtinnen, Beamten und Versorgungsempfänger Hamburgs. Maßgeblich ist Ihr Dienstherr, nicht Ihr Wohnort.
- Erster Antrag: Den Langantrag mit dem Nachweis Ihres Krankenversicherungsschutzes per Post schicken oder im Kundenzentrum abgeben. Die App nutzen Sie, sobald Sie einmal einen Langantrag per Post eingereicht haben.
- Frist: Sie haben zwei Jahre Zeit, gerechnet ab dem Rechnungsdatum. Entscheidend ist der Eingang beim ZPD.
- Beihilfesatz: Der Satz hängt davon ab, für wen die Aufwendung entsteht und wie viele Kinder berücksichtigt werden; bei Arznei- und Verbandmitteln zieht das ZPD einen kleinen Eigenanteil ab. Die Tabelle zeigt die Voraussetzungen.
- Pauschale Beihilfe: Auf Antrag zahlt Hamburg statt der Beihilfe grundsätzlich die Hälfte Ihres Krankenversicherungsbeitrags mit den Bezügen, bei privater Versicherung begrenzt. Die Wahl ist unwiderruflich.
Wie beantrage ich Beihilfe in Hamburg?
Für Beamtinnen und Beamte der Freien und Hansestadt Hamburg führt der Antragsweg zur Beihilfe im ZPD. So gehen Sie vor:
- Zuständige Stelle klären. Entscheidend ist Ihr Dienstherr; die zuständige Festsetzungsstelle steht auch auf einem vorhandenen Bescheid.
- Antrag ausfüllen. Im Normalfall genügt der Kurzantrag. Den Langantrag nehmen Sie beim ersten Antrag, nach Änderungen bei Familie, Versicherung oder Einkommen Ihres Ehegatten und bei Unfällen und Verletzungen jeder Art. Pflegeaufwendungen rechnen Sie mit dem eigenen Antrag für Pflege und Hospiz und getrennt von den übrigen Belegen ab.
- Antrag einreichen. Nutzen Sie die App dBeihilfePlus, sobald Sie registriert sind und einmal einen Langantrag per Post eingereicht haben, schicken Sie den unterschriebenen Antrag an das ZPD Hamburg, Beihilfe, Postfach 26 19 64, 20509 Hamburg, oder werfen Sie ihn im Kundenzentrum am Normannenweg 36 ein. Per E-Mail nimmt das ZPD seit dem 1. Februar 2025 keine Anträge mehr an.
- Bescheid prüfen. Achten Sie auf die festgesetzte Beihilfe, abgezogene Eigenanteile und Hinweise auf fehlende Unterlagen. Gegen den Bescheid können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen.
Was sollte ich vor dem Absenden prüfen?
- Frist: Ist die älteste Rechnung noch keine zwei Jahre alt? Entscheidend ist der Eingang beim ZPD.
- Belege: Schicken Sie gut lesbare Kopien, keine Originale; das ZPD schickt die Belege nicht zurück. Legen Sie alle Seiten und Anlagen einer Rechnung bei, kopieren Sie nur einen Beleg je Seite und verzichten Sie auf Heft- und Büroklammern. Kassenbons und Belege auf Thermopapier reichen Sie immer als Kopie ein.
- Rezepte: Auf Rezepten aus deutschen Apotheken muss die Pharmazentralnummer des Arzneimittels stehen.
- Originale aufheben: Beträgt die Beihilfe mehr als 500 Euro, bei einer stationären Behandlung oder Heilkur mehr als 1.000 Euro, bewahren Sie die Originale drei Jahre nach dem Empfang der Beihilfe auf. Das entfällt nur, wenn die Originale bei Ihrer Versicherung bleiben und Sie sie dem ZPD auf Anforderung als Original, Kopie oder Reproduktion vorlegen können.
- Ausländische Belege: Legen Sie eine deutsche Übersetzung bei; bei Beträgen über 300 Euro muss sie beglaubigt sein.
- Angehörige als Behandler: Behandelt Sie Ihr Ehegatte, Ihr Lebenspartner, ein Elternteil oder Ihr Kind, gibt es für diese Behandlung keine Beihilfe.
- Unfall: Bei Unfällen und Verletzungen füllen Sie im Langantrag den Abschnitt zu unfall- und verletzungsbedingten Aufwendungen aus. Ein Dienstunfall läuft über die Dienstunfallfürsorge Ihrer Personalabteilung, nicht über die Beihilfe.
Welche Formulare brauche ich?
Für die Beihilfe in Hamburg gibt es einen Kurzantrag als Standardantrag, einen Langantrag für den ersten Antrag und für Änderungen sowie einen eigenen Antrag für Pflege und Hospiz.
| Ihre Situation | Passendes Formular |
|---|---|
| Sie beantragen erstmals Beihilfe. | Langantrag mit Nachweis über den Krankenversicherungsschutz für sich und Ihre berücksichtigungsfähigen Angehörigen |
| Familienstand, Versicherung oder Einkommen Ihres Ehegatten haben sich geändert. | Langantrag, bei geänderter Versicherung mit neuem Versicherungsnachweis |
| Ein Unfall oder eine Verletzung, gleich welcher Art. | Langantrag mit dem Abschnitt zu unfall- und verletzungsbedingten Aufwendungen, bei möglicher Verantwortung Dritter mit Unfallbericht |
| Nichts hat sich geändert, keine Pflegeaufwendungen. | Kurzantrag als Standardantrag oder, nach Registrierung und einem ersten Langantrag per Post, die App dBeihilfePlus |
| Sie oder Angehörige sind dauernd pflegebedürftig. | Antrag Pflege und Hospiz; beim ersten Mal mit dem Einstufungsbescheid der Pflegeversicherung |
| Sie werden stationär in einem zugelassenen Krankenhaus behandelt, das direkt mit dem ZPD abrechnet. | Antrag auf Direktabrechnung zwischen Krankenhaus und ZPD; nicht bei Privatkliniken und Krankenhäusern im Ausland, nicht nach Dienst-, Arbeits-, Kindergarten-, Studien- oder Schulunfällen und nur bei unveränderten Verhältnissen, unverändertem Versicherungsschutz und ohne anderweitige Ansprüche |
| Eine andere Person soll für Sie handeln. | Vordruck Vollmacht |
| Sie wählen die pauschale Beihilfe. | Antrag auf Pauschale Beihilfe, im aktiven Dienst an den Personalservice Ihrer Dienststelle |
Für Psychotherapie, Rehabilitation, Kuren, Zahnersatz und eine Abschlagszahlung gibt es eigene Anträge und Merkblätter. Alle Vordrucke stehen in der amtlichen Formularübersicht des ZPD.
Welche Unterlagen gehören zum Erstantrag?
Zum ersten Antrag gehören der Langantrag, die Belege und ein Nachweis über Ihren Krankenversicherungsschutz und gegebenenfalls den Ihrer berücksichtigungsfähigen Angehörigen. Für Aufwendungen Ihres Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners machen Sie im Antrag Angaben zu dessen Einkünften. Kinder berücksichtigt das ZPD, solange sie in Ihrem Familienzuschlag berücksichtigt werden.
Hinweise zur Antragstellung beim ZPD
Das ZPD überweist die Beihilfe auf das Konto, das bei Ihrem Dienstherrn für die Bezüge hinterlegt ist, und verwendet die dort gespeicherte Adresse. Abweichende Konten oder Adressen verzögern nach Angabe des ZPD die Bearbeitung.
Wie funktioniert die App dBeihilfePlus?
Mit der App dBeihilfePlus reichen Sie Belege für allgemeine Leistungen und für Pflege per Smartphone oder Tablet beim ZPD ein; Pflegeanträge schicken Sie getrennt vom Kurzantrag. Den Beihilfebescheid erhalten Sie weiterhin auf Papier. Voraussetzung ist, dass Sie mindestens einmal einen Langantrag per Post eingereicht haben.
Für die Registrierung brauchen Sie Ihre achtstellige Personalnummer, eine private E-Mail-Adresse und eine Authenticator-App für die Zwei-Faktor-Anmeldung. Den Freischaltcode bekommen Sie per Post; er ist 31 Tage gültig. Den ersten Antrag, unfall- und verletzungsbedingte Aufwendungen und Änderungen Ihrer persönlichen Verhältnisse reichen Sie weiter mit dem Langantrag auf Papier ein. Bei technischen Fragen hilft der Support des App-Anbieters Dataport, bei Fragen zur Beihilfe das ZPD.
Welche Frist gilt für den Beihilfeantrag?
In Hamburg beantragen Sie Beihilfe innerhalb von zwei Jahren nach dem Entstehen der Aufwendungen oder der ersten Ausstellung der Rechnung. Das ZPD rechnet vom Rechnungsdatum, nicht vom Behandlungsdatum, und entscheidend ist der Eingang beim ZPD: Für eine Rechnung vom 2. März 2026 muss der Antrag spätestens am 2. März 2028 dort eingegangen sein, auch wenn die Behandlung schon im Vorjahr war.
Eigene Fristen gelten für Pflege (zwei Jahre nach Ablauf des Monats, in dem gepflegt wurde), für Unterkunft und Verpflegung bei einer Heilkur (zwei Jahre nach dem Kurende), für eine Säuglings- und Kleinkinderausstattung (zwei Jahre nach der Geburt, der Annahme als Kind oder der Aufnahme in den Haushalt) und im Todesfall (zwei Jahre danach). Hat ein Sozialhilfeträger vorgeleistet, beginnt die Frist mit dem Monat nach seiner Zahlung.
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Beratung. Prüfen Sie die für Ihren Fall geltenden Voraussetzungen und Antragsfristen rechtzeitig bei Ihrer zuständigen Beihilfestelle.
Wie lange dauert die Bearbeitung?
Das ZPD veröffentlicht die aktuelle Bearbeitungszeit auf seiner Seite, getrennt für allgemeine Leistungen und für Pflegeaufwendungen, und weist darauf hin, dass sie je nach Leistungsart und Antragseingang schwankt.
Aktuelle Bearbeitungszeit beim ZPD ansehen
Schneller geht es nach Angabe des ZPD, wenn Sie die aktuellen Formulare nutzen, Belege bald nach der Behandlung statt in großen Sammelanträgen schicken, Pflegebelege getrennt einreichen und die App verwenden. Fragen beantwortet die Beihilfe telefonisch unter 040 42805-4500.
Wie hoch ist die Beihilfe in Hamburg?
Hamburg ordnet jedem Personenkreis einen eigenen Bemessungssatz zu; maßgeblich sind die Verhältnisse, wenn die Aufwendung entsteht. Erstattet wird dieser Anteil der beihilfefähigen Aufwendungen, nicht automatisch der volle Rechnungsbetrag:
| Ihre Situation | Bemessungssatz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Beamtin oder Beamter, auch Professoren, sowie entpflichtete Hochschullehrer | 50 % | Grundsatz |
| Beamtin oder Beamter mit mehr als einem Kind | 70 % | mehr als ein Kind im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig |
| Versorgungsempfänger im Ruhestand, Witwe oder Witwer | 70 % | als Versorgungsempfänger beihilfeberechtigt; für entpflichtete Hochschullehrer mit vollen Dienstbezügen gilt nach Angabe des ZPD weiter der Satz von 50 % |
| Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner | 70 % | nicht selbst beihilfeberechtigt; Gesamtbetrag der Einkünfte im Kalenderjahr vor dem Antrag höchstens 20.000 Euro, außer die Versicherung schließt trotz ausreichender und rechtzeitiger Versicherung Leistungen für eine Krankheit individuell aus oder hat sie auf Dauer eingestellt |
| Kind oder Waise | 80 % | Kind im Familienzuschlag berücksichtigt; Waise als solche beihilfeberechtigt |
| freiwillig gesetzlich versichert | 100 % des Rests nach der Kassenleistung | Ansprüche wie Pflichtversicherte; nicht bei einem Zuschuss, Arbeitgeberanteil oder Ähnlichem von mindestens 21 Euro im Monat zum Beitrag und nicht, wenn die Kasse nicht leistet oder ihre Leistung nicht in Anspruch genommen wird |
| Versicherung schließt Leistungen für eine Krankheit aus | plus 20 Prozentpunkte, höchstens 90 % | individueller Ausschluss trotz ausreichender und rechtzeitiger Versicherung oder Leistungen auf Dauer eingestellt; der Versicherer erfüllt die gesetzlichen Mindestbedingungen |
Beihilfefähig ist, was medizinisch notwendig und der Höhe nach angemessen ist. Arzthonorare über dem Schwellenwert der Gebührenordnung erkennt das ZPD nur an, wenn der Arzt besondere Umstände begründet; zahntechnische Leistungen sind nur zu 60 Prozent beihilfefähig, und Beihilfe und andere Leistungen dürfen zusammen die beihilfefähigen Aufwendungen nicht übersteigen. Nicht beihilfefähig sind Wahlleistungen im Krankenhaus wie Chefarztbehandlung oder Ein- und Zweibettzimmer sowie Leistungen von Heilpraktikern einschließlich der von ihnen verordneten Mittel.
Welche Eigenanteile zieht das ZPD ab?
Von verordneten Arznei- und Verbandmitteln zieht das ZPD je Mittel 10 Prozent des Abgabepreises ab, mindestens 5 und höchstens 10 Euro, aber nie mehr als das Mittel kostet. Für Mittel mit einem Festbetrag der gesetzlichen Krankenversicherung ist höchstens dieser Festbetrag beihilfefähig. Nach Angabe des ZPD gilt für Fahrten derselbe Eigenanteil von 10 Prozent, mindestens 5 und höchstens 10 Euro je einfache Fahrt; bei einer Chemo- oder Strahlentherapie wird er nur für die erste und die letzte Behandlungsfahrt einbehalten.
Keinen Abzug gibt es bei Mitteln für berücksichtigungsfähige Kinder, bei Schwangerschaftsbeschwerden und Entbindungen, für Versorgungsempfänger mit Bezügen bis zur Höhe des Mindestruhegehalts, für Personen, die bei vollstationärer Pflege Beihilfe zu Unterkunft und Verpflegung erhalten, und bei besonders preisgünstigen Arzneimitteln, die deshalb in der gesetzlichen Krankenversicherung zuzahlungsfrei sind, wenn die Apotheke das bestätigt. Übersteigen die Abzüge eines Jahres 2 Prozent des jährlichen Einkommens, höchstens 312 Euro für Sie und Ihre berücksichtigungsfähigen Angehörigen zusammen, zieht das ZPD auf Antrag nichts mehr ab. Den Stand der einbehaltenen Beträge finden Sie im letzten Bescheid unter „Nachrichtlich“; wurde bei einer chronischen Krankheit in Dauerbehandlung das Überschreiten der Grenze einmal auf Antrag festgestellt, entfällt der Abzug auf Antrag, solange die Krankheit andauert; das ZPD verlangt dafür jährlich einen ärztlichen Nachweis.
Was ist in Hamburg anders?
Hamburg bietet seit dem 1. August 2018 neben der Beihilfe zu einzelnen Rechnungen eine pauschale Beihilfe zum Krankenversicherungsbeitrag an. Bei Arznei- und Verbandmitteln und bei Fahrten zieht das ZPD Eigenanteile ab, wie sie auch die gesetzliche Krankenversicherung kennt. Wahlleistungen im Krankenhaus und Heilpraktiker sind nicht beihilfefähig, und freiwillig gesetzlich Versicherte ohne Zuschuss zum Beitrag erhalten den Rest nach der Kassenleistung vollständig. Wie die anderen Länder die Beihilfe regeln, zeigt die Beihilfe-Übersicht.
Wie funktioniert die pauschale Beihilfe in Hamburg?
Auf schriftlichen Antrag zahlt Hamburg statt der Beihilfe zu einzelnen Rechnungen eine Pauschale: die Hälfte des nachgewiesenen Krankenversicherungsbeitrags, monatlich zusammen mit den Bezügen. Voraussetzung ist, dass Sie freiwillig gesetzlich oder in vergleichbarem Umfang privat krankenvollversichert sind und auf ergänzende Beihilfen verzichten.
- Höhe: Bei privater Versicherung zählen nur die Beitragsanteile für Leistungen, die denen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen, und höchstens die Hälfte des Höchstbeitrags im Basistarif. Die Beiträge berücksichtigungsfähiger Angehöriger werden eingerechnet, nicht aber die eines Ehegatten über der Einkommensgrenze. Zuschüsse eines Arbeitgebers oder Sozialleistungsträgers zum Beitrag werden abgezogen.
- Bindung: Antrag und Verzicht sind unwiderruflich. Danach gibt es für Sie und Ihre Angehörigen keine Beihilfe zu einzelnen Rechnungen mehr, auch nicht für Leistungen oberhalb des Niveaus der gesetzlichen Krankenversicherung; eine weitergehende Beihilfe kommt nur noch in sehr seltenen Härtefällen in Betracht.
- Pflege: Bei dauernder Pflegebedürftigkeit erhalten Sie und Ihre Angehörigen weiterhin Beihilfe zu den Pflegeaufwendungen. Beiträge zur Pflegeversicherung bezuschusst die Pauschale nicht.
- Beginn: Die Pauschale gibt es nur für die Zukunft, nicht rückwirkend. Beitragsänderungen und Beitragsrückerstattungen teilen Sie unverzüglich mit.
- Wechsel: Wechseln Sie später zwischen gesetzlicher und privater Versicherung, zahlt Hamburg höchstens die bisherige Pauschale weiter. Bei einem neuen Beamtenverhältnis, etwa nach dem Vorbereitungsdienst, entscheiden Sie neu. Bei einem anderen Dienstherrn gilt dessen Beihilferecht; Hamburg zahlt die Pauschale nicht weiter.
- Ruhestand: Die Pauschale bleibt, und zwar weiter in Höhe der Hälfte des Beitrags; gezahlt wird sie dann von der Beamtenversorgung im ZPD.
- Polizei und Feuerwehr: Wer Heilfürsorge erhält, bekommt daneben keine Beihilfe. Die pauschale Beihilfe kommt erst in Betracht, wenn Sie die Heilfürsorge unwiderruflich abgelehnt haben; Beihilfe gibt es dann ab dem folgenden Monat.
Den Antrag schicken Sie im aktiven Dienst an den Personalservice Ihrer Dienststelle, im Ruhestand an die Beamtenversorgung im ZPD. Eine Beratung zur Entscheidung bietet das ZPD nicht an; es verweist auf Krankenkassen, Versicherungen und die Verbraucherzentrale. Nach Angabe des Personalamts ist die Pauschale steuerfrei. Gesetzlich versichern können Sie sich als Beamter nur, wenn Sie die Voraussetzungen für eine freiwillige Versicherung erfüllen; den Beitritt zeigen Sie der Krankenkasse innerhalb von drei Monaten nach der Verbeamtung an.
Häufige Fragen zur pauschalen Beihilfe beim Personalamt (PDF)
Wie andere Länder die pauschale Beihilfe regeln, zeigt die Übersicht der Bundesländer; zur Wahl der Versicherung siehe Krankenversicherung für Professoren.
Was gilt für Professoren und andere Hochschulbeamte?
Ob Sie Beihilfe erhalten, hängt von Ihrem Beamtenstatus und Ihrem Dienstherrn ab, nicht von der Bezeichnung Professorin oder Professor. Für verbeamtete Professoren gelten die Regeln dieser Seite, wenn das ZPD ihre Beihilfe festsetzt; welche Stelle zuständig ist, steht auf dem Bescheid. Im aktiven Dienst erhalten sie 50 Prozent, mit mehr als einem im Familienzuschlag berücksichtigungsfähigen Kind 70 Prozent, im Ruhestand 70 Prozent. Entpflichtete Hochschullehrer behalten nach Angabe des ZPD den Satz von 50 Prozent, weil sie weiterhin volle Dienstbezüge erhalten. Was eine Professur in Hamburg einbringt, steht unter Professorengehalt Hamburg.
Die wichtigste Entscheidung fällt mit der Berufung: individuelle oder pauschale Beihilfe. Weil die Wahl der Pauschale unwiderruflich ist, wirkt sie bis in den Ruhestand. Bei der individuellen Beihilfe steigt Ihr Satz dann auf 70 Prozent, die Pauschale bleibt bei der Hälfte des Beitrags. Holen Sie deshalb vor dem Antrag Angebote der Krankenkasse und der privaten Versicherung für beide Wege ein und rechnen Sie sie bis in den Ruhestand durch. Mehr zum Übergang steht unter Emeritierung und Beamtenpension in Hamburg.
Wer ist beihilfeberechtigt?
Beihilfeberechtigt sind Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, entpflichtete Hochschullehrer und Personen in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis, außerdem Ruhestandsbeamte, frühere Beamte, die wegen Dienstunfähigkeit oder Erreichens der Altersgrenze entlassen wurden, sowie Witwen, Witwer, hinterbliebene Lebenspartner und Kinder. Der Anspruch besteht, solange Bezüge gezahlt werden oder nur wegen Ruhens- oder Anrechnungsvorschriften nicht ausgezahlt werden, auch während einer Elternzeit und einer Freistellung zur Pflege naher Angehöriger. Ist das Dienstverhältnis auf weniger als ein Jahr befristet, gibt es keine Beihilfe, es sei denn, Sie sind insgesamt mindestens ein Jahr ununterbrochen im öffentlichen Dienst beschäftigt. Ehrenbeamte sind ausgenommen.
Tarifbeschäftigte erhalten nach Angabe des ZPD nur dann Beihilfe, wenn Hamburg sie vor dem 1. April 1999 eingestellt hat; angestellte Professoren erhalten keine Beihilfe nach dem Beamtenrecht. Ihr Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner ist berücksichtigungsfähig, solange er nicht selbst beihilfeberechtigt ist und seine Einkünfte die Einkommensgrenze nicht übersteigen; über der Grenze bleibt er es nur für Krankheiten, für die seine Versicherung trotz ausreichender und rechtzeitiger Versicherung individuell keine Leistungen erbringt oder die Leistungen auf Dauer eingestellt hat. Bei einer Juniorprofessur auf Zeit, beim Wechsel aus einem anderen Land oder an einem Universitätsklinikum klären Sie früh, welche Stelle für Sie zuständig ist.
Häufige Fragen
Kann ich den Beihilfeantrag in Hamburg per E-Mail einreichen?
Nein, seit dem 1. Februar 2025 nicht mehr. Es bleiben drei Wege: die App dBeihilfePlus, sobald Sie registriert sind und einmal einen Langantrag per Post eingereicht haben, der Postweg mit dem unterschriebenen Vordruck und die Abgabe im Kundenzentrum des ZPD. Den ersten Antrag und Änderungen reichen Sie mit dem Langantrag auf Papier ein. Die Zwei-Jahres-Frist läuft unabhängig vom Weg weiter; maßgeblich ist der Eingang beim ZPD, nicht das Absendedatum.
Brauche ich für weitere Rechnungen ein Ergänzungsblatt?
Nein. Die aktuelle Formularübersicht des ZPD führt kein eigenes Ergänzungsblatt: Im Normalfall reichen Sie Ihre Belege mit dem Kurzantrag ein, ohne sie einzeln einzutragen, beim ersten Antrag und nach Änderungen mit dem Langantrag. Über die App fotografieren Sie die Belege und brauchen keinen Papiervordruck.
Welcher Beihilfesatz gilt für Professoren in Hamburg?
Im aktiven Dienst 50 Prozent, mit mehr als einem berücksichtigungsfähigen Kind 70 Prozent, im Ruhestand ebenfalls 70 Prozent; entpflichtete Hochschullehrer behalten nach Angabe des ZPD 50 Prozent. Der Satz gilt für die beihilfefähigen Aufwendungen, nicht für die volle Rechnung. Wer die pauschale Beihilfe gewählt hat, erhält statt eines Satzes die Pauschale: die Hälfte des nachgewiesenen Krankenversicherungsbeitrags, bei privater Versicherung begrenzt auf den Anteil für Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und den halben Höchstbeitrag im Basistarif. Im Ruhestand bleibt es bei der Hälfte des dann zu zahlenden Beitrags; einen höheren Anteil wie bei der individuellen Beihilfe gibt es nicht.
Was bleibt vom W-Gehalt, wenn PKV-Beitrag und Beihilfe zusammenkommen?
Der Beitrag der privaten Krankenversicherung hängt vom Eintrittsalter, vom Tarif und vom Beihilfesatz ab, den er ergänzt. Was vom Hamburger W-Brutto bleibt, wenn Sie Ihren Beitrag eintragen, zeigt der Gehaltsrechner: W 2 in Hamburg mit PKV berechnen oder W 3 in Hamburg mit PKV berechnen. Die Beihilfe selbst setzt das ZPD im Bescheid fest; die Grundgehälter stehen unter Professorengehalt Hamburg.
Quellen
Wer über Ihren Antrag entscheidet
Über Ihren Antrag entscheidet das ZPD Hamburg nach dem HmbBG und der Hamburgischen Beihilfeverordnung in der geltenden Fassung; verbindlich ist Ihr Beihilfebescheid.
- Hamburgisches Beamtengesetz (HmbBG): § 80 mit Beihilfeberechtigung und Angehörigen (Abs. 2), Anrechnung von Kassenleistungen (Abs. 5), Antragsfrist mit Sonderfristen (Abs. 6), Bemessungssätzen einschließlich 100 % für freiwillig gesetzlich Versicherte (Abs. 9), pauschaler Beihilfe (Abs. 10) und Ausschlüssen wie Einkommensgrenze, Wahlleistungen und Heilpraktiker (Abs. 12 Satz 2 Nr. 1), Fassung vom 19.11.2024, gültig ab 30.11.2024, landesrecht-hamburg.de, abgerufen am 28.10.2026.
- Hamburgische Beihilfeverordnung (HmbBeihVO): § 2 Beihilfefähigkeit (Schwellenwert, Einkommensgrenze), § 3 Begrenzung, § 4 Verfahren (Kopien, Übersetzungen, Aufbewahrung), § 8 Arznei- und Verbandmittel mit Eigenanteil und Belastungsgrenze, § 18 Krankenhausleistungen (Wahlleistungen); gültige Fassungen: § 2 ab 01.01.2024, § 3 ab 01.02.2020, §§ 4, 8 und 18 ab 01.01.2025, landesrecht-hamburg.de, abgerufen am 28.10.2026.
- Zentrum für Personaldienste, Beihilfe: Antrag richtig stellen, Anträge und Merkblätter, FAQ Beihilfe (Version 25.08.2026), App dBeihilfePlus mit FAQ (10-2026), Bearbeitungszeit, Direktabrechnung Krankenhaus, Pflege, Kontakt, Kurzantrag (Stand 01.08.2025), jeweils abgerufen am 28.10.2026.
- Personalamt, Pauschale Beihilfe: Grundlagen, FAQ (Stand Januar 2026) und Merkblatt (Stand Januar 2024), abgerufen am 28.10.2026.