Beihilfe Rheinland-Pfalz: Antrag, Formulare und Beihilfesätze

Für Beamtinnen und Beamte des Landes Rheinland-Pfalz setzt die Beihilfestelle des Landesamts für Finanzen in Koblenz die Beihilfe fest. Hier finden Sie die amtlichen Zugänge zu Formularen und zur eBeihilfe sowie die Regeln zu Frist, Beihilfesätzen und Kostendämpfungspauschale. Eine pauschale Beihilfe gibt es in Rheinland-Pfalz nicht; wer Beihilfe für Chefarzt und Zweibettzimmer will, muss das nach der Ernennung rechtzeitig erklären.

Die Links führen zu den amtlichen Angeboten des Landesamts für Finanzen Rheinland-Pfalz. Dort finden Sie die Vordrucke, die eBeihilfe für den elektronischen Antrag, den vierseitigen Antrag für den ersten Antrag und die Erklärung, mit der Sie Beihilfe für Chefarzt und Zweibettzimmer wählen.

Von Aktualisiert: 30. Oktober 2026 · Quellenstand 10/2026
Eine Frau prüft Unterlagen an einem Schreibtisch mit Laptop.

Beihilfe Rheinland-Pfalz auf einen Blick

  • Zuständigkeit: Die Beihilfestelle des Landesamts für Finanzen in Koblenz mit ihrer Außenstelle in Neustadt an der Weinstraße setzt die Beihilfe für die Beamtinnen, Beamten und Versorgungsempfänger des Landes fest; maßgeblich ist Ihr Dienstherr, nicht Ihr Wohnort.
  • Erster Antrag: Für den ersten Antrag nehmen Sie den vierseitigen Antrag auf Beihilfe; wann danach der vereinfachte Antrag genügt, erklärt der Abschnitt zu den Formularen.
  • Frist: Sie haben zwei Jahre ab dem Entstehen der Aufwendungen Zeit, aber nie weniger als zwei Jahre ab der ersten Ausstellung der Rechnung; maßgeblich ist der Eingang bei der Beihilfestelle.
  • Beihilfesatz: Wie viel Beihilfe Sie erhalten, hängt von Ihrer Situation ab; die Tabelle im Abschnitt zu den Beihilfesätzen nennt jeden Satz mit seinen Voraussetzungen.
  • Kostendämpfungspauschale: Einmal im Jahr zieht das Land einen nach Besoldungsgruppe gestaffelten Betrag von der Beihilfe ab; Höhe, Minderungen und Ausnahmen erklärt der Abschnitt zur Kostendämpfungspauschale.

Vordrucke zur Beihilfe

Inhalt

Wie beantrage ich Beihilfe in Rheinland-Pfalz?

Als Beamtin oder Beamter des Landes Rheinland-Pfalz beantragen Sie Beihilfe bei der Beihilfestelle des Landesamts für Finanzen, auf Papier per Post oder elektronisch über die eBeihilfe. Beamte von Gemeinden, Landkreisen und anderen Dienstherren im Land erfahren bei ihrem Dienstherrn, welche Stelle ihre Beihilfe festsetzt; die folgenden Wege gelten für das Landesamt. So gehen Sie vor:

  1. Formular wählen. Nehmen Sie den vierseitigen Antrag auf Beihilfe oder den vereinfachten Antrag; welcher passt, zeigt die Formulartabelle. Den Papierantrag unterschreiben Sie handschriftlich, Sie selbst oder eine von Ihnen bevollmächtigte Person.
  2. Belege beilegen. Legen Sie die Rechnungen und Rezepte bei; was dabei gilt, steht in der Checkliste.
  3. Antrag einreichen. Schicken Sie den Antrag an das Landesamt für Finanzen, Beihilfestelle, Postfach 10 04 32, 56034 Koblenz, oder geben Sie ihn in Koblenz oder Neustadt an der Weinstraße ab. Elektronisch reichen Sie ihn über die eBeihilfe ein; per E-Mail oder Telefax ist ein Antrag nicht möglich.
  4. Bescheid prüfen. Achten Sie auf die anerkannten Beträge, den Abzug der Kostendämpfungspauschale und Hinweise auf fehlende Unterlagen.

Was sollte ich vor dem Absenden prüfen?

  • Kopien statt Originale: Reichen Sie Duplikate, Zweitschriften oder gut lesbare Kopien ein, je Blatt einen Beleg und bei Angaben auf der Rückseite auch diese, lose und ohne Klammer oder Hülle. Die Beihilfestelle scannt die Belege, schickt sie nicht zurück und vernichtet sie.
  • Belege nachreichen: Zu einem bereits eingereichten Antrag können Sie keine Belege nachreichen; stellen Sie dafür einen neuen Antrag.
  • Unfall: Hängen Aufwendungen mit einem Unfall, einer Verletzung oder Schädigung zusammen, nehmen Sie den vierseitigen Antrag und füllen die Angaben zum Unfall aus.
  • Nur Beihilfe im Umschlag: Legen Sie keine Unterlagen für Besoldung, Versorgung oder Kindergeld bei.

Welche Formulare brauche ich?

Das Landesamt für Finanzen stellt seine Vordrucke zur Beihilfe auf seiner Internetseite bereit; mit jedem Beihilfebescheid erhalten Sie außerdem einen vorausgefüllten vereinfachten Antrag.

Ihre SituationPassendes Formular
Sie beantragen erstmals Beihilfe in Rheinland-Pfalz.Antrag auf Beihilfe, vierseitig; Unterlagen unter Erstantrag
Seit Ihrem letzten vierseitigen Antrag hat sich etwas geändert bei Ausbildung oder Beschäftigung, Versicherung, Beitragsanteilen oder -zuschüssen, Pflege, Beurlaubung, Familienstand oder Familienzuschlag, den Einkünften des Ehegatten oder Lebenspartners, einem Rentenbezug, der Anschrift oder der Bankverbindung, oder Aufwendungen hängen mit einem Unfall, einer Verletzung oder Schädigung zusammen.Antrag auf Beihilfe, vierseitig
Keiner dieser Fälle liegt vor.Vereinfachter Antrag auf Beihilfe, auf Papier oder über die eBeihilfe
Sie wollen Beihilfe für Chefarzt und Zweibettzimmer.Erklärung zur Inanspruchnahme von Wahlleistungen; Frist und Kosten unter Wahlleistungen
Eine Psychotherapie oder eine Implantatversorgung ist geplant.Antrag auf Anerkennung der Beihilfefähigkeit für Psychotherapie beziehungsweise Vordruck zu Implantaten; wann eine Anerkennung vorher nötig ist, steht im Abschnitt zu den Beihilfesätzen
Eine andere Person soll für Sie handeln.Vollmacht allgemein oder für Angehörige

Alle Vordrucke stehen auf der Vordruckseite des Landesamts für Finanzen. Eine Abschlagszahlung beantragen Sie formlos (Häufige Fragen).

Welche Unterlagen gehören zum Erstantrag?

Zum ersten Antrag gehören der vollständig ausgefüllte und unterschriebene vierseitige Antrag auf Beihilfe und die Belege als Kopie, dazu Nachweise Ihrer Krankenversicherung und der Ihrer Angehörigen, auch über Ergänzungstarife und Auslandsreiseversicherungen; ändert sich daran später etwas, legen Sie neue Nachweise dem vierseitigen Antrag bei. Wollen Sie Aufwendungen Ihres Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners geltend machen, beantworten Sie im vierseitigen Antrag die Fragen zu seinen Einkünften; auf Verlangen weisen Sie sie nach, in der Regel mit dem Einkommensteuerbescheid.

Vordrucke zur Beihilfe beim Landesamt für Finanzen

Wer Beihilfe für Wahlleistungen im Krankenhaus will, gibt zusätzlich in den ersten drei Monaten die Erklärung dazu ab (Wahlleistungen).

Wie funktioniert die eBeihilfe?

Mit der eBeihilfe reichen Sie Ihren Antrag elektronisch ein: Sie fotografieren die Belege mit der Handy-App oder laden sie über das eBeihilfe-Portal am Computer hoch. Vor der ersten Nutzung registrieren Sie sich in der App oder im Portal; wer das frühere Portal für elektronische Bescheide schon nutzte, ist automatisch freigeschaltet. Bei jedem Antrag entscheiden Sie neu, ob Sie ihn auf Papier oder elektronisch stellen.

Registrierte Nutzer erhalten ihre Beihilfebescheide nur noch elektronisch in der eBeihilfe und werden per E-Mail benachrichtigt; ohne eBeihilfe kommt der Bescheid per Post. Bei Fragen zur App und zum Portal hilft das Landesamt unter 0261 4933-37700.

eBeihilfe-Portal des Landesamts für Finanzen

Welche Frist gilt für den Beihilfeantrag?

In Rheinland-Pfalz beantragen Sie Beihilfe innerhalb von zwei Jahren nach dem Entstehen der Aufwendungen, wobei die Frist nicht vor Ablauf von zwei Jahren nach der ersten Ausstellung der Rechnung endet; entstanden ist eine Aufwendung, wenn die Leistung erbracht wurde, bei Rezepten am Tag der Einlösung in der Apotheke, und der Antrag muss in dieser Zeit bei der Beihilfestelle eingehen. Für eine Behandlung vom 2. März 2026, die am selben Tag abgerechnet wird, muss der Antrag also spätestens am 2. März 2028 beim Landesamt eingegangen sein. Danach ist der Anspruch erloschen; eine Wiedereinsetzung gibt es nicht. Einen Mindestbetrag gibt es nicht: Sie können auch für kleine Beträge einen Antrag stellen.

Eigene Fristbeginne gelten bei der Pauschalbeihilfe für häusliche Pflege (letzter Tag des Monats, in dem gepflegt wurde), bei einer Heilkur (Tag nach ihrem Ende), bei der Pauschale zur Geburt (Tag der Geburt, Annahme als Kind oder Aufnahme in den Haushalt) und wenn ein Sozialhilfeträger vorgeleistet hat (Erster des Monats nach seiner Zahlung).

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Beratung. Prüfen Sie die für Ihren Fall geltenden Voraussetzungen und Antragsfristen rechtzeitig bei Ihrer zuständigen Beihilfestelle.

Wie lange dauert die Bearbeitung?

Das Landesamt für Finanzen veröffentlicht wöchentlich, Anträge mit welchem Eingangsdatum es gerade bearbeitet, getrennt für die allgemeine Beihilfe und für die Pflege. Weil die Anträge in Fachgruppen bearbeitet werden, kann ein jüngerer Antrag vor einem älteren beschieden werden; Rückfragen zum Stand bittet das Landesamt erst zu stellen, wenn Ihr Antrag älter ist als der veröffentlichte Stand.

Aktuellen Bearbeitungsstand beim Landesamt für Finanzen ansehen

Fragen beantwortet die Beihilfe-Informationsstelle unter 0261 4933-81000; schriftlich erreichen Sie die Beihilfestelle über das Kontaktformular des Landesamts. Halten Sie Ihre achtstellige Personalnummer bereit.

Wie hoch ist die Beihilfe in Rheinland-Pfalz?

Rheinland-Pfalz legt die Bemessungssätze in seiner Beihilfenverordnung fest; maßgeblich ist der Satz zu dem Zeitpunkt, zu dem die Leistung erbracht wird. Erstattet wird dieser Anteil der beihilfefähigen Aufwendungen, nicht automatisch der volle Rechnungsbetrag:

Ihre SituationBemessungssatzVoraussetzung
Beamtin oder Beamter, auch Professoren50 %Grundsatz, auch mit einem Kind
Beamtin oder Beamter mit zwei oder mehr Kindern70 %Kinder im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig; sind beide Eltern beihilfeberechtigt, nur für den, der den kinderbezogenen Anteil im Familienzuschlag bezieht, es sei denn, dem anderen steht schon aus anderem Grund 70 % zu
Versorgungsempfänger im Ruhestand, Witwe, Witwer oder hinterbliebener Lebenspartner70 %Anspruch auf laufende Versorgungsbezüge
Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner70 %nicht selbst beihilfeberechtigt; Einkünfte, auch vergleichbare ausländische, im zweiten Kalenderjahr vor dem Antrag höchstens 22.000 Euro; für Geburtsfälle gilt die Grenze nicht
Kind oder Waise80 %Kind im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig; Waise als solche beihilfeberechtigt
freiwillig gesetzlich versichert100 % des Rests nach der KassenleistungBeitrag in voller Höhe selbst getragen und gleiche Leistungsansprüche wie Pflichtversicherte; nur für Aufwendungen, zu denen die Krankenkasse etwas leistet, was ein Stempel auf dem Beleg oder eine Abrechnung der Kasse zeigen muss; ohne Kassenleistung gilt der Satz aus dieser Tabelle
Versicherung schließt Leistungen für eine Krankheit ausplus 20 Prozentpunkte, höchstens 90 %trotz ausreichender und rechtzeitiger Versicherung individueller Ausschluss wegen angeborener Leiden oder bestimmter Krankheiten oder Leistungen auf Dauer eingestellt; der Versicherer erfüllt die gesetzlichen Mindestbedingungen

Die Einkommensgrenze für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner ist in Rheinland-Pfalz ein fester Betrag im Gesetz. Liegen die Einkünfte im laufenden Jahr voraussichtlich unter der Grenze, obwohl sie im zweiten Jahr davor darüber lagen, gibt es die Beihilfe für den Ehegatten unter Vorbehalt; übersteigen die Einkünfte die Grenze doch, zahlen Sie sie zurück.

Beihilfefähig ist, was medizinisch notwendig und der Höhe nach angemessen ist. Vorher anerkennen muss die Beihilfestelle eine Psychotherapie, außer bei einer Kurzzeittherapie mit höchstens 24 Sitzungen, sowie eine Sanatoriumsbehandlung und eine Heilkur. Ohne eine der besonderen Indikationen der Beihilfenverordnung sind höchstens zwei Implantate je Kiefer beihilfefähig, vorhandene eingerechnet, und für eine kieferorthopädische Behandlung legen Sie einen Heil- und Kostenplan vor. Für aufwendigen Zahnersatz und Implantate gilt eine Wartezeit: Bei Behandlungsbeginn müssen Sie ein Jahr ununterbrochen im öffentlichen Dienst sein; Ausnahmen gelten unter anderem nach einem Unfall und wenn Sie zuvor mindestens drei Jahre ununterbrochen im öffentlichen Dienst waren.

Was gilt bei Chefarzt und Zweibettzimmer?

Beihilfe für Wahlleistungen im Krankenhaus, also Chefarztbehandlung und Zweibettzimmer, erhalten Sie in Rheinland-Pfalz nur, wenn Sie das innerhalb von drei Monaten nach Beginn oder Umwandlung Ihres Beamtenverhältnisses oder nach Ihrer Versetzung oder Abordnung nach Rheinland-Pfalz erklären und dafür 26 Euro im Monat zahlen. Der Betrag wird von Ihren Bezügen einbehalten und deckt Ihre berücksichtigungsfähigen Angehörigen mit ab.

  • Frist verpasst: Danach ist eine Erklärung erst beim nächsten dieser Anlässe wieder möglich; der Ruhestand ist kein solcher Anlass. Für Witwen, Witwer und Waisen gilt eine Frist von sechs Monaten ab Beginn ihres Anspruchs auf Hinterbliebenenversorgung.
  • Widerruf: Sie können die Erklärung jederzeit zum Ersten des Folgemonats ohne Begründung widerrufen; ein späterer Wiedereinstieg ist dann nur bei einem neuen Anlass möglich.
  • Was erstattet wird: die Arztrechnungen nach der Gebührenordnung und die Unterkunft bis zu den Kosten eines Zweibettzimmers, gekürzt um 12 Euro je Tag.
  • Vor der Aufnahme: Die Wahlleistungsvereinbarung mit dem Krankenhaus muss vor der Behandlung schriftlich geschlossen sein.

Was ist in Rheinland-Pfalz anders?

Rheinland-Pfalz hat eine eigene Beihilfenverordnung und regelt die Grundsätze im Landesbeamtengesetz. Die Besonderheiten sind die Antragsfrist von zwei Jahren ohne Mindestbetrag, die jährliche Kostendämpfungspauschale, die Wahlleistungen nur gegen 26 Euro im Monat und der elektronische Antrag über die eBeihilfe. Leistungen von Heilpraktikern sind bis zu den Höchstbeträgen der Beihilfenverordnung beihilfefähig. Wie die anderen Länder die Beihilfe regeln, zeigt die Beihilfe-Übersicht.

Wie hoch ist die Kostendämpfungspauschale in Rheinland-Pfalz?

Rheinland-Pfalz kürzt die Beihilfe einmal je Kalenderjahr um eine Kostendämpfungspauschale, deren Höhe sich nach der Besoldungsgruppe richtet: Bei voller Arbeitszeit sind es 300 Euro bei W 1, 450 Euro bei W 2 und 600 Euro bei W 3. Der Betrag sinkt um 40 Euro für jedes berücksichtigungsfähige Kind. Abgezogen wird er von der Beihilfe zu den Rechnungen, die in diesem Kalenderjahr ausgestellt wurden.

StufeBesoldungsgruppenPauschale je Jahr
1A 7 und A 8100 Euro
2A 9 bis A 11150 Euro
3A 12 bis A 15, B 1, C 1 und C 2, H 1 bis H 3, R 1, W 1300 Euro
4A 16, B 2 und B 3, C 3, H 4 und H 5, R 2 und R 3, W 2450 Euro
5B 4 bis B 7, C 4, R 4 bis R 7, W 3600 Euro
6höhere Besoldungsgruppen750 Euro

Wann mindert sich die Kostendämpfungspauschale, und wann entfällt sie?

Die Pauschale sinkt um 40 Euro je berücksichtigungsfähigem Kind, bei beihilfeberechtigten Eltern bei beiden. Im Ruhestand gilt der Betrag der Besoldungsgruppe, nach der die Versorgung berechnet wird, multipliziert mit Ihrem Ruhegehaltssatz.

  • Weitere Minderungen: bei verringerter Arbeitszeit im selben Verhältnis wie die Arbeitszeit und bei begrenzter Dienstfähigkeit im Verhältnis der gezahlten Bezüge; im Ruhestand höchstens 70 Prozent des Betrags aus der Tabelle; bei Witwen, Witwern und hinterbliebenen Lebenspartnern 55 Prozent des Ruhegehaltssatzes, höchstens 40 Prozent des Betrags.
  • Keine Pauschale zahlen: Besoldungsgruppen unterhalb von A 7, Anwärter, Waisen, Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse, Witwen, Witwer und hinterbliebene Lebenspartner im Jahr, in dem ihr Anspruch entsteht, und wer den ersten Antrag des Jahres in der Elternzeit stellt, ohne während der Elternzeit in Teilzeit zu arbeiten.
  • Kein Abzug bei: Früherkennung und Impfungen, Schwangerschaftsüberwachung, Schwangerschaftsgymnastik und Arzneimitteln in der Schwangerschaft, der Pauschale zur Geburt, dauernder Pflegebedürftigkeit und Unfällen, für die ein Dritter haftet und der Schadensersatzanspruch auf das Land übergeht.

Beginnt oder endet Ihr Beamtenverhältnis im Lauf des Jahres, wird die Pauschale trotzdem in voller Höhe abgezogen; hat ein früherer Dienstherr im selben Jahr schon eine vergleichbare Pauschale abgezogen, wird sie angerechnet.

Warum zählt in Rheinland-Pfalz der erste Antrag des Jahres?

Weil die Höhe der Pauschale für das ganze Kalenderjahr nach Ihren Verhältnissen beim ersten Antrag des Jahres festgesetzt wird; ändern sich Besoldungsgruppe, Arbeitszeit oder Kinderzahl später im Jahr, bleibt es bei diesem Betrag. Stellen Sie in einem Jahr keinen Antrag, gelten die Verhältnisse beim ersten Antrag im Folgejahr.

Welchem Jahr eine Rechnung zugeordnet wird, richtet sich allein nach dem Rechnungsdatum, nicht nach dem Behandlungstag: Eine Behandlung im Dezember, die erst im Januar abgerechnet wird, zählt zum neuen Jahr.

Was gilt für Professoren und andere Hochschulbeamte?

Ob Sie Beihilfe erhalten, hängt von Ihrem Beamtenstatus und Ihrem Dienstherrn ab, nicht von der Bezeichnung Professorin oder Professor. Für die verbeamteten Professorinnen und Professoren des Landes setzt die Beihilfestelle des Landesamts für Finanzen die Beihilfe fest; welche Stelle für Sie zuständig ist, steht auf Ihrem Bescheid oder erfahren Sie bei der Personalstelle Ihrer Hochschule. Welcher Beihilfesatz für Sie gilt, steht mit allen Voraussetzungen in der Tabelle im Abschnitt Wie hoch ist die Beihilfe in Rheinland-Pfalz?. Was eine Professur dort einbringt, steht unter Professorengehalt Rheinland-Pfalz.

Zwei Entscheidungen fallen mit der Berufung. Erstens die Krankenversicherung: privat mit Beihilfe oder freiwillig gesetzlich, wobei es in Rheinland-Pfalz keinen Zuschuss des Dienstherrn zum Kassenbeitrag gibt (pauschale Beihilfe). Zweitens die Wahlleistungen, die Sie nur in den ersten drei Monaten erklären können. Rechnen Sie außerdem mit der Kostendämpfungspauschale Ihrer W-Besoldungsgruppe. Mehr zum Übergang in den Ruhestand steht unter Beamtenpension in Rheinland-Pfalz.

Wer ist beihilfeberechtigt?

Beihilfeberechtigt sind Beamtinnen und Beamte, Ruhestandsbeamte, frühere Beamte, die wegen Dienstunfähigkeit oder Erreichens der Altersgrenze entlassen wurden oder wegen Ablaufs der Dienstzeit ausgeschieden sind, sowie ihre Witwen, Witwer, hinterbliebenen Lebenspartner und Waisen, solange sie laufende Bezüge erhalten; die Berechtigung bleibt auch in der Elternzeit, bei einem Urlaub ohne Bezüge von höchstens 30 Tagen und wenn Bezüge nur wegen Ruhens-, Anrechnungs- oder Kürzungsvorschriften nicht gezahlt werden. Keine Beihilfe erhalten Ehrenbeamte und Beamte auf Zeit, die für weniger als ein Jahr beschäftigt werden, es sei denn, sie stehen schon länger als ein Jahr ununterbrochen im öffentlichen Dienst.

Ihr Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner ist unter den Voraussetzungen berücksichtigungsfähig, die die Tabelle der Beihilfesätze nennt. Kinder sind berücksichtigungsfähig, solange sie im Familienzuschlag berücksichtigt werden; ist ein Kind bei zwei Beihilfeberechtigten berücksichtigungsfähig, beantragt die Beihilfe für das Kind, wer den kinderbezogenen Anteil im Familienzuschlag bezieht. Angestellte Professoren erhalten keine Beihilfe nach dem Beamtenrecht. Bei einem Wechsel vom Bund oder aus einem anderen Land nach Rheinland-Pfalz gilt ab der Versetzung das Recht des Landes; was beim Bund galt, steht unter Beihilfe beim Bund. Zur Akademischen Rätin und zum Akademischen Rat in Rheinland-Pfalz siehe Akademischer Rat in Rheinland-Pfalz.

Gibt es in Rheinland-Pfalz eine pauschale Beihilfe?

Nein. Rheinland-Pfalz gewährt Beihilfe zu den einzelnen Aufwendungen; eine pauschale Beihilfe zum Krankenversicherungsbeitrag, wie sie einige andere Länder anbieten, sehen weder das Landesbeamtengesetz noch die Beihilfenverordnung vor. Einen Zuschuss des Dienstherrn zum Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es nicht.

Sind Sie freiwillig gesetzlich versichert, erstattet die Beihilfe den Rest nach der Kassenleistung, wie in der Tabelle der Beihilfesätze beschrieben; Leistungen, die auf Ihren Wunsch über die Kassenleistung hinausgehen, sind nicht beihilfefähig, und bei Zahnersatz wird stets der höchstmögliche Festzuschuss der Kasse abgezogen. Eine Kostendämpfungspauschale zahlen Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse nicht. Welche Länder eine pauschale Beihilfe anbieten, zeigt die Übersicht der Bundesländer. Zur Wahl der Versicherung siehe Krankenversicherung für Professoren.

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Häufige Fragen

Muss ich Rechnungen selbst bezahlen?

Bei privat abgerechneten Leistungen ja: Sie schulden dem Arzt oder Krankenhaus die Rechnung selbst und reichen sie danach bei Beihilfe und Versicherung ein. Bei einem Aufenthalt in einem zugelassenen Krankenhaus können Sie stattdessen eine Direktabrechnung beantragen; dann überweist die Beihilfestelle ihren Anteil unmittelbar an das Krankenhaus.

Was kann ich tun, wenn eine Rechnung sehr hoch ist?

Beantragen Sie eine Abschlagszahlung. Das geht formlos mit dem Rezept und dem voraussichtlichen Preis oder mit der Rechnung; das Landesamt bittet, den Antrag über sein Kontaktformular zu schicken und nicht über die eBeihilfe. Der Abschlag wird unter Vorbehalt auf Ihr Bezügekonto gezahlt, eine Überzahlung fordert das Landesamt zurück.

Darf jemand anderes die Beihilfe für mich beantragen?

Ja, mit einer Vollmacht auf dem Vordruck des Landesamts; für Angehörige und für minderjährige Kinder gibt es eigene Vordrucke. Was bei der Unterschrift gilt, steht im Abschnitt zum Antrag.

Was bleibt vom W-Gehalt, wenn PKV-Beitrag und Beihilfe zusammenkommen?

Der Beitrag der privaten Krankenversicherung hängt vom Eintrittsalter, vom Tarif und vom Beihilfesatz ab, den er ergänzt. Was vom W-Brutto in Rheinland-Pfalz bleibt, wenn Sie Ihren Beitrag eintragen, zeigt der Gehaltsrechner: W 2 in Rheinland-Pfalz mit PKV berechnen oder W 3 in Rheinland-Pfalz mit PKV berechnen. Die Beihilfe selbst und die Kostendämpfungspauschale zieht der Rechner nicht ab; beides setzt das Landesamt für Finanzen im Bescheid fest.

Quellen

Wer über Ihren Antrag entscheidet

Über Ihren Antrag entscheidet Ihre Beihilfestelle, für die Beamtinnen und Beamten des Landes die Beihilfestelle des Landesamts für Finanzen, nach dem Landesbeamtengesetz und der Beihilfenverordnung Rheinland-Pfalz; verbindlich ist Ihr Beihilfebescheid.

  • Landesbeamtengesetz Rheinland-Pfalz (LBG): Gesamtausgabe vom 20.10.2010, zuletzt geändert durch Gesetz vom 19.11.2025, insbesondere § 66 Beihilfen mit Berechtigten (Abs. 1), Angehörigen und Einkommensgrenze (Abs. 2) und Kostendämpfungspauschale (Abs. 5), abgerufen am 30.10.2026.
  • Beihilfenverordnung Rheinland-Pfalz (BVO): Gesamtausgabe vom 22.06.2011, zuletzt geändert durch Verordnung vom 06.12.2024, insbesondere § 3 Berechtigte, § 4 Angehörige, § 6 Konkurrenzen, § 14 Implantate, § 16 Kieferorthopädie, § 17e Psychotherapie, §§ 24 und 25 Wahlleistungen, §§ 45 und 47 Sanatorium und Heilkur, §§ 57 und 58 Bemessung, §§ 60 und 61 Kostendämpfungspauschale, §§ 62 bis 64 Verfahren, Abschlag und Antragsfrist, Anlage 5 Heilpraktiker, abgerufen am 30.10.2026.
  • Landesamt für Finanzen, Beihilfestelle: Beihilfe mit den Seiten Antrag, Antragsfrist, eBeihilfe, Belege, Abschlagszahlung, Direktabrechnung, Wahlleistungen und Erreichbarkeit; Bearbeitungsstand (Stand 26.10.2026); Merkblätter Antragsverfahren (03/2024), Kostendämpfungspauschale (03/2024), Wahlleistungen (03/2024), Ehegatten-Einkünfte (01/2026) und Bemessungssätze (04/2025); Vordrucke Antrag auf Beihilfe und vereinfachter Antrag (01/2026) und Erklärung zu Wahlleistungen, jeweils abgerufen am 30.10.2026.

Beihilfe in anderen Bundesländern