Gehalt Professoren Bayern: W-Besoldung, Ballungsraumzulage und Gesamtvergütung 2026

Gehalt Professur Stand: 1. Juli 2026

Bayern gehört zu den attraktivsten Bundesländern für Professorinnen und Professoren – und das nicht nur wegen der starken Hochschullandschaft. Die bayerische W-Besoldung liegt im oberen Bereich des Ländervergleichs, und mit der Ballungsraumzulage (Ortszuschlag/OFZ) bietet der Freistaat eine bundesweit einzigartige Zulage, die das Gehalt insbesondere in München und Umgebung erheblich aufstockt. Auf dieser Seite finden Sie alle relevanten Gehaltsdaten für die Professorenbesoldung in Bayern – mit exakten Zahlen, vollständigen Tabellen und einer konkreten Gesamtgehaltsberechnung.

W-Besoldung Bayern
W15.539 €Grundgehalt Stufe 1
W2-Professur6.824–7.499 €Stufe 1–3
W3-Professur8.039–8.646 €Stufe 1–3

Das W2-Professur-Gehalt in Bayern und das W3-Professur-Gehalt in Bayern bestehen aus Grundgehalt, möglichen Leistungsbezügen sowie familien- oder ortsbezogenen Zuschlägen. Netto hängt die Besoldung stark von Steuerklasse, Beihilfe, Krankenversicherung und Familienstand ab. Sonderzahlung (Weihnachtsgeld): 65 % des Dezember-Bruttos.

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W-Besoldung Bayern: Grundgehalt nach Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe

Bayern hat Erfahrungsstufen für die Besoldungsgruppen W2 und W3 eingeführt. Juniorprofessuren (W1) haben keine Stufensteigerung. Die Grundgehälter im Überblick:

W1 – Juniorprofessur

BesoldungsgruppeGrundgehalt (brutto/Monat)
W15.539 €

Die W1-Besoldung kennt in Bayern keine Erfahrungsstufen. Juniorprofessuren sind in der Regel auf sechs Jahre befristet (3+3 Jahre mit Zwischenevaluation) und dienen als Qualifikationsphase für eine spätere W2- oder W3-Professur.

W2 – Fachhochschulprofessur und einzelne Universitätsprofessuren

StufeVoraussetzungGrundgehalt (brutto/Monat)
Stufe 1Bei Berufung6.824 €
Stufe 2Nach 5 Dienstjahren seit Berufung7.094 €
Stufe 3Nach 12 Dienstjahren seit Berufung7.499 €

Die Stufensteigerung erfolgt automatisch nach Ablauf der jeweiligen Dienstzeit. Von Stufe 1 zu Stufe 3 ergibt sich eine Gehaltssteigerung von 675 € monatlich – das entspricht über 8.100 € brutto zusätzlich pro Jahr. Vordienstzeiten als Professor an einer anderen Hochschule werden in der Regel angerechnet.

W3 – Universitätsprofessur

StufeVoraussetzungGrundgehalt (brutto/Monat)
Stufe 1Bei Berufung8.039 €
Stufe 2Nach 5 Dienstjahren seit Berufung8.309 €
Stufe 3Nach 12 Dienstjahren seit Berufung8.646 €

In W3 beträgt die Steigerung von Stufe 1 zu Stufe 3 insgesamt 607 € monatlich. Bayern gehört damit zu den Ländern mit den höchsten W3-Grundgehältern in Deutschland.

Erfahrungsstufen vs. Leistungsbezüge: Die Erfahrungsstufen steigen automatisch mit der Dienstzeit und sind unabhängig von den individuell verhandelten Leistungsbezügen. Beide Gehaltsbestandteile addieren sich zum Gesamtgehalt.

Leistungsbezüge in Bayern

Neben dem Grundgehalt erhalten Professorinnen und Professoren in Bayern variable Leistungsbezüge, die bei der Berufungsverhandlung individuell ausgehandelt werden. Bayern gilt als attraktiver Hochschulstandort – insbesondere im Großraum München müssen die Hochschulen wegen der Konkurrenz zur Privatwirtschaft attraktive Gesamtpakete bieten.

Die Leistungsbezüge setzen sich typischerweise zusammen aus:

  • Berufungs- und Bleibeleistungsbezüge: Verhandelt bei Erstberufung oder bei einem Gegenruf (Bleibeverhandlung)
  • Besondere Leistungsbezüge: Für herausragende Forschungs- oder Lehrleistungen
  • Funktionsleistungsbezüge: Für Ämter wie Dekan, Studiendekan oder Prorektor
Keine belastbare Statistik pro Bundesland: Eine amtliche Durchschnittsstatistik isolierter Leistungsbezüge je Bundesland existiert nicht – Leistungsbezüge werden bei jeder Berufung individuell verhandelt. Bundesweit nennt der Deutsche Hochschulverband als grobe Orientierung etwa ~850 € in W2 und ~1.600 € in W3. Konkrete Höhen werden in der Berufungsverhandlung festgelegt. Eine Erklärung der drei Leistungsbezugs-Arten und Verhandlungstipps finden sich im Glossar-Eintrag Leistungsbezüge.

Reale Durchschnittsbesoldung in Bayern (06/2022)

Belegbar ist hingegen die tatsächlich gezahlte Gesamtbesoldung. Eine Spezialauswertung des Statistischen Bundesamts im Auftrag des DHV zeigt für Bayern (Datenstand 06/2022):

BesoldungsgruppeBayern (06/2022)Gewichteter Bundesdurchschnitt
W27.350 €7.400 €
W310.000 €9.530 €

Brutto monatlich. Werte enthalten neben dem Grundgehalt auch Erfahrungsstufen, Grundleistungsbezug, diverse Leistungsbezüge, Forschungs- und Lehrzulagen, Familienzuschlag sowie zum Teil anteilige Sonderzuwendungen – sie sind kein reiner Leistungsbezugswert. Quelle: Statistisches Bundesamt, Spezialauswertung im Auftrag des DHV, in: Forschung & Lehre 11/2023.

Einordnung Bayern: Im Vergleich liegt Bayern bei W2 nur leicht unter, bei W3 deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Ein wesentlicher Grund für den hohen W3-Wert ist eine ortsbezogene Komponente, die fast nur in Bayern wirkt: der Orts- und Familienzuschlag (OFZ) nach Art. 35/36 BayBesG i. V. m. Anlage 5 kann an Münchner Standorten für Familien über 800 € monatlich erreichen. Ein hoher Realbesoldungswert lässt deshalb in Bayern nicht zwingend auf besonders hohe individuelle Leistungsbezüge schließen – er kann ebenso aus dem OFZ stammen.

Orts- und Familienzuschlag (OFZ) – die bayerische Besonderheit

Bayern kennt keinen separat addierten Familienzuschlag wie andere Bundesländer. Der familienbezogene Anteil ist vollständig in einer einzigen kombinierten Tabelle abgebildet: dem Orts- und Familienzuschlag (OFZ) gemäß Art. 35 und Art. 36 BayBesG i. V. m. Anlage 5.

Die OFZ-Beträge nach Anlage 5 sind Gesamtbeträge je Ortsklasse und Stufe – Stufe L = ledig, Stufe V = verheiratet ohne Kind, Stufen 1 ff. = mit Kindern. Sie ersetzen damit den Ehegatten- und Kinderzuschlag, der in anderen Ländern separat ausgewiesen wird. Die OFZ-Höhe hängt vom Dienstort (Ortsklasse), Familienstand und der Kinderzahl ab und ist voll steuerpflichtig.

Bayern teilt seine Gemeinden in verschiedene Mietstufen ein. Je höher die Mietstufe, desto höher die Zulage. München und direkte Umlandgemeinden (z. B. Ismaning) erhalten die höchsten Sätze, während ländlichere Hochschulstandorte wie Bayreuth, Coburg oder Deggendorf keine Zulage erhalten.

Warum ist die OFZ so wichtig? Für eine verheiratete W2-Professorin mit zwei Kindern in München beträgt die Ballungsraumzulage laut OFZ-Tabelle rund 763 € monatlich (Höchstsatz München: 812,28 € ab dem dritten Kind) – das entspricht rund 9.200 € zusätzlich pro Jahr. Kein anderes Bundesland bietet einen vergleichbaren ortsbezogenen Zuschlag. Die OFZ kann damit den Unterschied ausmachen, ob ein Ruf nach München finanziell attraktiver ist als ein Ruf nach Berlin oder Hamburg.

Vollständige OFZ-Tabelle für alle bayerischen Hochschulstädte

Die folgende Tabelle zeigt die monatliche Ballungsraumzulage für alle Hochschulstandorte in Bayern, differenziert nach Familienstand und Kinderzahl. Die Spaltenüberschriften bedeuten: L = Ledig ohne Kind, V = Verheiratet ohne Kind, L+1K = Ledig mit einem Kind, V+1K = Verheiratet mit einem Kind, L+3K = Ledig ab dem dritten Kind, V+3K = Verheiratet ab dem dritten Kind.

HochschulstadtLedigVerheiratetLedig +1 KindVerh. +1 Kind+3. Kind (ledig)+3. Kind (verh.)
München165,59 €165,59 €531,08 €763,33 €558,83 €812,28 €
Ismaning0,00 €133,73 €406,73 €674,02 €542,57 €764,33 €
Freising165,59 €165,59 €531,08 €763,33 €558,83 €812,28 €
Erlangen0,00 €85,11 €360,56 €562,38 €511,42 €669,83 €
Regensburg0,00 €109,41 €383,64 €597,06 €526,76 €716,84 €
Ingolstadt0,00 €109,41 €383,64 €597,06 €526,76 €716,84 €
Nürnberg0,00 €109,41 €383,64 €597,06 €526,76 €716,84 €
Augsburg0,00 €109,41 €383,64 €597,06 €526,76 €716,84 €
Bamberg0,00 €0,00 €337,46 €527,70 €496,51 €623,23 €
Würzburg0,00 €85,11 €360,56 €562,38 €511,42 €669,83 €
Rosenheim0,00 €109,41 €383,64 €597,06 €526,76 €716,84 €
Aschaffenburg0,00 €85,11 €360,56 €562,38 €511,42 €669,83 €
Kempten0,00 €85,11 €360,56 €562,38 €511,42 €669,83 €
Landshut0,00 €85,11 €360,56 €562,38 €511,42 €669,83 €
Passau0,00 €0,00 €337,46 €527,70 €496,51 €623,23 €
Neu-Ulm0,00 €109,41 €383,64 €597,06 €526,76 €716,84 €
Hof0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
Amberg0,00 €0,00 €0,00 €493,00 €482,05 €577,10 €
Ansbach0,00 €0,00 €337,46 €527,70 €496,51 €623,23 €
Bayreuth0,00 €0,00 €337,46 €527,70 €496,51 €623,23 €
Coburg0,00 €0,00 €0,00 €493,00 €482,05 €577,10 €
Deggendorf0,00 €0,00 €0,00 €493,00 €482,05 €577,10 €
Eichstätt0,00 €0,00 €337,46 €527,70 €496,51 €623,23 €
Schweinfurt0,00 €0,00 €0,00 €493,00 €482,05 €577,10 €

Wie die Tabelle zeigt, profitieren vor allem Familien mit Kindern von der Ballungsraumzulage – selbst an Standorten, an denen ledige Beamte keine Zulage erhalten, kann eine Familie mit Kindern mehrere hundert Euro monatlich zusätzlich bekommen. Dies macht einen Ruf nach Bayern besonders für Professorinnen und Professoren mit Familie attraktiv.

Praxis-Tipp Standortwahl: Wer zwischen einem Ruf nach München und einem Ruf nach Bayreuth wählt, sollte die OFZ in die Gesamtrechnung einbeziehen. Für eine verheiratete Person mit zwei Kindern beträgt der Unterschied allein durch die OFZ rund 763 € monatlich (München gegenüber Bayreuth ohne Zulage). Allerdings sind die Lebenshaltungskosten in München auch entsprechend höher – die Zulage gleicht diese aber zumindest teilweise aus.
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Sonderzahlung / Weihnachtsgeld für Beamte und Professoren in Bayern

Wer bekommt was? Die Sonderzahlung von 65 % des Dezember-Bruttos gilt für Landesbeamtinnen und Landesbeamte in Bayern – und damit auch für verbeamtete Professorinnen und Professoren in W2/W3. Angestellte Professuren sowie wissenschaftliche Mitarbeitende erhalten diese Beamten-Sonderzahlung nicht, sondern die Jahressonderzahlung nach TV-L bzw. eine vertragliche Regelung. Rechtsgrundlage: Bayerisches Besoldungsgesetz (BayBesG).

Bayerische Beamte erhalten eine jährliche Sonderzahlung in Höhe von 65 % des Dezember-Bruttogehalts. In die Berechnungsgrundlage fließen das Grundgehalt, der Familienzuschlag und die Leistungsbezüge ein. Die Ballungsraumzulage wird ebenfalls berücksichtigt.

Bei einem Dezember-Brutto von 10.000 € ergibt sich somit eine Sonderzahlung von 6.500 €. Das entspricht umgerechnet einem zusätzlichen Monatsgehalt von 541,67 €, wenn man die Sonderzahlung auf 12 Monate verteilt.

Bayern vs. andere Länder: Mit 65 % des Dezember-Bruttos liegt Bayern bei der Sonderzahlung im oberen Mittelfeld. Baden-Württemberg hat die Sonderzahlung in die reguläre Besoldung integriert (also keine separate Zahlung), während Berlin nur einen Festbetrag von 1.350 € zahlt.

Kirchensteuer in Bayern

Ein häufig übersehener Faktor bei der Nettolohnberechnung: In Bayern (und Baden-Württemberg) beträgt der Kirchensteuersatz 8 % der Einkommensteuer – in allen anderen Bundesländern sind es 9 %. Für kirchensteuerpflichtige Professoren bedeutet das bei einem zu versteuernden Einkommen von 80.000 € jährlich eine Ersparnis von rund 20–25 € monatlich gegenüber Bundesländern mit 9 % Kirchensteuer.

Altersgrenze für die Verbeamtung in Bayern

Die Verbeamtungsgrenze liegt in Bayern bei 52 Jahren. Wer bei der Berufung älter ist, wird in der Regel als Angestellter beschäftigt – mit deutlichen Nachteilen beim Nettogehalt, da dann Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Krankenversicherung) anfallen.

Mit 52 Jahren liegt Bayern im Vergleich relativ großzügig. Baden-Württemberg und Berlin setzen die Grenze bereits bei 50 Jahren an. Für Spätberufene – etwa Professorinnen und Professoren mit längerer Industriekarriere – kann dieser Unterschied von zwei Jahren entscheidend sein.

Gesamtgehalt-Beispielrechnung: W2-Professur in München

Die folgende Rechnung zeigt das monatliche Bruttogehalt einer W2-Professorin an einer Münchner Hochschule, verheiratet, mit zwei Kindern, Stufe 1. Wichtig: In Bayern wird kein Ehegatten- oder Kinderzuschlag separat addiert – der gesamte familienbezogene Anteil steht als ein Betrag in der OFZ-Tabelle (Anlage 5 BayBesG). Da Leistungsbezüge individuell verhandelt werden und keine belastbare Durchschnittsstatistik existiert, ist hier ein angenommener Wert in Höhe des bundesweiten DHV-Schätzwerts angesetzt:

GehaltsbestandteilBetrag (mtl.)
Grundgehalt W2 Stufe 16.824,23 €
Orts- und Familienzuschlag – München, Stufe 2 (verh. + 2 Kinder)+763,33 €
Leistungsbezüge (angenommen, individuell verhandelt)+850 €
Brutto gesamt (ca., bei Annahme oben)~8.437 €

Tatsächlich verhandelte Leistungsbezüge können erheblich höher oder niedriger liegen. Eine Plausibilitätsprüfung bietet die reale Durchschnittsbesoldung W2 Bayern 06/2022 von rund 7.350 € brutto monatlich (siehe Tabelle oben) – das ist allerdings ein Durchschnitt über alle Erfahrungsstufen, Familienstände und Standorte.

Zum Vergleich: Die gleiche Professorin am Standort Bayreuth (ohne OFZ) käme auf ein Bruttogehalt von rund 7.674 € (Grundgehalt + Leistungsbezüge-Annahme) – also 763 € weniger pro Monat. Dieser Unterschied entspricht genau dem München-OFZ-Betrag aus der vollständigen OFZ-Tabelle weiter oben.

Netto-Hinweis: Bei einem Brutto von ~10.143 € (verbeamtet, Steuerklasse III, 2 Kinder, Bayern) liegt das Nettogehalt erfahrungsgemäß bei rund 7.300–7.800 €, je nach PKV-Tarif und Kirchensteuerpflicht. Nutzen Sie unseren Gehaltsrechner für eine individuelle Berechnung.

Bayern im Bundesländer-Vergleich

Wie steht Bayern im Vergleich zu anderen großen Bundesländern? Die folgende Tabelle zeigt das W2-Grundgehalt (Stufe 1) im Vergleich:

BundeslandW2 Stufe 1Erfahrungsstufen?Besonderheit
Bayern6.824 €Ja (3 Stufen)Ballungsraumzulage
Baden-Württemberg7.451 €NeinKeine Sonderzahlung
Berlin7.117 €NeinNiedrige Leistungsbezüge
Brandenburg7.114,57 €NeinKein Ehegattenzuschlag

Obwohl das reine Grundgehalt in Baden-Württemberg und Brandenburg höher liegt, gleicht Bayern dies durch die Kombination aus Erfahrungsstufen, hohen Leistungsbezügen, Sonderzahlung und insbesondere der Ballungsraumzulage mehr als aus. In der Gesamtbetrachtung gehört Bayern zu den attraktivsten Ländern für Professorenbesoldung in Deutschland.

Bayerische Hochschullandschaft

Bayern verfügt über eine der umfangreichsten Hochschullandschaften Deutschlands mit elf staatlichen Universitäten und 17 Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Zu den wichtigsten Universitäten gehören die LMU und TU München (beide Exzellenzuniversitäten), die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Universität Regensburg und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Die bayerische Hightech Agenda hat die Mittel für neue Professuren in den letzten Jahren nochmals erheblich aufgestockt, was den Stellenmarkt für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besonders attraktiv macht.

Quellen
  • W-Grundgehalt (Stufe 1–3): Anlage 3 BayBesG (Stand 01.02.2025).
  • Orts- und Familienzuschlag / Ballungsraumzulage: Anlage 5 BayBesG (OFZ).
  • Reale Durchschnittsbesoldung: Statistisches Bundesamt im Auftrag des DHV, Forschung & Lehre 11/2023 (Datenstand 06/2022).
Leistungsbezüge werden individuell verhandelt; eine belastbare amtliche Per-Land-Statistik existiert nicht (im Beispiel ist der bundesweite DHV-Schätzwert angesetzt).

Häufige Fragen zur W-Besoldung in Bayern

Was verdient eine W2-Professur in Bayern?

Das W2 Professur Gehalt in Bayern beginnt beim Grundgehalt von 6.824 € (Stufe 1) und steigt über die Erfahrungsstufen auf 7.499 € (Stufe 3) brutto/Monat. Hinzu kommen individuell verhandelte Leistungsbezüge (bundesweite DHV-Orientierung: rund 850 € in W2) und – an Standorten wie München – die Ballungsraumzulage. Die real gezahlte W2-Durchschnittsbesoldung lag 2022 bei rund 7.350 € brutto.

Was verdient eine W3-Professur in Bayern?

Das W3 Professur Gehalt in Bayern liegt beim Grundgehalt zwischen 8.039 € (Stufe 1) und 8.646 € (Stufe 3) brutto/Monat – einer der höchsten W3-Grundgehälter bundesweit. Leistungsbezüge (DHV-Orientierung rund 1.600 € in W3) und die Ballungsraumzulage erhöhen das Gehalt zusätzlich.

Zahlt Bayern Weihnachtsgeld an Beamte und Professoren?

Ja. Bayern zahlt Landesbeamtinnen und Landesbeamten eine jährliche Sonderzahlung („Weihnachtsgeld“) von 65 % des Dezember-Bruttogehalts. Für verbeamtete Professorinnen und Professoren in W2/W3 gilt dieselbe Systematik – einbezogen werden Grundgehalt, Familien-/Ortszuschlag und ggf. Leistungsbezüge; bei rund 10.000 € Dezember-Brutto sind das etwa 6.500 €. Angestellte Professuren und wissenschaftliche Beschäftigte fallen nicht unter die Beamten-Sonderzahlung, sondern unter die Jahressonderzahlung des TV-L. Details zur W2/W3-Besoldung siehe Tabellen oben und Gehaltsrechner.

Gibt es in Bayern Erfahrungsstufen in der W-Besoldung?

Ja. W2 und W3 kennen in Bayern drei Erfahrungsstufen: Stufe 2 nach 5 Dienstjahren, Stufe 3 nach 12 Jahren. In W2 steigt das Grundgehalt dadurch um 675 € monatlich, in W3 um 607 €. Die Juniorprofessur (W1, 5.539 €) hat keine Stufensteigerung.

Was ist der Orts- und Familienzuschlag (Ballungsraumzulage) in Bayern?

Die Ballungsraumzulage (OFZ) ist ein bundesweit einzigartiger ortsbezogener Zuschlag. Für eine verheiratete W2-Professorin mit zwei Kindern in München beträgt sie laut OFZ-Tabelle rund 763 € monatlich (Höchstsatz 812,28 € ab dem dritten Kind) – rund 9.200 € pro Jahr. In Bayern ersetzt die OFZ den separat ausgewiesenen Ehegatten- und Kinderzuschlag.

Wie hoch ist das Professorengehalt in Bayern netto?

Das Netto hängt stark von Steuerklasse, Beihilfe, PKV-Tarif, Kirchensteuer und Familienstand ab. Für eine verbeamtete W2-Professur in München (Steuerklasse III, 2 Kinder) liegt es erfahrungsgemäß bei rund 7.300–7.800 €. Einen individuellen Wert liefert der Gehaltsrechner.