German U15: die 15 Mitgliedsuniversitäten und was der Verbund tut
Auf Profilseiten und in Pressemitteilungen steht der Satz oft beiläufig: „Mitglied der German U15“. Was damit gesagt ist, bleibt meist offen — und wird regelmäßig als Rangplatz oder als Auszeichnung gelesen. Beides ist es nicht.
Diese Seite sagt in aller Kürze, was German U15 ist, welche fünfzehn Universitäten dazugehören, was der Verbund tut — und was seine Mitgliedschaft für eine Bewerbung bedeutet und was nicht. Alle Angaben stammen aus der Selbstdarstellung des Verbundes; die Mitgliederliste ist seine eigene.
Was German U15 ist
German U15 ist ein Zusammenschluss von fünfzehn deutschen Universitäten. Der Verbund beschreibt sich selbst als Zusammenschluss „fünfzehn führender, forschungsstarker und traditionsreicher Universitäten“; als Verbund tätig ist er nach eigener Angabe seit 2012.
Rechtlich ist U15 ein als gemeinnützig anerkannter eingetragener Verein — German U15 e.V., eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer VR 31981, mit Geschäftsstelle in der Markgrafenstraße 57 in 10117 Berlin. Dem Vorstand gehören nach dem Impressum des Verbundes die Universität Bonn, die Universität Leipzig, die Universität Tübingen und die Freie Universität Berlin an, jeweils vertreten durch ihre Leitung.
Die 15 Mitgliedsuniversitäten
Maßgeblich ist die Mitgliederliste des Verbundes selbst. Sie umfasst fünfzehn Universitäten; verlinkt sind unsere Profilseiten mit den dort aktuell offenen Stellen.
| Nr. | Universität | Sitz |
|---|---|---|
| 1 | Freie Universität Berlin | Berlin |
| 2 | Humboldt-Universität zu Berlin | Berlin |
| 3 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn | Bonn |
| 4 | Goethe-Universität Frankfurt am Main | Frankfurt am Main |
| 5 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg | Freiburg im Breisgau |
| 6 | Georg-August-Universität Göttingen | Göttingen |
| 7 | Universität Hamburg | Hamburg |
| 8 | Universität Heidelberg | Heidelberg |
| 9 | Universität zu Köln | Köln |
| 10 | Universität Leipzig | Leipzig |
| 11 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz | Mainz |
| 12 | Ludwig-Maximilians-Universität München | München |
| 13 | Universität Münster | Münster |
| 14 | Universität Tübingen | Tübingen |
| 15 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg | Würzburg |
Quelle: German U15 e.V., „Wer wir sind“ und „Unsere Mitgliedsuniversitäten“, german-u15.de, abgerufen am 31. August 2026. Die Sitzangabe ist unsere Ergänzung. Wiedergegeben ist ausschließlich die Mitgliederliste.
Was der Verbund tut — und wie er organisiert ist
U15 ist kein Forschungsverbund und keine Förderorganisation: Es werden keine Projekte ausgeschrieben und keine Mittel vergeben. Der Verbund ist eine Interessenvertretung und ein Austauschforum. Nach eigener Darstellung wirbt er für Rahmenbedingungen universitärer Forschung, Lehre, des Transfers, wissenschaftlicher Karrieren und der Governance, vermittelt die Perspektiven seiner Mitgliedsuniversitäten in die Politik und umgekehrt, beobachtet und analysiert wissenschaftspolitische Themen national wie international und pflegt ein Netzwerk zu forschungsstarken Universitäten weltweit.
Die Organisation ist die eines Vereins: Das wichtigste Gremium ist die Mitgliederversammlung, in der die Mitgliedsuniversitäten zusammenkommen und gemeinsame Positionen beschließen. Geführt wird der Verbund vom Vorstand; die Leitung der Geschäftsstelle liegt beim Geschäftsführer.
Größenordnung nach Angaben des Verbundes
Die folgenden Zahlen sind Selbstauskunft des Verbundes und stehen ohne Stichtag auf dessen Seite „Wer wir sind“. Wir geben sie als das wieder, was sie sind — eine Größenordnung, keine amtliche Statistik:
- An den U15-Universitäten sind zusammen mehr als eine halbe Million Studierende eingeschrieben — laut Verbund gut ein Drittel aller an deutschen Universitäten eingeschriebenen Personen.
- Rund 80.000 Promovierende — laut Verbund rund 40 Prozent aller Promovierenden — arbeiten an einer U15-Universität.
- Die Mitgliedsuniversitäten sind laut Verbund an 61 Prozent aller laufenden Exzellenzcluster antragstellend beteiligt.
Was die Mitgliedschaft nicht bedeutet
Drei Verwechslungen sind verbreitet, und alle drei führen in die Irre:
- U15 ist kein Ranking. Es gibt keine Reihenfolge innerhalb der fünfzehn und keine Punktwertung. Wer eine Position im Vergleich sucht, findet sie in den Ranglisten — und sollte dort zuerst nachlesen, was das jeweilige Ranking überhaupt misst.
- U15 ist kein Exzellenzsiegel. Der Status Exzellenzuniversität wird in der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern vergeben, nicht von einem Verein. Er ist befristet und muss im Wettbewerb verteidigt werden; eine Vereinsmitgliedschaft ist es nicht.
- U15 ist keine vollständige Liste der forschungsstarken Universitäten Deutschlands. Der Verbund umfasst Volluniversitäten; die großen Technischen Universitäten sind in der TU9-Allianz organisiert, und eine Reihe forschungsaktiver Universitäten gehört keinem der beiden Verbünde an. Aus einer fehlenden Mitgliedschaft lässt sich deshalb nichts ableiten.
Was die Mitgliedschaft sehr wohl aussagt: Es handelt sich um Volluniversitäten mit breitem Fächerkanon, in aller Regel mit Medizin und Universitätsklinikum, mit Promotionsrecht in allen vertretenen Fächern und mit einer entsprechend großen Zahl an Qualifikationsstellen. Das ist für die Stellensuche die brauchbare Information.
Was das für die Stellensuche bedeutet
Die Mitgliedschaft beschreibt das Umfeld einer Stelle, nicht die Stelle. Sie ist damit dieselbe Art von Hintergrundinformation wie ein Rangplatz: nützlich, um ein Haus einzuordnen, untauglich, um eine Ausschreibung zu bewerten.
- Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden — an einer Volluniversität mit breitem Fächerkanon finden sich Promotionsmöglichkeiten in vielen Fächern und meist ein ausgebautes Graduiertenprogramm. Über die Betreuung im Einzelfall sagt das nichts; dafür zählt die Betreuungsvereinbarung.
- Postdoc-Stellen — die Forschungsaktivität eines Hauses schlägt hier stärker durch, weil Drittmittelprojekte, Verbünde und internationale Sichtbarkeit die eigene Qualifikationsphase prägen. Wie es am konkreten Institut aussieht, zeigen die Projektlisten des Hauses und der DFG-Förderatlas genauer als jede Verbandszugehörigkeit.
Auf unseren Universitätsprofilen steht die Verbandszugehörigkeit deshalb bei den Rangangaben und den offenen Stellen — mit der Primärquelle hinterlegt und von dort auf diese Seite verlinkt.
- Selbstbeschreibung, Aufgaben, Gremien, Mitgliederliste und die Größenangaben (Studierende, Promovierende, Anteil an laufenden Exzellenzclustern): German U15 e.V., „Wer wir sind“ und german-u15.de (Startseite, „Unsere Mitgliedsuniversitäten“).
- Rechtsform, Vereinsregisternummer, Sitz und Vorstand: German U15 e.V., Impressum.
- Zur Abgrenzung von den Ranglisten: Uni-Rankings im Überblick, Shanghai-Ranking (ARWU), THE World University Rankings.
- Zum Pendant der Technischen Universitäten: TU9-Allianz. Zum außeruniversitären Teil des Wissenschaftssystems: Forschungsorganisationen.
Häufige Fragen
Was ist German U15?
German U15 ist der Zusammenschluss von fünfzehn forschungsstarken deutschen Universitäten. Der Verbund ist als gemeinnütziger Verein organisiert (German U15 e.V., Vereinsregister des Amtsgerichts Charlottenburg, Nr. VR 31981) und arbeitet nach eigener Angabe seit 2012 als Verbund. Die Geschäftsstelle sitzt in Berlin.
Welche Universitäten gehören zu German U15?
Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Georg-August-Universität Göttingen, Universität Hamburg, Universität Heidelberg, Universität zu Köln, Universität Leipzig, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Ludwig-Maximilians-Universität München, Universität Münster, Universität Tübingen und Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Wofür steht die Zahl 15 im Namen?
Für die Zahl der Mitgliedsuniversitäten, nicht für einen Rangplatz. „U15“ ist keine Platzierung in einer Rangliste, sondern der Name eines Vereins mit fünfzehn Mitgliedern.
Ist die Mitgliedschaft in German U15 dasselbe wie der Status als Exzellenzuniversität?
Nein. Über den Titel Exzellenzuniversität entscheidet die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern in einem Wettbewerbsverfahren; die Mitgliedschaft in German U15 ist eine Vereinsmitgliedschaft. Beides kann zusammenfallen, ist aber nicht dasselbe.
Was macht der Verbund konkret?
Nach eigener Darstellung wirbt German U15 für Rahmenbedingungen universitärer Forschung, Lehre, des Transfers, wissenschaftlicher Karrieren und der Governance, vermittelt zwischen den Mitgliedsuniversitäten und der Politik, beobachtet und analysiert wissenschaftspolitische Themen und bietet den Mitgliedern ein Forum für den Austausch. Wichtigstes Gremium ist die Mitgliederversammlung; geführt wird der Verbund vom Vorstand, die Geschäftsstelle leitet ein Geschäftsführer.
Was bedeutet die Mitgliedschaft für eine Bewerbung?
Sie ist eine Hintergrundinformation über das Umfeld, keine Aussage über die konkrete Stelle. U15-Universitäten sind Volluniversitäten mit breitem Fächerkanon und hoher Forschungsaktivität. Über die Arbeitsgruppe, die Betreuung, die Befristung und die Eingruppierung der ausgeschriebenen Stelle sagt die Mitgliedschaft nichts.
Gibt es einen vergleichbaren Verbund für Technische Universitäten?
Ja, die TU9-Allianz mit neun Technischen Universitäten. Beide Verbünde sind voneinander unabhängig; keine Universität ist zugleich Mitglied in German U15 und in TU9.