Uni-Rankings im Überblick: welches Ranking wofür zählt

Karriere Rankings Von Zuletzt geprüft: 29. August 2026

„Unter den Top 100“, „beste Universität Deutschlands“, „weltweit führend in der Forschung“: Hochschulrankings sind die Währung, in der über Universitäten gesprochen wird — in Pressemitteilungen, in Elterngesprächen und in Bewerbungsgesprächen. Was dabei fast immer fehlt, ist die Rückfrage, welches Ranking gemeint ist und was es überhaupt gemessen hat.

Diese Seite ist das Dach über unseren Einzelartikeln. Sie sortiert die Ranglisten, die im deutschsprachigen Raum eine Rolle spielen, und beantwortet die Frage, die dahinter eigentlich steht: Für wen ist welches Ranking aussagekräftig? Die Kurzfassung vorweg — die großen internationalen Ranglisten messen im Kern Forschung. Für Studierende ist das die falsche Größe; für Promovierende und PostDocs ist es die richtige.

Was Hochschulrankings sind — und warum sie so präsent sind

Ein Hochschulranking ist der Versuch, Einrichtungen anhand einiger weniger zählbarer Größen in eine Reihenfolge zu bringen. Die Herausgeber wählen Indikatoren aus — etwa Publikationen, Zitationen, Preise, Personalzahlen, Umfrageergebnisse —, gewichten sie, rechnen sie zu einem Gesamtwert zusammen und veröffentlichen die daraus entstehende Liste. Jeder dieser vier Schritte ist eine Entscheidung, und jede dieser Entscheidungen verschiebt das Ergebnis.

Das erklärt zugleich die Allgegenwart der Ranglisten und ihre Grenzen. Sie sind allgegenwärtig, weil sie etwas leisten, was sonst niemand leistet: Sie machen tausende sehr unterschiedliche Einrichtungen in einer einzigen Zahl vergleichbar. Genau darin liegt aber auch das Problem: Eine Universität ist keine eindimensionale Größe. Zwischen dem Institut für Theoretische Physik und dem Seminar für Alte Geschichte derselben Hochschule liegen in Betreuung, Ausstattung und internationaler Sichtbarkeit oft Welten — der Gesamtrang mittelt beides zu einer Zahl.

Drei Dinge sollte man deshalb bei jeder Rangliste zuerst nachsehen, bevor man eine Zahl deutet:

  • Wer gibt sie heraus? Ein Medienunternehmen, eine Beratungsgesellschaft, ein Forschungsinstitut oder ein Verband — die Herausgeberschaft erklärt oft, welche Fragen die Liste beantworten soll.
  • Welche Indikatoren, mit welchem Gewicht? Der Unterschied zwischen „Zahl der Nobelpreisträger“ und „Zufriedenheit der Studierenden mit der Betreuung“ ist keine Nuance, sondern ein anderes Thema.
  • Woher stammen die Daten? Aus Publikationsdatenbanken, aus Meldungen der Hochschulen selbst oder aus Befragungen — und wenn befragt wurde: wer.

Die zwei großen internationalen Rankings

Zwei Ranglisten prägen die internationale Wahrnehmung. Zu beiden haben wir eine ausführliche Seite mit Methodik, den Top 10 weltweit und allen Einrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Shanghai-Ranking (ARWU)

Das Shanghai-Ranking — korrekt Academic Ranking of World Universities — ist die älteste der großen Weltranglisten und erscheint jährlich; herausgegeben wird es von der ShanghaiRanking Consultancy. Es misst ausschließlich Forschungsleistung, und zwar in Größen, die sich weltweit einheitlich zählen lassen: Nobelpreise und Fields-Medaillen von Ehemaligen und von Beschäftigten, hochzitierte Forschende, Aufsätze in Nature und Science sowie in den Zitationsdatenbanken des Web of Science. Lehre kommt darin nur in Gestalt preisgekrönter Ehemaliger vor.

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THE World University Rankings

Die Times Higher Education World University Rankings stammen von einem britischen Medienunternehmen für den Hochschulsektor und arbeiten mit deutlich mehr Indikatoren, verteilt auf fünf Säulen: Lehre, Forschungsumfeld, Forschungsqualität, internationale Ausrichtung und Wirtschaft. Der Zuschnitt ist breiter als beim ARWU — Personalausstattung, Promotionsdichte und Drittmitteleinnahmen gehen ein —, gleichzeitig stammt rund ein Drittel des Gesamtgewichts aus einer Reputationsbefragung unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Auch die Säule „Lehre“ misst überwiegend Ausstattung und Ruf, nicht die Qualität der Lehre selbst.

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Warum dieselbe Hochschule zweimal ganz anders dasteht Ein Haus kann im einen Ranking dreißig Plätze höher stehen als im anderen, ohne dass sich an ihm etwas geändert hätte. Der Unterschied liegt in der Methodik: Wer Nobelpreise aus mehreren Jahrzehnten zählt, bekommt eine andere Reihenfolge als wer Forschende nach dem Ruf einer Hochschule befragt. Ein Rangplatz ist deshalb nie eine Eigenschaft der Hochschule, sondern immer das Ergebnis einer bestimmten Rechnung.

Weitere Rankings, die im deutschsprachigen Raum zählen

QS World University Rankings

Herausgeber ist die britische Hochschulberatung Quacquarelli Symonds. Das QS-Ranking kombiniert laut seiner Methodik-Veröffentlichung zwei Befragungen — eine unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, eine unter Arbeitgebern — mit Kennzahlen zur Betreuungsrelation, zu Zitationen je Wissenschaftler und zur Internationalität von Personal und Studierenden; in neueren Ausgaben sind Indikatoren zu Beschäftigungsergebnissen und Nachhaltigkeit hinzugekommen. Der Umfrageanteil ist damit höher als bei den beiden anderen internationalen Listen. Die Arbeitgeberbefragung ist die Besonderheit: Sie bringt eine Arbeitsmarktperspektive in eine sonst forschungsdominierte Rangliste. Die Gewichte der Indikatoren hat QS in der Vergangenheit mehrfach geändert; wir geben sie hier deshalb nicht wieder, sondern verweisen auf die jeweils aktuelle Methodikseite.

CHE Hochschulranking

Das umfangreichste Ranking für den deutschsprachigen Raum wird nach Angaben des CHE von der Wochenzeitung DIE ZEIT herausgegeben; Konzeption, Datenerhebung und Auswertung liegen beim Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Es ist in zwei Punkten anders gebaut als alle internationalen Listen:

  • Fachbezogen statt gesamt. Verglichen werden nicht Hochschulen, sondern Fächer an Hochschulen. Eine Universität kann in Psychologie in der Spitzengruppe und in Maschinenbau in der Schlussgruppe stehen.
  • Gruppen statt Platzziffern. Je Indikator werden die Fachbereiche in eine Spitzen-, eine Mittel- und eine Schlussgruppe eingeteilt. Einen Gesamtsieger gibt es bewusst nicht.

Die Datenbasis sind Angaben der Hochschulen und Fachbereiche sowie Befragungen von Studierenden und von Professorinnen und Professoren. Damit ist es das einzige der hier vorgestellten Rankings, in dem die Qualität von Studium und Lehre — Betreuung, Studienorganisation, Ausstattung, Praxisbezug — systematisch erhoben wird. Die Daten eines Fachs werden nach Angaben des CHE im Drei-Jahres-Rhythmus neu erhoben; ein Ergebnis kann also älter sein als der Erscheinungsjahrgang.

WirtschaftsWoche-Hochschulranking

Die WirtschaftsWoche lässt Personalverantwortliche in Unternehmen befragen, von welchen Hochschulen sie bevorzugt Absolventinnen und Absolventen einstellen. Das Ergebnis ist eine fachbezogene Rangliste für die Fächer, in denen Unternehmen in großer Zahl rekrutieren — etwa BWL, VWL, Jura, Wirtschaftsinformatik, Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Naturwissenschaften.

Was dieses Ranking misst, ist präzise benennbar: den Ruf einer Hochschule bei Personalverantwortlichen. Das ist weder Forschungsleistung noch Lehrqualität, sondern eine dritte Größe — und für die Frage nach dem Berufseinstieg oft die relevanteste. Man sollte sie nur nicht mit den beiden anderen verwechseln: Ein guter Ruf bei Personalabteilungen ist ein Wahrnehmungswert, kein Messwert.

Nature Index und CWTS Leiden Ranking

Für die reine Forschungsleistung gibt es zwei Auswertungen, die fachlich feiner auflösen als die großen Gesamtranglisten:

  • Nature Index (Springer Nature) — zählt Beiträge in einer festgelegten Auswahl natur- und gesundheitswissenschaftlicher Fachzeitschriften, wahlweise als reine Zahl der Beiträge oder anteilig nach Autorenbeteiligung. Er deckt ausschließlich Natur- und Gesundheitswissenschaften ab; Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften kommen darin nicht vor.
  • CWTS Leiden Ranking (Centre for Science and Technology Studies der Universität Leiden) — rein bibliometrisch: Datenbasis ist nach Angabe der Herausgeber das Web of Science, in der offenen Ausgabe die Datenbank OpenAlex. Befragungen und von den Hochschulen selbst gelieferte Daten kommen darin nicht vor. Einen Gesamtscore gibt es nicht — man wählt den Indikator selbst, neben der Zitationswirkung etwa Kennzahlen zu Kooperationen, Open Access und Geschlechterverteilung.

Wer die Forschungsstärke eines Fachgebiets beurteilen will — und das ist bei einer Promotion oder einer Postdoc-Stelle die eigentliche Frage —, kommt mit diesen beiden Quellen meist weiter als mit einem Gesamtrang.

DFG-Förderatlas

Kein Ranking im engeren Sinn, für Forschende aber eine nützliche Ergänzung: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft weist im Förderatlas in mehrjährigem Turnus aus, welche Hochschulen in welchem Umfang und in welchen Fachgebieten DFG-Mittel eingeworben haben. Das ist eine Rückschau auf bereits bewilligte Mittel auf Ebene der Hochschule und des Fachgebiets — keine Aussage darüber, ob an einem bestimmten Institut gerade Geld für Drittmittelstellen vorhanden ist. Als Bild des Forschungsumfelds ist die Zahlenreihe aber näher an der Sache als ein weltweiter Gesamtrang.

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Was messen Rankings — und für wen sind sie wichtig?

Das ist die entscheidende Frage, und sie hat keine allgemeine Antwort. Denn die großen internationalen Ranglisten — ARWU, THE und QS — hängen ganz überwiegend an Forschungsindikatoren: Publikationen, Zitationen, Preise, hochzitierte Forschende, Forschungseinnahmen, Reputation in der Wissenschaft. Lehre spielt darin eine untergeordnete Rolle; wo sie überhaupt vorkommt, wird sie über Hilfsgrößen wie die Betreuungsrelation oder das Ansehen des Hauses angenähert, nicht über die Qualität der Lehrveranstaltungen.

Daraus folgt eine Unterscheidung, die in der öffentlichen Diskussion regelmäßig untergeht:

RankingMisst im KernAussagekräftig vor allem für
Shanghai-Ranking (ARWU)Forschungsleistung: Preise, hochzitierte Forschende, PublikationenPromovierende, PostDocs, Forschende
THE World University RankingsForschung, Reputation, Ausstattung und InternationalitätForschende; eingeschränkt Studierende
QS World University RankingsRuf bei Wissenschaftlern und bei Arbeitgebern, InternationalitätInternationale Studienwahl, Arbeitsmarkt-Ruf
CHE HochschulrankingStudium und Lehre, fachbezogen, in Gruppen statt RängenStudierende und Studieninteressierte
WirtschaftsWoche-RankingRuf einer Hochschule bei PersonalverantwortlichenStudierende mit Blick auf den Berufseinstieg
Nature Index / CWTS LeidenPublikations- und Zitationsleistung, fachlich fein aufgelöstForschende bei der Wahl von Institut und Arbeitsgruppe

Für Studierende: Forschungsrankings sind die falsche Größe

Wonach Studierende suchen sollten Wer studiert und danach in den Arbeitsmarkt geht, hat andere Fragen als die internationalen Ranglisten beantworten: Wie wird betreut? Wie ist der Studiengang organisiert? Wie stehen die Chancen beim Berufseinstieg? Dafür ist das CHE Hochschulranking die passende Quelle — fachbezogen und mit Studierendenbefragung — und für die Arbeitsmarktseite das WirtschaftsWoche-Ranking mit der Sicht der Personalverantwortlichen. Ob eine Hochschule in der Physik viele hochzitierte Aufsätze veröffentlicht, sagt über das Betreuungsverhältnis im Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre nichts aus.

Das ist kein Einwand gegen die internationalen Ranglisten, sondern gegen ihre falsche Verwendung. Sie sind für die Studienwahl nicht deshalb ungeeignet, weil sie schlecht gemacht wären, sondern weil sie eine andere Frage beantworten. Ein Haus in den weltweiten Top 100 kann in einem bestimmten Fach überlaufene Vorlesungen und wenig Betreuung bieten — beides steht in keinem Zusammenhang mit den Indikatoren, die den Rang erzeugt haben.

Für Doktorandinnen, Doktoranden und PostDocs: genau umgekehrt

Wofür Forschungsrankings tatsächlich taugen Wer eine Promotions- oder Postdoc-Stelle sucht, arbeitet selbst in der Forschung. Aus dieser Perspektive sind unter allen Ranglisten die Forschungsrankings die einschlägigen — schlicht deshalb, weil sie das zum Gegenstand haben, worin man selbst arbeitet, während CHE und WirtschaftsWoche nach Studium und Berufseinstieg fragen. Was ein guter Platz hergibt, ist damit aber auch abgesteckt: Er beschreibt die Publikations- und Zitationsbilanz einer ganzen Hochschule über mehrere Jahre und ist ein Hinweis auf ein forschungsstarkes, international sichtbares Umfeld — mehr nicht. Zum Drittmittel-Umfeld sagt ein Gesamtrang wenig: In das THE-Ranking gehen Forschungseinnahmen zwar als einer von vielen Indikatoren ein, aussagekräftiger sind für diese Frage aber der DFG-Förderatlas und die Projektlisten des Instituts selbst. Und für die Feinauswahl innerhalb eines Fachs kommt man mit Nature Index und CWTS Leiden Ranking weiter als mit dem Gesamtrang.

Auch hier gilt die Einschränkung, die für jedes Ranking gilt: Der Rang beschreibt die ganze Universität, nicht die Arbeitsgruppe, in der Sie sitzen werden. Es gibt herausragende Institute an mittelmäßig platzierten Universitäten und schwache Arbeitsgruppen an Spitzenhäusern. Der Rang ist eine Hintergrundinformation über das Umfeld — die Entscheidung fällt an der Ausschreibung, der Betreuung und der Gruppe.

Das Fazit in einem Satz

Man sollte nicht fragen, welches Ranking das beste ist, sondern für welche Frage welches Ranking taugt: Studium und Lehre — CHE; Arbeitsmarkt und Berufseinstieg — WirtschaftsWoche; Forschung, Promotion und Postdoc-Phase — ARWU, THE, QS und, fachlich feiner, Nature Index und Leiden.

Was das für die Stellensuche bedeutet

Wenn Sie sich auf eine wissenschaftliche Stelle bewerben, ist der Ranking-Platz eine von mehreren Hintergrundinformationen — und zwar eine, die man in dieser Reihenfolge nutzt: erst die Ausschreibung und die Arbeitsgruppe prüfen, dann das Umfeld einordnen. Umgekehrt herum führt es dazu, dass man sich an einer Zahl orientiert, die über die eigene Stelle nichts aussagt.

  • Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden — für die Promotion zählt vor allem die Betreuung. Das misst kein Ranking. Wie es um Projekte und Ausstattung am Institut steht, zeigen der DFG-Förderatlas und die Projektlisten des Hauses eher als ein Gesamtrang.
  • Postdoc-Stellen — hier wiegt die Forschungsstärke schwerer. Wer in der Postdoc-Phase Veröffentlichungen und internationale Sichtbarkeit aufbauen will, für den ist ein forschungsstarkes Umfeld ein echtes Argument.

Auf unseren Universitätsprofilen steht der Ranking-Stand deshalb direkt bei den offenen Stellen: Wo wir die Angabe belegen können, weisen wir neben dem weltweiten Rang auch den Rang innerhalb Deutschlands aus, samt Jahrgang und Rangliste — und verlinken von dort auf die Erklärseite zur jeweiligen Methodik. So steht die Zahl nicht ohne Zusammenhang neben der Ausschreibung.

Quellen und Arbeitsstand Diese Übersichtsseite gibt keine Rangplätze, Punktwerte oder Jahrgangsdaten wieder; sie beschreibt ausschließlich, was die genannten Ranglisten messen und wofür sie taugen. Beschrieben ist jeweils der bei den Herausgebern veröffentlichte Zuschnitt. Ein Gewicht nennen wir nur an der einen Stelle, an der es auf der verlinkten Einzelseite mit Herausgeber-Quelle belegt ist — dem Anteil der Reputationsbefragung im THE-Ranking; für QS, das CHE-Hochschulranking und die WirtschaftsWoche geben wir bewusst keine Gewichte an, weil Herausgeber sie über die Jahrgänge hinweg geändert haben. Alle Rechte an den Ranglisten liegen bei ihren Herausgebern. Stand: 29. August 2026. Offene Quellenfragen: keine. Bekannte Quellenkonflikte: für QS kursieren je nach Jahrgang unterschiedliche Indikatorgewichte — deshalb hier ohne Gewichtsangaben. Keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Welche Uni-Rankings gibt es überhaupt?

International am bekanntesten sind das Shanghai-Ranking (ARWU), die Times Higher Education World University Rankings und die QS World University Rankings. Im deutschsprachigen Raum kommen das CHE Hochschulranking (fachbezogen, Studium und Lehre) und das Hochschulranking der WirtschaftsWoche (Befragung von Personalverantwortlichen) hinzu. Für die reine Forschungsleistung werden außerdem der Nature Index und das CWTS Leiden Ranking herangezogen.

Welches Ranking ist das beste?

Keines — die Frage lautet richtig: das beste wofür. Die internationalen Ranglisten messen im Kern Forschungsleistung. Wer wissen will, wie an einer Hochschule studiert und gelehrt wird, findet das im CHE Hochschulranking; wer nach den Arbeitsmarktchancen fragt, im Ranking der WirtschaftsWoche.

Warum stehen dieselben Universitäten in verschiedenen Rankings auf ganz unterschiedlichen Plätzen?

Weil unterschiedliche Größen gemessen werden. Das ARWU zählt Nobelpreise, hochzitierte Forschende und Publikationen; THE gibt allein einer Reputationsbefragung rund ein Drittel des Gewichts und rechnet Personal-, Einnahmen- und Internationalitätskennzahlen ein; QS stützt sich noch stärker auf Befragungen. Wer die Indikatoren ändert, ändert die Reihenfolge.

Sind Rankings für die Studienwahl sinnvoll?

Nur eingeschränkt. Die internationalen Ranglisten bilden Forschungsstärke ab, nicht die Qualität von Studium und Lehre — Betreuungsverhältnis, Studienorganisation oder Praxisbezug kommen darin praktisch nicht vor. Für die Studienwahl sind das fachbezogene CHE Hochschulranking und, mit Blick auf den Berufseinstieg, das WirtschaftsWoche-Ranking aussagekräftiger.

Wie wichtig ist ein Ranking-Platz für eine Promotions- oder Postdoc-Stelle?

Deutlich wichtiger als für ein Bachelorstudium — aber nicht als Entscheidungsgrundlage. Ein guter Platz in einem Forschungsranking besagt, dass die Hochschule insgesamt in den Größen gut abschneidet, die das jeweilige Ranking misst — je nach Liste Publikationen, Zitationen, Preise oder der Ruf in der Wissenschaft. Über das eigene Fach, die konkrete Arbeitsgruppe, das Drittmittel-Umfeld des Instituts, die Betreuung und den Arbeitsvertrag sagt der Rang nichts.

Was misst das CHE Hochschulranking anders?

Es vergibt keinen Gesamtrang und keine Platzziffer für eine ganze Hochschule. Bewertet wird fachbezogen, und je Indikator werden die Fachbereiche in eine Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe eingeordnet. Die Datenbasis sind Angaben der Hochschulen sowie Befragungen von Studierenden und Professorinnen und Professoren.