E10 TV-L: Wie viel Gehalt gibt es 2026?
In der Entgeltgruppe E10 TV-L verdienen Sie seit April 2026 bei Vollzeit zwischen 4.038 und 5.644 Euro brutto im Monat. Ihre Erfahrungsstufe bestimmt den genauen Betrag; bei Teilzeit wird das Tabellenentgelt im Verhältnis Ihrer Arbeitszeit gekürzt. Hier finden Sie die sechs Stufen, eine Teilzeittabelle und die wichtigsten Regeln für Einstufung und Gehaltsentwicklung. Beträge sind auf volle Euro gerundet.
Gehalt für E10 berechnenZum InhaltZur Gehaltstabelle nach Stufen
Kurz gesagt
- Gehalt: Bei Vollzeit zahlt E10 zwischen 4.038 Euro in Stufe 1 und 5.644 Euro in Stufe 6 brutto im Monat; Betrag im Rechner ansehen.
- Teilzeit: Bei einer halben Stelle in Stufe 1 sind es 2.019 Euro, bei 75 Prozent 3.029 Euro; Teilzeit im Rechner ansehen.
- Netto: Was netto bleibt, hängt von Steuerklasse und Versicherung ab; der Gehaltsrechner rechnet es für Ihre Angaben aus.
- Startstufe: Ohne einschlägige Berufserfahrung beginnen Sie in Stufe 1, mit einem Jahr Erfahrung in Stufe 2, mit drei Jahren in Stufe 3.
- Stufenaufstieg: Von Stufe 1 bis Stufe 6 vergehen regulär 15 Jahre; Teilzeit verlängert diese Zeit nicht.
- Eingruppierung: Die übertragenen Aufgaben entscheiden über E10, nicht der Titel der Stelle.
- Sonderzahlung: Wer am 1. Dezember beschäftigt ist, erhält mit dem Novembergehalt 74,35 Prozent eines durchschnittlichen Monatsentgelts, in Stufe 3 bei Vollzeit rund 3.420 Euro.
Wie hoch ist das E10-Gehalt im TV-L?
Bei Vollzeit zahlt E10 zwischen 4.038 und 5.644 Euro brutto im Monat. Die Beträge gelten seit dem 1. April 2026 und bleiben für E10 bis zum 28. Februar 2027 gleich. Am 1. März 2027 steigen sie um 2,0 Prozent; auch diese Tabelle hat die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) bereits veröffentlicht.
| Stufe | Seit 1. April 2026 | Ab 1. März 2027 |
|---|---|---|
| Stufe 1 | 4.038 € | 4.119 € |
| Stufe 2 | 4.300 € | 4.386 € |
| Stufe 3 | 4.599 € | 4.691 € |
| Stufe 4 | 4.905 € | 5.003 € |
| Stufe 5 | 5.486 € | 5.596 € |
| Stufe 6 | 5.644 € | 5.757 € |
Quelle: TdL, Entgelttabelle TV-L gültig vom 1. April bis 31. Dezember 2026 und Entgelttabelle gültig vom 1. März bis 31. Dezember 2027; monatliches Tabellenentgelt brutto bei Vollzeit, ohne Zulagen und Jahressonderzahlung.
Dass die erste Tabelle nur bis zum 31. Dezember 2026 gilt, ändert an E10 nichts: Die Tabelle für Januar und Februar 2027 nennt für E10 dieselben sechs Beträge. Ihren genauen Betrag für Stufe und Stellenumfang zeigt der Gehaltsrechner für E10.
Was verdient man mit E10 in Teilzeit?
Multiplizieren Sie den Tabellenbetrag Ihrer Stufe mit Ihrem Stellenumfang. Eine halbe Stelle in Stufe 3 bringt also 2.300 Euro brutto statt 4.599 Euro. Der Prozentsatz ist der Anteil Ihrer vereinbarten Arbeitszeit an der regelmäßigen Arbeitszeit vergleichbarer Vollzeitbeschäftigter; so regelt es der TV-L in § 24 Absatz 2 für das Tabellenentgelt und, soweit der Tarifvertrag nichts anderes bestimmt, für die übrigen Entgeltbestandteile.
| Stufe | 50 % | 65 % | 75 % | 100 % |
|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 | 2.019 € | 2.625 € | 3.029 € | 4.038 € |
| Stufe 2 | 2.150 € | 2.795 € | 3.225 € | 4.300 € |
| Stufe 3 | 2.300 € | 2.990 € | 3.450 € | 4.599 € |
| Stufe 4 | 2.452 € | 3.188 € | 3.679 € | 4.905 € |
| Stufe 5 | 2.743 € | 3.566 € | 4.115 € | 5.486 € |
| Stufe 6 | 2.822 € | 3.669 € | 4.233 € | 5.644 € |
Quelle: eigene Rechnung aus der TdL-Entgelttabelle ab 1. April 2026, monatlich brutto, auf volle Euro gerundet.
Drei Beispiele zum Nachrechnen im Rechner:
- Halbe Stelle in Stufe 1: 2.019 Euro brutto. Dieses Beispiel im Rechner öffnen
- 75 Prozent in Stufe 3: 3.450 Euro brutto. Dieses Beispiel im Rechner öffnen
- Vollzeit in Stufe 3: 4.599 Euro brutto. Dieses Beispiel im Rechner öffnen
Teilzeit kürzt das Gehalt, aber nicht den Weg durch die Stufen: Die Zeit in Teilzeit zählt für den Stufenaufstieg voll.
Was bleibt bei E10 netto?
Einen festen Nettobetrag für E10 gibt es nicht. Lohnsteuer, Sozialversicherung, Kirchensteuer und Ihr Stellenumfang entscheiden, was auf dem Konto ankommt. Den Betrag für Ihre Lage rechnet der Gehaltsrechner aus Stufe, Stellenumfang, Bundesland, Steuerklasse und Krankenversicherung.
Welche Erfahrungsstufe bekomme ich bei der Einstellung?
Ohne einschlägige Berufserfahrung beginnen Sie in Stufe 1. Mit mindestens einem Jahr einschlägiger Erfahrung bei einem anderen Arbeitgeber erhalten Sie Stufe 2, mit mindestens drei Jahren Stufe 3. Einschlägig ist Erfahrung in derselben oder einer entsprechenden Tätigkeit.
Kommen Sie zu einem früheren Arbeitgeber zurück, wird die einschlägige Berufserfahrung aus dem vorherigen Arbeitsverhältnis angerechnet, wenn sie mindestens ein Jahr umfasst und zwischen beiden Verträgen höchstens sechs Monate liegen. Darüber hinaus kann der Arbeitgeber Zeiten aus einer förderlichen Tätigkeit berücksichtigen, um eine Stelle zu besetzen; einen Anspruch darauf haben Sie nicht. Die Einzelheiten zu allen Stufen erklärt der Artikel TV-L-Erfahrungsstufen.
Was gilt an Hochschulen und Forschungseinrichtungen?
An Hochschulen wird einschlägige Berufserfahrung aus anderen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen grundsätzlich anerkannt, wenn Sie wesentlich zu wissenschaftlichen Vorhaben beitragen. Diese Regel gilt für die Entgeltgruppen 9a bis 12 und damit für E10. Sie kann etwa Stellen in Forschungs-IT, Labor- und Gerätebetrieb, Datenmanagement oder Projektkoordination betreffen, wenn Sie dort Vorhaben planen, vorbereiten, durchführen oder auswerten.
Sprechen Sie Ihre Vorzeiten vor der Vertragsunterschrift an und legen Sie Arbeitszeugnisse bei. Außerdem darf der Arbeitgeber bis zu zwei Stufen vorweg gewähren, etwa um eine Stelle zu besetzen oder Fachkräfte zu halten. Beides steht im TV-L: die Hochschulregel in § 40 Nr. 5, die Vorweggewährung in § 16 Absatz 5.
Wann steigt das E10-Gehalt in die nächste Stufe?
In der Regel steigen Sie nach 1, 2, 3, 4 und 5 Jahren in die jeweils nächste Stufe auf. Von Stufe 1 bis Stufe 6 dauert es damit 15 Jahre ununterbrochener Tätigkeit in derselben Entgeltgruppe beim selben Arbeitgeber.
| Stufe | Erreicht nach | Insgesamt ab Beginn in Stufe 1 |
|---|---|---|
| Stufe 2 | 1 Jahr in Stufe 1 | 1 Jahr |
| Stufe 3 | 2 Jahren in Stufe 2 | 3 Jahren |
| Stufe 4 | 3 Jahren in Stufe 3 | 6 Jahren |
| Stufe 5 | 4 Jahren in Stufe 4 | 10 Jahren |
| Stufe 6 | 5 Jahren in Stufe 5 | 15 Jahren |
Das höhere Entgelt gibt es ab dem Monat, in dem Sie die neue Stufe erreichen. Bei Leistungen erheblich über dem Durchschnitt kann der Arbeitgeber die Zeit bis zu den Stufen 4, 5 und 6 verkürzen, bei Leistungen erheblich darunter verlängern. Teilzeit zählt voll. Urlaub, Mutterschutz, Krankheit bis zu 39 Wochen und kurze Unterbrechungen unter einem Monat im Jahr gelten als ununterbrochene Tätigkeit.
Zwei Ausnahmen ändern die Rechnung. Elternzeit und andere Unterbrechungen bis zu drei Jahren lassen Ihre Stufe bestehen, zählen aber nicht zur Laufzeit; nach einer Unterbrechung von mehr als drei Jahren werden Sie eine Stufe niedriger eingestuft, mindestens wie bei einer Neueinstellung. Wer nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium mit mindestens der Gesamtnote „befriedigend“ vom eigenen Arbeitgeber übernommen wird, erreicht Stufe 2 seit März 2026 schon nach sechs Monaten.
Wechseln Sie von E9b nach E10, erhalten Sie die Stufe, in der Sie mindestens Ihr bisheriges Tabellenentgelt bekommen, mindestens Stufe 2. Beträgt der Zuwachs weniger als 180 Euro, erhalten Sie während dieser Stufenlaufzeit in der Regel stattdessen einen Garantiebetrag von 180 Euro im Monat.
Wer wird in E10 eingruppiert?
Über E10 entscheiden vor allem die Aufgaben, die Ihnen dauerhaft übertragen sind, nicht allein Ihr Abschluss oder der Name der Stelle. Manche Merkmale verlangen zusätzlich eine bestimmte Ausbildung oder gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen. Maßgeblich sind die Tätigkeitsmerkmale der Entgeltordnung zum TV-L. An Hochschulen kommt E10 vor allem in drei Bereichen vor:
- Informationstechnik: Beschäftigte mit einschlägiger abgeschlossener Hochschulbildung, etwa in Informatik, und entsprechender Tätigkeit; dazu Beschäftigte mit gleichwertigen Fähigkeiten und Erfahrungen. Ein Beispiel ist die Betreuung von Servern und Forschungssoftware in einem Institut.
- Technik: technische Beschäftigte mit technischer Ausbildung und entsprechender Tätigkeit, etwa in Gerätebetrieb, Werkstatt oder Gebäudetechnik.
- Verwaltung: Sachbearbeitung, bei der mindestens ein Drittel der Tätigkeit durch besondere Schwierigkeit und Bedeutung aus E9b heraussticht. Das kann etwa in der Drittmittelverwaltung oder der Studienorganisation zutreffen.
Bibliotheken folgen den allgemeinen Verwaltungsmerkmalen; was das für Stellen in Bibliothek und Archiv bedeutet, steht im Artikel Bibliothekar. Für Laborberufe nach einer Ausbildung gelten eigene Merkmale; die Einordnung erklärt der Artikel Chemielaborant.
Steht in einer Ausschreibung „bis E10“ oder „E9b bis E11“, ist E10 nicht zugesagt. Fragen Sie im Gespräch, welche Gruppe die Stelle nach der Tätigkeitsbeschreibung hat.
Was unterscheidet E10 von E9b, E11 und E13?
Die Entgeltgruppe hängt an der Schwierigkeit der Aufgaben, die Stufe an Ihrer Erfahrung. In der Verwaltung trennt E10 und E11 vor allem der Zeitanteil: E10 verlangt die besonders schwierigen und bedeutenden Aufgaben für mindestens ein Drittel der Tätigkeit, E11 für die Tätigkeit insgesamt.
| Gruppe | Stufe 1 | Stufe 6 | Merkmal in der Verwaltung |
|---|---|---|---|
| E9b | 3.620 € | 5.015 € | Gründliche, umfassende Fachkenntnisse und selbständige Leistungen |
| E10 | 4.038 € | 5.644 € | Mindestens ein Drittel besondere Schwierigkeit und Bedeutung |
| E11 | 4.178 € | 6.051 € | Besondere Schwierigkeit und Bedeutung |
| E12 | 4.311 € | 6.627 € | Zusätzlich erheblich höhere Verantwortung als in E11 |
| E13 | 4.759 € | 6.765 € | Wissenschaftliche Hochschulbildung und entsprechende Tätigkeit |
Quelle: TdL-Entgelttabelle ab 1. April 2026, monatlich brutto bei Vollzeit; Merkmale verkürzt nach Teil I der Entgeltordnung.
In der Informationstechnik und bei Ingenieuren gelten eigene Merkmale: Dort führt eine Tätigkeit, die sich durch besondere Leistungen aus E10 heraushebt, nach E11. Für wissenschaftliche Mitarbeitende ist E13 die übliche Gruppe; Beträge und Stufen stehen unter E13 TV-L. Die Nachbargruppen erklären die Artikel E11 TV-L und E12 TV-L.
Gibt es in E10 eine Jahressonderzahlung?
Ja: Wer am 1. Dezember beschäftigt ist, erhält in E10 eine Jahressonderzahlung von 74,35 Prozent eines Monatsentgelts. Grundlage ist das durchschnittliche Entgelt aus Juli, August und September; ausgezahlt wird mit dem Novembergehalt. Verdienen Sie in diesen Monaten Vollzeit in Stufe 3, sind das rund 3.420 Euro brutto, in Stufe 1 rund 3.003 Euro, jeweils ohne Kürzung.
Für jeden Monat des Jahres ohne Anspruch auf Entgelt verringert sich die Zahlung um ein Zwölftel; Mutterschutzfristen und die Elternzeit bis zum Ende des Geburtsjahres des Kindes führen in der Regel nicht zu dieser Kürzung. Teilzeit wirkt über das niedrigere Monatsentgelt mit. Die Sätze der übrigen Gruppen nennt der Artikel Jahressonderzahlung.
Ist E10 TV-L dasselbe wie E10 TVöD?
Nein. Der TV-L gilt für die Länder und damit für die meisten staatlichen Hochschulen, der TVöD für Bund und Kommunen. Beide Tarifverträge haben eigene Tabellen, eigene Beträge und teilweise andere Regeln. Prüfen Sie deshalb in der Ausschreibung, welcher Tarif genannt ist, bevor Sie Beträge vergleichen. Hessen gehört nicht zur Tarifgemeinschaft deutscher Länder und hat einen eigenen Tarifvertrag. Die Unterschiede zeigt der Artikel TVöD und TV-L im Vergleich.
Häufige Fragen
Gibt es im TV-L eine Entgeltgruppe 9c?
Nein. Die Entgelttabelle des TV-L kennt nur die Gruppen 9a und 9b. Steht in einer Ausschreibung „9c“, gilt ein anderer Tarifvertrag, etwa der TVöD.
Wie viel verdient man in E10 im Jahr?
Hochgerechnet mit den Beträgen seit April 2026: Bei Vollzeit in Stufe 1 ergeben zwölf Monatsentgelte von 4.038 Euro und eine ungekürzte Jahressonderzahlung von rund 3.003 Euro zusammen rund 51.464 Euro brutto, in Stufe 6 rund 71.927 Euro. Ihre tatsächliche Jahressumme hängt davon ab, wann die Tabelle wechselt, wann Sie die nächste Stufe erreichen und ob Kürzungen greifen.
Wo sehe ich alle Entgeltgruppen auf einen Blick?
Die Tabelle aller Gruppen von E5 bis E15 steht im Artikel Gehalt wissenschaftlicher Mitarbeiter.
Quellen
Die Angaben im Artikel beruhen auf diesen Quellen; die Links stehen jeweils auch an der belegten Stelle im Text.
- Tarifgemeinschaft deutscher Länder: Entgelttabelle TV-L (Anlage B), gültig vom 1. April bis 31. Dezember 2026 (gelesen am 03.11.2026)
- Tarifgemeinschaft deutscher Länder: Entgelttabelle TV-L (Anlage B), gültig vom 1. März bis 31. Dezember 2027 (gelesen am 03.11.2026)
- Tarifgemeinschaft deutscher Länder: Entgelttabelle TV-L (Anlage B), gültig vom 1. Januar bis 28. Februar 2027 (gelesen am 02.11.2026)
- Tarifgemeinschaft deutscher Länder: TV-L in der Fassung des Änderungstarifvertrags Nr. 14 vom 14. Februar 2026, §§ 16, 17, 20, 24, 40 (gelesen am 03.11.2026)
- Tarifgemeinschaft deutscher Länder: Entgeltordnung zum TV-L (Anlage A) in der Fassung des Änderungstarifvertrags Nr. 13, Teil I und Teil II Abschnitte 11 und 22 (gelesen am 03.11.2026)
- Tarifgemeinschaft deutscher Länder: Mitglieder (gelesen am 03.11.2026)