Promotionsnoten: summa, magna und rite cum laude erklärt
Promotionsnoten sind lateinische Prädikate für die Bewertung der Promotionsleistung. Die konkrete Skala — und besonders die Bedingungen für „summa cum laude" — unterscheiden sich je Promotionsordnung. Eine deutschlandweit einheitliche Notentabelle gibt es nicht. Dieser Beitrag ordnet die Prädikate anhand geprüfter Ordnungen ein.
Die Prädikate im Überblick
Die Zuordnung von Prädikat und Bedeutung, wie sie in den geprüften Ordnungen der Universität zu Köln (Math.-Nat.), der FU Berlin (PolSoz) und der LMU München (LIPP) belegt ist:
| Prädikat | Bedeutung (Beispielordnungen) |
|---|---|
| summa cum laude | mit Auszeichnung / ausgezeichnet — höchstes Prädikat, oft nur unter Zusatzbedingungen |
| magna cum laude | sehr gut |
| cum laude | gut |
| rite | genügend (nicht „gut") |
| insufficiens / non rite | nicht genügend / nicht bestanden (je Ordnung unterschiedlich benannt) |
Beispiele aus einzelnen Ordnungen
- Universität zu Köln (Math.-Nat.): Skala 0 bis 4, mit 0 = „mit Auszeichnung"; die Gesamtnote wird in der Urkunde genannt. Das Zeugnis allein berechtigt nicht zur Führung des Doktorgrads.
- FU Berlin (PolSoz): Prädikate mit Auszeichnung/summa, sehr gut/magna, gut/cum, genügend/rite; summa nur unter Zusatzbedingungen für Dissertation und Gesamtnote.
- LMU München (LIPP): summa = ausgezeichnet, magna = sehr gut, cum = gut, rite = genügend.
Häufige Fragen
Was ist die beste Promotionsnote?
In den geprüften Ordnungen steht summa cum laude beziehungsweise „mit Auszeichnung" an der Spitze, oft nur unter besonderen Zusatzbedingungen.
Ist magna cum laude sehr gut?
Ja. In den Ordnungen der Universität zu Köln, der FU Berlin und der LMU München ist magna cum laude als „sehr gut" belegt.
Was bedeutet rite?
Rite bedeutet in den geprüften Ordnungen „genügend" beziehungsweise ausreichend — nicht „gut".
Sind Promotionsnoten überall gleich?
Nein. Skalen, Zahlenwerte und die Bedingungen für summa cum laude unterscheiden sich je Promotionsordnung. Eine bundeseinheitliche Tabelle gibt es nicht.
Steht die Promotionsnote auf der Urkunde?
In der Kölner Ordnung wird die Gesamtnote in der Urkunde genannt. Andere Ordnungen sind einzeln zu prüfen.
Quellen
Amtliche Primärquellen zuerst; Verbands-/Sekundärquellen sind ausdrücklich als Gegencheck gekennzeichnet.
- Universität zu Köln: Promotionsordnung Math.-Nat. Fakultät 2025
- FU Berlin: Promotionsordnung PolSoz (Lesefassung 2018–2025)
- LMU München: Promotionsordnung LIPP (konsolidiert)