Promotionsnoten: summa, magna und rite cum laude erklärt

Karriere Aktualisiert: Juli 2026 Redaktionell erstellt · Quellenstand 07/2026

Promotionsnoten sind lateinische Prädikate für die Bewertung der Promotionsleistung. Die konkrete Skala — und besonders die Bedingungen für „summa cum laude" — unterscheiden sich je Promotionsordnung. Eine deutschlandweit einheitliche Notentabelle gibt es nicht. Dieser Beitrag ordnet die Prädikate anhand geprüfter Ordnungen ein.

Die Prädikate im Überblick

Die Zuordnung von Prädikat und Bedeutung, wie sie in den geprüften Ordnungen der Universität zu Köln (Math.-Nat.), der FU Berlin (PolSoz) und der LMU München (LIPP) belegt ist:

PrädikatBedeutung (Beispielordnungen)
summa cum laudemit Auszeichnung / ausgezeichnet — höchstes Prädikat, oft nur unter Zusatzbedingungen
magna cum laudesehr gut
cum laudegut
ritegenügend (nicht „gut")
insufficiens / non ritenicht genügend / nicht bestanden (je Ordnung unterschiedlich benannt)
Wichtig „Rite" bedeutet nicht „gut", sondern typischerweise ausreichend bzw. genügend. Die Skalen, Zahlenwerte und die Bedingung für summa cum laude unterscheiden sich je Ordnung; die obige Tabelle ist eine belegte Zusammenschau, keine bundesweite Norm.

Beispiele aus einzelnen Ordnungen

  • Universität zu Köln (Math.-Nat.): Skala 0 bis 4, mit 0 = „mit Auszeichnung"; die Gesamtnote wird in der Urkunde genannt. Das Zeugnis allein berechtigt nicht zur Führung des Doktorgrads.
  • FU Berlin (PolSoz): Prädikate mit Auszeichnung/summa, sehr gut/magna, gut/cum, genügend/rite; summa nur unter Zusatzbedingungen für Dissertation und Gesamtnote.
  • LMU München (LIPP): summa = ausgezeichnet, magna = sehr gut, cum = gut, rite = genügend.

Häufige Fragen

Was ist die beste Promotionsnote?

In den geprüften Ordnungen steht summa cum laude beziehungsweise „mit Auszeichnung" an der Spitze, oft nur unter besonderen Zusatzbedingungen.

Ist magna cum laude sehr gut?

Ja. In den Ordnungen der Universität zu Köln, der FU Berlin und der LMU München ist magna cum laude als „sehr gut" belegt.

Was bedeutet rite?

Rite bedeutet in den geprüften Ordnungen „genügend" beziehungsweise ausreichend — nicht „gut".

Sind Promotionsnoten überall gleich?

Nein. Skalen, Zahlenwerte und die Bedingungen für summa cum laude unterscheiden sich je Promotionsordnung. Eine bundeseinheitliche Tabelle gibt es nicht.

Steht die Promotionsnote auf der Urkunde?

In der Kölner Ordnung wird die Gesamtnote in der Urkunde genannt. Andere Ordnungen sind einzeln zu prüfen.

Quellen

Amtliche Primärquellen zuerst; Verbands-/Sekundärquellen sind ausdrücklich als Gegencheck gekennzeichnet.

Deutschlands Stellenbörse für die Wissenschaft
Offene Stellen
7.738
Zu den Stellen
Stellen für Wiss. Mitarbeiter,
Doktoranden und Postdocs
2.046
Wiss. Mitarbeiter
Professuren
558
Professuren