Zitierregeln in der Wissenschaft: APA, Harvard, Fußnoten

Karriere Aktualisiert: Juli 2026 Redaktionell erstellt · Quellenstand 07/2026

Zitierregeln sind fach- und institutionsabhängig — es gibt nicht „die" deutsche Zitierweise. Ihr Zweck ist die Nachprüfbarkeit, die Anerkennung fremder Leistungen und die Vermeidung von Plagiaten. Entscheidend sind Konsistenz und die Vorgabe des jeweiligen Studiengangs oder Lehrstuhls.

Der übergreifende Rahmen: gute wissenschaftliche Praxis

Über den einzelnen Zitierstilen steht der Kodex „Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis" der DFG. Seine Umsetzung in eigenes Recht der Einrichtungen ist Grundlage der DFG-Förderung. Zitierregeln dienen damit nicht der Formalität um ihrer selbst willen, sondern der Integrität wissenschaftlicher Arbeit.

Die Stilfamilien

  • Autor-Jahr im Text (APA, Harvard): Kurzverweis im Text, vollständige Angabe im Literaturverzeichnis. Nach den APA-Grundprinzipien muss jedes im Text zitierte Werk in der Literaturliste stehen — und umgekehrt.
  • Fußnotenstil (deutsche Fußnote): Nachweis in der Fußnote statt im Fließtext.
  • Numerischer Stil: nummerierte Verweise, in einzelnen Fächern üblich.

Der Leitfaden der TU Berlin trennt Harvard/APA/MLA als Textzitierweisen von der deutschen Fußnote als Fußnotenstil. Solche Hochschulleitfäden gelten lokal und fachbezogen, nicht bundesweit.

Belegstand und offene PunkteDieser Beitrag beschreibt die Stilfamilien und ihren Zweck; ausgearbeitete, formatgenaue Zitierbeispiele je Stil werden hier nicht aus einer Einzelquelle behauptet — verbindlich sind die offiziellen Styleguides und der Leitfaden des eigenen Studiengangs. Verfall: APA-Editionen und Hochschulleitfäden ändern sich.

Häufige Fragen

APA oder Harvard?

Beide sind Autor-Jahr-Systeme. Welcher Stil gilt, entscheidet die Vorgabe des Fachs oder Lehrstuhls — es gibt keinen bundesweit verbindlichen Standard.

Muss jede Quelle ins Literaturverzeichnis?

Nach den APA-Grundprinzipien müssen Textzitat und Referenzliste übereinstimmen: Jedes zitierte Werk steht im Verzeichnis und umgekehrt.

Sind Fußnoten falsch?

Nein. Der Fußnotenstil ist ein eigener, anerkannter Stil. Man sollte ihn nur nicht mit Harvard oder APA vermischen — Konsistenz zählt.

Wofür sind Zitierregeln überhaupt da?

Für die Nachprüfbarkeit, die Anerkennung fremder Leistungen und die Vermeidung von Plagiaten — eingebettet in die gute wissenschaftliche Praxis nach dem DFG-Kodex.

Quellen

Amtliche Primärquellen zuerst; Verbands-/Sekundärquellen sind ausdrücklich als Gegencheck gekennzeichnet.

Deutschlands Stellenbörse für die Wissenschaft
Offene Stellen
7.738
Zu den Stellen
Stellen für Wiss. Mitarbeiter,
Doktoranden und Postdocs
2.046
Wiss. Mitarbeiter
Professuren
558
Professuren