Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im DFG-geförderten Forschungsprojekt „KOMMIT-talk – Kommunikation unter Peers im KiTa-Alltag: Partizipationsmuster von Kindern mit Hörhilfen und Talkern“ (Prof. Dr.
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Stellenangebote →Über uns
Das Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik unterstützt das Profil der Fakultät I „Partizipation und Bildung“ und setzt dabei sonderpädagogische Schwerpunkte in den Bereichen „Barrieren, multiple Benachteiligungen und Beeinträchtigungen“, „Professionalisierung in der Fachkräftebildung“, „Digitalität und Assistive Technologien“ und „Kommunikation“. Diese Schwerpunkte spiegeln sich in den Forschungsaktivitäten der Fachgruppe Heterogenität und Diversität unter besonderer Berücksichtigung inklusiver Bildungsprozesse wider. Wir widmen uns der Frage, welche Faktoren die Partizipation von Kindern und Jugendlichen in inklusiven Kitas und Schulen fördern oder erschweren und bearbeiten interdisziplinäre und intersektionale Forschungsfragen an der Schnittstelle von Mehrsprachigkeit, sprachlich-kommunikativen sowie weiteren Beeinträchtigungen.
Das von der DFG geförderte Projekt „KOMMIT-talk – Kommunikation unter Peers im KiTa-Alltag: Partizipationsmuster von Kindern mit Hörhilfen und Talkern“ untersucht, wie Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen im letzten Kindergartenjahr miteinander kommunizieren und am gemeinsamen Spiel- und Alltagsgeschehen teilhaben. Im Projektverbund der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Leibniz Universität Hannover wird analysiert, wie unterschiedliche Hör- und Kommunikationstechnologien die multimodale Kommunikation, Interaktionen und Partizipation unter Peers beeinflussen. Ziel ist es, wissenschaftliche Grundlagen zu schaffen, die zur Weiterentwicklung einer inklusionsorientierten Elementarpädagogik beitragen. Der Standort Oldenburg legt dabei den Schwerpunkt auf Kindergruppen mit Hörhilfen und die quantitative Auswertung videografierter Spiel- und Alltagssituationen. Im Rahmen des Projektes besteht die Möglichkeit zur Entwicklung und Durchführung eines eigenen Promotionsvorhabens im thematischen Kontext des Projekts.
Ihre Aufgaben
- Videografische Erhebung gemeinsamer Spiel- und Alltagssituationen von Kindern mit und ohne Hörhilfen in Kindertageseinrichtungen
- Kodierung und quantitative Analyse der erhobenen Daten im Hinblick auf Kommunikationsformen und Partizipationsmuster der verschiedenen Kindergruppen
- Publikation der Forschungsergebnisse gemeinsam mit dem Projektteam auf nationalen und internationalen Fachtagungen sowie in internationalen, peer-reviewten Fachzeitschriften
- Zusammenarbeit mit den beteiligten Kindertageseinrichtungen, z.B. bei der Entwicklung und Umsetzung von Verfahren zur Einholung des informierten Einverständnisses der beteiligten Eltern und Kinder
- Enge Zusammenarbeit mit dem Projektteam an der Leibniz Universität Hannover
- Mitwirkung am Projektmanagement
- Betreuung studentischer Hilfskräfte
Ihr Profil
Erforderlich ist / Einstellungsvoraussetzungen:
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master of Arts/Master of Education/Diplom (Universität)) in Sonderpädagogik, Rehabilitationspädagogik, Erziehungswissenschaften, Psychologie oder einem vergleichbaren Fachgebiet
- Wissenschaftliches Interesse an den Lebenswelten von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen/Behinderungen im Vorschulalter
- Gute Kenntnisse und erste Erfahrungen in der quantitativen (und ggf. qualitativen) Sozialforschung sowie im Umgang mit entsprechender Auswertungssoftware (z.B. SPSS, MAXQDA)
- Erfahrungen in der (sonder-)pädagogischen Praxis
- Bereitschaft, sich in neue Datenquellen und Forschungsmethoden einzuarbeiten
- Sehr gute Deutschkenntnisse sowie mindestens gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
- Selbstständige, strukturierte sowie ziel- und ergebnisorientierte Arbeitsweise
- Ausgeprägte Teamfähigkeit und Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit
Erwünscht sind / Von Vorteil sind
- Erfahrung mit der Erhebung und Analyse videografischer Daten (z.B. mit INTERACT oder vergleichbarer Software)
- Pädagogische Erfahrungen in der inklusiven Frühpädagogik
- Bereitschaft zu mehrtägigen Dienstreisen während der Datenerhebungsphasen
- Bereitschaft zu nationalen und internationalen Dienstreisen
- Sensibilität für Diversität
Wir bieten
- Mitarbeit in einem dynamischen, interdisziplinären und wertschätzenden Team mit hoher Sichtbarkeit in internationaler Forschung
- Gestaltungsspielräume für eigene Forschung und die Möglichkeit, die inhaltliche Agenda des Projekts aktiv mitzugestalten
- Einbindung in nationale und internationale Kooperationen mit hoher gesellschaftsrelevanter Ausrichtung
- Ein universitäres Umfeld mit Weiterbildungsangeboten und individueller Förderung für wissenschaftliche und außerakademische Karrierewege
- Die regelmäßige Teilnahme an internationalen Fachkonferenzen wird unterstützt; Forschungsaufenthalte im Ausland sind möglich
- Ein förderndes, kollegiales Umfeld mit enger, verlässlicher Betreuung für eigene Qualifikationsziele und Drittmitteleinwerbungen
- Flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Unser Anspruch
Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg strebt an, den Frauenanteil im Wissenschaftsbereich zu erhöhen. Deshalb werden Frauen nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Gemäß § 21 Abs. 3 NHG sollen Bewerberinnen bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt werden. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.