Robert Koch-Institut (RKI)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter Zentrum für Krebsregisterdaten (d/m/w)

Berlin · Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) · Frist: 12.07.2026
Besoldung E 14 TVö Arbeitszeit nicht angegeben Befristung befristet bis 31.12.2029 Frist 12.07.2026
4.580 – 6.584 €
/Monat brutto · E 14 TVö in Berlin
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Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter Zentrum für Krebsregisterdaten

Über das Robert Koch-Institut

Das Robert Koch-Institut beschäftigt ca. 1.500 Mitarbeitende aus über 52 Nationen mit dem Ziel, die Gesundheit der Menschen zu schützen. Das Institut erhebt und analysiert Gesundheitsdaten, erkennt Risiken, berät Politik und Fachwelt und entwickelt neue wissenschaftliche Methoden. Die Standorte sind in Berlin, Wildau und Wernigerode.

Über das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD)

Das ZfKD hat nach Bundeskrebsregisterdatengesetz die Aufgabe, die Daten der Krebsregister der Länder regelmäßig zusammenzuführen, zu prüfen, auszuwerten und externen Forschenden auf Antrag zur Verfügung zu stellen. Nach Gesundheitsdatennutzungsgesetz soll es zudem die geplante Verknüpfung der Krebsregisterdaten mit Daten der Gesetzlichen Krankenversicherung für Forschungszwecke unterstützen.

Ihre Aufgaben

Strategische Konzeption und Weiterentwicklung der Forschungsdateninfrastruktur
  • Eigenverantwortliche Konzeption, Etablierung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Antrags-, Prüf- und Freigabeverfahren zur wissenschaftlichen Nutzung von Krebsregisterdaten
  • Gestaltung und Harmonisierung der Schnittstellen zwischen klinischen Krebsregisterdaten und Daten des FDZ Gesundheit
  • Sicherstellung der rechtskonformen Umsetzung unter Berücksichtigung des GDNG und BKRG
  • Vorbereitung und Entwicklung von Entscheidungen zu Grundsatzfragen des Datenzugangs und der Datennutzung
Wissenschaftlich-methodische Leitung und Architektur der Datenräume
  • Methodische und systemische Leitung bei der Zusammenführung komplexer und heterogener Datenräume
  • Definition, Weiterentwicklung und verbindliche Festlegung von Standards zur Datentransformation und Datenqualität
  • Aufbau und Steuerung eines bundesweiten Qualitätsmonitorings
  • Entwicklung datenschutzkonformer und zukunftsorientierter Bereitstellungsprozesse für Forschungsdaten
  • Kontinuierliche fachliche Bewertung und Anpassung an nationale und internationale Forschungs- und Datenstandards
Verhandlungsführung, strategisches Stakeholder-Management und Gremienarbeit
  • Eigenständige Vertretung des ZfKD in fachübergreifenden Arbeitsgruppen, Gremien und Verhandlungsprozessen auf Bundesebene
  • Steuerung und Moderation der Zusammenarbeit mit Landeskrebsregistern, dem FDZ Gesundheit, Bundesoberbehörden und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens
  • Konsensorientierte und durchsetzungsstarke Verhandlungsführung zur Etablierung bundesweit standardisierter Datenprozesse
  • Strategische Koordination und Abstimmung unterschiedlicher fachlicher, technischer und regulatorischer Anforderungen

Anforderungen

Formale Voraussetzungen
  • Erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Uni-Diplom oder Staatsexamen) der Humanmedizin oder einer verwandten Disziplin (z. B. Public Health, Epidemiologie, (Bio-)Informatik, Pharmazie, Biomedizin) oder gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen
  • Bei ausländischen Bildungsqualifikationen: Nachweis über die Gleichwertigkeit mit einem deutschen Abschluss
Kenntnisse und Erfahrungen
  • Mehrjährige Erfahrung im Bereich onkologischer Datenstrukturen, der Krebsregistrierung sowie klinischer Behandlungsabläufe in der Onkologie
  • Erfahrung in der eigenständigen Steuerung und Moderation komplexer Abstimmungsprozesse an den Schnittstellen von Wissenschaft, Politik und Verwaltung (z. B. mit Landeskrebsregistern, Bundesbehörden oder Spitzenverbänden des Gesundheitswesens)
  • Erfahrung in der Analyse von Routinedaten im Gesundheitsbereich (Register- und/oder Abrechnungsdaten)
  • Sprachkenntnisse: Deutsch mindestens C1, Englisch mindestens B2
Wünschenswert
  • Erfahrungen in der Konzeption und dem Aufbau von Datenportalen, Forschungsdateninfrastrukturen oder im wissenschaftlichen Antragsmanagement
  • Kenntnisse der rechtlichen und datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen der Sekundärdatennutzung (insb. GDNG, BKRG, SGB V, DSGVO)
Persönliche Kompetenzen
  • Organisationsfähigkeit mit sinnvoll strukturierter Arbeitsweise und Überblick über die eigenen Aufgaben
  • Aufgaben- und Projektplanungskompetenz mit Prioritätensetzung auf Grund von Wichtigkeit und Dringlichkeit
  • Selbstständigkeit mit verantwortungsbewusster Entscheidungsfindung für die Erledigung der Aufgaben
  • Kommunikationsfähigkeit und anschauliche Darstellung von Sachverhalten sowie präziser und sachlicher Argumentation
  • Networking und Pflege von Beziehungen zu Kooperations- und Geschäftspartnerschaften
  • Kooperations- und Teamfähigkeit und Erarbeitung von Lösungen zusammen mit anderen Teammitgliedern

Vertragsbedingungen

Befristet

Besonderheiten
nicht angegeben
Schlagworte
KrebsregisterdatenEpidemiologieGesundheitsdatenDatenmanagementForschungsdateninfrastrukturDatenqualitätStakeholder-ManagementGesundheitswesenMaster erforderlichDeutsch C1Englisch B2SelbstständigkeitProjektmanagementDatenschutz
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